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VIER MINUTEN

VIER MINUTEN

Regie Chris Kraus
Kinostart 01.02.2007
Genre Drama

Kritiken • VIER MINUTEN

01. Februar 2007 | VIER MINUTEN • Kritik • Berliner Zeitung

Starke Darsteller und großes Thema, lobt Jan Brachmann. "Der Regisseur Chris Kraus und seine Kamerafrau Judith Kaufmann haben alles daran gesetzt, ihrem Film Wucht zu geben. Aber eigentlich braucht VIER MINUTEN diese Wucht nicht. Der Film hat zwei kraftvolle Darstellerinnen und sich zudem in ein großes Thema verbissen, das er - auf bewunderungswürdige Weise - nicht loslässt. Es geht um die Doppelgesichtigkeit der Musik, die den Menschen diszipliniert, aber auch seine Aggressionen anheizt; darum, ob in der Musik die Kraft zur Humanisierung des Menschen liegt oder nicht."

01. Februar 2007 | VIER MINUTEN • Kritik • Berliner Zeitung

Philipp Bühler unterhält sich mit Hannah Herzsprung über ihre Rolle als Klavierspielerin.

01. Februar 2007 | VIER MINUTEN • Kritik • Die Tageszeitung

Die geballte Ladung von Mord und Verrat, Inzest und Kindstod und offen ausgetragene Aggressionen macht VIER MINUTEN laut Barbara Schweizerhof zu einem Stück echtem Kino. "Doch in dieser Geballtheit liegt überraschenderweise die Stärke des Films. Einerseits scheint es zu viel, was den zwei Figuren an Konflikten aufgebürdet wird. Andererseits aber wachsen sie an dieser Last. Im Duo gleichen Hannah Herzsprung und Monica Bleibtreu manche Unebenheit des Drehbuchs durch ihr nuancenreiches Spiel aus und entwickeln eine im deutschen Kino rare emotionale Intensität."

01. Februar 2007 | VIER MINUTEN • Kritik • Die Tageszeitung

Esther Selvogt schreibt über die Geschichte der Filmproduktion Kordes und Kordes und ihren Film VIER MINUTEN.

01. Februar 2007 | VIER MINUTEN • Kritik • Der Tagesspiegel

Christina Tilmann prophezeit: VIER MINUTEN wird in Erinnerung bleiben – nicht wegen seiner angestrengten Geschichte (und deren Auflösung), sondern wegen der außergewöhnlichen Doppelperformance in seinem Zentrum. "Hannah Herzsprungs Gegenspielerin ist Monica Bleibtreu. In der Maske um mindestens zwanzig Jahre gealtert, grau durch und durch. Die Haltung stocksteif, hölzern, nein, eisern. Die Stirn in strengen Falten, drei, parallel, wie mit dem Messer eingekerbt. Der Mund ein Strich, das Haar straff zurückgekämmt, da löst sich nichts. Eigentlich hätte Jeanne Moreau die Rolle spielen sollen und hätte sie anders gespielt wahrscheinlich, weicher, großzügiger. Doch Monica Bleibtreu ist das ideale Gegenelement zu Hannah: kalt zu heiß, trocken zu überquellend. Was da aufglimmt zwischen den beiden, in einer ersten Berührung ... und einem ersten Lachen, in herausfordernd geringschätziger Verführung und gut versteckter, zarter Sympathie, das ist ein Wunderwerk an Schauspielkunst."

01. Februar 2007 | VIER MINUTEN • Kritik • Frankfurter Rundschau

Hier stimmt alles, freut sich Daniel Kothenschulte. "Vielleicht wäre sein Film noch radikaler, wenn er nicht die Möglichkeit suggerierte, die junge Frau sei als Missbrauchsopfer unschuldig hinter Gitter geraten. Aber das spielt keine Rolle, denn Inszenierung und Darstellungskunst verwandeln jede auf dem Papier vielleicht noch konstruiert erscheinende Szene in gefühlte Realität. Dieser Eindruck steigert sich kontinuierlich bis das Crescendo sich zum Ende in ein Furioso verwandelt hat. ... VIER MINUTEN ist eine Lektion, nicht nur in künstlerischer Ethik, sondern im Filmemachen selbst. Man sieht Szenen, die sonst nie funktionieren, es sei denn, man nimmt sie wirklich ernst. Hier wird nicht ironisiert, zitiert oder gebrochen. Und so entsteht eben diese Zeitlosigkeit."

01. Februar 2007 | VIER MINUTEN • Kritik • Der Spiegel

Eine Menge lädt der Regisseur seinen Figure auf, schreibt Bert Rebhandl. Die steht aber auch "für den Anspruch auf Virtuosität, mit dem VIER MINUTEN nicht hinter dem Berg hält. "Aber das trifft nur einen Aspekt, und täuscht ein wenig darüber hinweg, dass hier mit allen filmischen Mitteln gearbeitet wird: Kamera und Schnitt, Ton und Farben, aufwendige Erzählkonstruktion und intensive Gewaltmomente sorgen dafür, daß die Demut vor der Musik, von der Frau Krüger in einem zentralen Dialog spricht, eine leere Idee bleibt. Das Prinzip von VIER MINUTEN ist stattdessen eine Maßlosigkeit, die sich an den musikalischen Vorgaben nicht abarbeiten will, sondern weit darüber hinausschießt. Die mehrfachen Traumata, die Chris Kraus übereinander legt, verlangen nicht nach einer analytischen Kur, sondern nach einem kathartischen Akt."

31. Januar 2007 | VIER MINUTEN • Kritik • Die Tageszeitung

David Denk spricht mit Hannah Herzsprung über Klavierspielen und Balletttanzen, ihren Vater und ihre Freunde, Studieren und Probieren.

30. Januar 2007 | VIER MINUTEN • Kritik • film-dienst 03/2007

Virtuos trumpfen die beiden Hauptdarstellerinnen laut Horst Peter Koll auf. Vor allem ihnen "ist zu verdanken, dass sich die Fabel so schillernd und intensiv zum glaubwürdigen, moralisch-ethisch grundierten Diskurs vertieft, der spürbar macht ... Dass daraus im Idealfall Verständnis, Zuneigung und tiefer Respekt erwachsen, signalisiert Jenny ganz am Ende, wenn sie Traude den lange verweigerten Knicks zubilligt. Ein bewegendes Schlussbild für einen Film, der nicht nur über zwei brillante Hauptdarstellerinnen verfügt, sondern auch die Kraft zu visuell "tiefem" Kino hat und von einer geradezu physischen Intensität getragen wird, die mitreißt und berührt."

29. Januar 2007 | VIER MINUTEN • Kritik • br-online.de

Antje Harries hat sich von der unbekannten Hannah Herzsprung überzeugen lassen. "Kaum zu glauben, dass Hannah Herzsprung vor den Dreharbeiten nur rudimentär Klavier spielen konnte, denn ganz organisch verschmilzt sie mit dem Instrument, legt alle Gefühle von Liebe bis Hass in ihr Spiel. An VIER MINUTEN wird sich der deutsche Film in diesem Jahr messen müssen. Im Wettbewerb des Shanghai International Film Festivals gewann VIER MINUTEN schon im vergangenen Sommer den Hauptpreis als bester Film. Auch wenn der Film ein bisschen überladen wirkt, für packende Unterhaltung ist zwei Stunden lang gesorgt."

28. Januar 2007 | VIER MINUTEN • Kritik • Der Tagesspiegel

Jan Schulz-Ojala porträtiert die junge Schauspielerin Hannah Herzsprung, die mit Filmen wie VIER MINUTEN und DAS WAHRE LEBEN über Nacht zum Star geworden ist.

21. Januar 2007 | VIER MINUTEN • Kritik • Begründung der Jury der evangelischen Filmarbeit

"Der Film erschließt extreme Gefühlslagen und Erfahrungswelten und entwickelt aus der Verbindung von Gefängnis- und Künstlerdrama eine hohe emotionale Intensität. Ohne sentimentale Beschönigung schildert er das Schicksal zweier traumatisch verletzter Frauen, die angesichts erdrückender, jede individuelle Abweichung und Begabung mißachtender Umstände um ihre Selbstbehauptung kämpfen. Dabei ermöglicht ihnen die Musik eine innere Freiheit angesichts äußerer Zwänge und schlägt eine Brücke zwischen den Generationen. Die grandiose schauspielerische Leistung der beiden Hauptdarstellerinnen, der Realismus des Gefängnislebens und die durch Kamera und Dialog erzeugten Kontraste machen die Dramatik dieses Kampfes überzeugend sichtbar. „Vier Minuten“ ist ein filmisches Ereignis – und ein gelungenes Plädoyer für die Chance, sich aus aufgezwungenen Mechanismen und persönlicher Verschlossenheit lösen zu können."

29. November 2006 | VIER MINUTEN • Kritik • kulturzeit / 3sat

Gespräch mit Hauptdarstellerin Hannah Herzsprung und Regisseur Chris Kraus als Web-TV.

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