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SLITHER

SLITHER

Regie James Gunn
Kinostart 22.06.2006

Kritiken • SLITHER

23. Juni 2006 | SLITHER • Kritik • Der Spiegel

Für Birgit Glombitza ist der Film kein großer Wurf, entlarvt aber mit viel Spaß am Gemetzel die unbändige Fleischeslust der US-Gesellschaft. "SLITHER ist ein Spiel mit lustvollem Ekel und demokratisch verteilten Sympathien, in dem das Monströse ein zartes Gemüt behält und sich melancholische Anflüge leisten kann. Wie etwa in jener rührenden Szene, in der sich der bereits infizierte Grant seiner Gattin mit ungewohnter Zärtlichkeit nähert. Ein Liebeserlebnis, von dem Starla ihren Freundinnen noch am nächsten Tag selig berichten wird. ... Wahrhaft absurd ist hier weniger das White-Trash-Gebaren, die überdimensionierten Fleischvorräte, die abgenagten Haustiere und der abartige Hunger der Zukurzgekommenen, sondern vielmehr die Sagrotanwelt der Anständigen, die sich mit ihrer verzweifelten Adrettheit den sozialen Dreck vom Pepitakostüm halten wollen."

22. Juni 2006 | SLITHER • Kritik • Berliner Zeitung

Laut Peter Uehling hat der Regisseur ein denkbar schlichtes Drehbuch zu einer äußerst lustigen, hemmungslos übertreibenden Achterbahnfahrt voller schleimiger Blutegel ausgebaut. "BLOB, BRAINDEAD, SHAUN OF THE DEAD - das alles spukt durch diesen Film, und wie die genannten Produktionen bezieht auch diese ihre Komik daraus, den Ekel, das Monster, die Verstümmelung so lange zu betrachten, bis deren Künstlichkeit keinen Zweifel mehr duldet. In diesem Moment stellt die Einbildungskraft des Zuschauers die Arbeit ein und schmeißt die Angst aus dem Gefühlshaushalt heraus. Hier wird das Grauen nicht ironisiert, um dadurch womöglich noch an Schärfe zu gewinnen, sondern der Lächerlichkeit preisgegeben."

20. Juni 2006 | SLITHER • Kritik • film-dienst 13/2006

SLITHER ist eine simpel gestrickte, aber handwerklich ausgefeilte Horrorkomödie, meint Michael Kohler. "Mit entwaffnender Offenheit reiht [der Regisseur] bekannte Genremotive aneinander, um dann mit einer Mischung aus heiligem Ernst und kokettem Augenzwinkern ihre ungebrochene Wirksamkeit zu demonstrieren. ... Wie in jeder apokalyptischen Vision stemmt sich bald eine zusammengewürfelte Gruppe Aufrechter gegen die Bedrohung, während Gunn beinahe alle klassischen Motive des Gruselgenres auf die Leinwand bringt. Mal schreckt die Wiederkehr der Toten, dann rührt das Monster als geschundene Kreatur, um sich bald in eine Ausgeburt des Darwinistisch-Bösen zu verwandeln. Mit den Vorbildern wechseln Szenenbilder und Metaphern, ohne dass dies Gunns eigenständigem Erzählton etwas anhaben könnte."

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