Inhalt • SLITHER
Verschlafene Örtchen wie Wheelsy gibt es tausendmal in den USA. Seine Bewohner sind höflich, freundlich und ziemlich normal. Unter der Oberfläche allerdings gedeiht etwas teuflisch Böses. Langsam, verflucht langsam, beginnen sich die Dinge zu verändern. Haustiere verschwinden, und der einflussreiche Grant Grant verhält sich plötzlich äußerst merkwürdig. Als dann noch das Vieh eines Farmers erschreckend mutiert und eine junge Frau wie vom Erdboden verschluckt wird, stellen Sheriff Pardy und sein Team Nachforschungen an ... und das hätten sie lieber bleiben lassen sollen.
Crew • SLITHER
Regie: James Gunn
Darsteller: Michael Rooker, Elizabeth Banks, Nathan Fillion, Tania Saulnier, Gregg Henry ...
Verleih/Copyright: United International Pictures (UIP)
Kritik • SLITHER • 23. Juni 2006 • Der Spiegel
Für Birgit Glombitza ist der Film kein großer Wurf, entlarvt aber mit viel Spaß am Gemetzel die unbändige Fleischeslust der US-Gesellschaft. "SLITHER ist ein Spiel mit lustvollem Ekel und demokratisch verteilten Sympathien, in dem das Monströse ein zartes Gemüt behält und sich melancholische Anflüge leisten kann. Wie etwa in jener rührenden Szene, in der sich der bereits infizierte Grant seiner Gattin mit ungewohnter Zärtlichkeit nähert. Ein Liebeserlebnis, von dem Starla ihren Freundinnen noch am nächsten Tag selig berichten wird. ... Wahrhaft absurd ist hier weniger das White-Trash-Gebaren, die überdimensionierten Fleischvorräte, die abgenagten Haustiere und der abartige Hunger der Zukurzgekommenen, sondern vielmehr die Sagrotanwelt der Anständigen, die sich mit ihrer verzweifelten Adrettheit den sozialen Dreck vom Pepitakostüm halten wollen."