Inhalt • HOTEL
Abseits von der Großstadt liegt das Hotel tief verborgen im Wald. Als Irene im Waldhotel ihre neue Stelle als Rezeptionistin antritt, ist sie fasziniert von der Abgeschiedenheit. Bald stellt sie fest, daß ihre Vorgängerin auf mysteriöse Weise verschwunden ist und Irene beginnt, der großen Stille zu misstrauen. Schleichend verwebt sich ihr eigenes Schicksal mit dem ihrer Vorgängerin und Irene folgt den Fährten, die sie immer tiefer in den Wald führen. Bald sieht sie sich von einer geheimnisvollen Gefahr bedroht, der sie verzweifelt zu entrinnen versucht.
Laut Rüdiger Suchsland bricht der Horrorfilm "konsequent mit den Klischees des Genres, während er sich ihrer zugleich bedient. So funktioniert HOTEL als Horror-Movie, bietet zugleich aber eine höchst intelligente Selbstreflexion und filmische Dekonstruktion des Genres. ... Der Horror ist hier ein Horror des Unheimlichen. Statt auf den Schock und das Erschrecken zu setzen, entfaltet Hausner eine Sprache der Andeutungen, die sich nicht auf die Furcht, sondern auf das Unbekannte richtet. Irènes Sehnsucht verwandelt sich in einen Horror vacui. HOTEL ist ein rätselhafter, stiller Horrorfilm, der ans Unterbewusstsein des Zuschauers rührt, dabei einen sehr eigenen inneren Sog entfaltet und besonders dadurch besticht, dass er Leerstellen hinterlässt, die im Betrachter nachwirken."