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EGGESIN MÖGLICHERWEISE

EGGESIN MÖGLICHERWEISE
Regie Olaf Winkler
Dirk Heth

Inhalt • EGGESIN MÖGLICHERWEISE

Eggesin ist eine schrumpfende Stadt in den neuen Bundesländern. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde das abgelegene Dörfchen als Großstandort der Nationalen Volksarmee ausgewählt und blähte sich zu einer "autonomen Panzerrepublik" mit zahlreichen Kasernen und Soldaten auf. Davon konnte man leben in Eggesin, das 1966 zur Stadt erklärt wurde. Nach der Wende schrumpft die Garnison von 30 000 NVA-Soldaten auf 5 000 Bundeswehrangehörige. Noch einmal wird investiert, aus Prestigegründen für die so genannten "blühenden Landschaften" der Kohlära. Doch als die Bundeswehr dann sparen soll, finden sich die Eggesiner in der Liste der Schließungen wieder. Was tun?

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Crew • EGGESIN MÖGLICHERWEISE

Regie: Olaf Winkler, Dirk Heth

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Kritik • EGGESIN MÖGLICHERWEISE • 04. November 2006 • Begründung der DEFA-Stiftung

"Eggesin ist eine der ostdeuschen Städte, in denen die politische Wende um 1990 zum Verhängnis wurde: die dort stationierte Nationale Volksarmee wurde aufgelöst und die Bundeswehr fasste niemals Fuß. Seitdem plagen Arbeitslosigkeit, Abwanderung und Zerfall der Infrastruktur die Stadt. Der Film dokumentiert das Leben in diesem scheinbar verlorenen Ort, indem er einzelne Meinungen der Bürger einfängt und präsentiert. Die alte Wahrsagerin, der Buchhändler, die Tanzlehrerin, die Grundschüler - für sie alle hat die Frage "Wo komme ich her und wo gehe ich hin?" eine ganz besondere Bedeutung gewonnen.
Während es dem Film an Präzision und Aufrichtigkeit nicht fehlt, lebt er hauptsächlich von seiner ganz besonderen poetischen Kraft. Es sind die persönlichen Momente der Reflexion, das melancholische Spiel mit den Gegensätzen Hoffnung und Verzweiflung, Vergangenheit und Zukunft, die die Stimmung in dieser Stadt eindringlich zu vermitteln wissen. Deshalb mahnen die fiktiven Briefe des Erzählers zu recht: hier geht es um mehr als einzelne Bürger einer kleinen Stadt nahe der deutschen Grenze - es geht um die deutsche Identität, ihr Verhältnis zu sich selbst, und um den illusionslosen Blick in die Zukunft. Der Film wäre ohne das Mitwirken des Kameramanns und Mitautors Dirk Heth nicht denkbar gewesen. Die Arbeitsweisen beider scheinen sich optimal zu ergänzen, denn in "Eggesin möglicherweise" korrespondieren Bild und Aussage äußerst stilgerecht."

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