Film-Zeit auf  Film-Zeit bei Facebook   Film-Zeit auf Twitter

BRINKMANNS ZORN

BRINKMANNS ZORN

Regie Harald Bergmann
Kinostart 11.01.2007

Kritiken • BRINKMANNS ZORN

12. Januar 2007 | BRINKMANNS ZORN • Kritik • Die Tageszeitung

Größtmögliche Authentizität bescheinigt Felix Klopotek dem Film. "Das heißt: radikale, auf Identität zielende Anverwandlung an die darzustellende Person. Vermeidung jeder Distanz. Man könnte das als monomanischen Trip, als naturalistischen Kitsch abtun. Heißt denn nicht Darstellung immer auch, dass man sich zu der dargestellten Person in ein Verhältnis setzt? Ein Verhältnis, zu dem notwendig Distanzierung und Kontextualisierung gehören? ... Wen wir sehen, ist der Schauspieler Eckhard Rohde, der lippensynchron zu Brinkmanns Kaskaden agiert. Zwar dürften die meisten Zuschauer nicht wissen, wie sich der wirkliche Brinkmann bewegt hat, aber die Körpersprache Rohdes geht so gut mit der Stimme zusammen, dass man geneigt ist zu glauben: So hat der Brinkmann also gelebt."

12. Januar 2007 | BRINKMANNS ZORN • Kritik • Der Tagesspiegel

Lutz Steinbrück lobt den Hauptdarsteller: "Rhode hat nicht nur den Sprachduktus perfekt einstudiert; in seinem Gesicht spiegeln sich exakt jene existenzielle Wut und Enttäuschung, die es braucht, um jene Verbalattacken glaubhaft zu machen, mit denen der zivilisationsmüde Autor seine Umwelt überzog. Elfi Mikeschs Handkamera erzeugt Nähe und Tempo, unterlegte Elektrobeats sorgen akustisch für Energie."

11. Januar 2007 | BRINKMANNS ZORN • Kritik • Berliner Zeitung

Ein absolut toller Film ist BRINKMANNS ZORN für Iris Hanika. "Wenn man nach diesem Film aus dem Kino kommt, sieht und hört man genauer, und dabei sieht und hört man übergenau, wie hässlich alles ist. ... Elfi Mikeschs Bilder zu den Tonbändern sind ebenso phänomenal gut wie der Schnitt des Films, der seine Geschichte so erzählt, wie Brinkmann seine Texte schrieb - als ein Filter der vorgefundenen Welt; voller Zorn, aber mit einer schönen weichen Stimme. Und so ist dieser Film kein Biopic, sondern eine kongeniale Zusammenarbeit zwischen Rolf Dieter Brinkmann und dem Regisseur Harald Bergmann. Ein Meisterwerk."

11. Januar 2007 | BRINKMANNS ZORN • Kritik • Frankfurter Rundschau

Für Heike Kühn ist BRINKMANNS ZORN die kühnste Literaturverfilmung seit Kinogedenken. "Der Coup, einen Toten mit seiner eigenen Stimme im fremden Leib einer filmischen Nach-Schau zu Wort kommen zu lassen, wird nur noch durch Rhodes gestisches und mimisches Vokabular übertroffen. Als Berserker und als Liebender ersteht der Dichter in dieser Tonfilm-Filmkörper-Collage wieder auf, beide Haltungen oft nur durch Sekunden voneinander getrennt, ineinanderstürzend wie Zorn und Sehnsucht, wie das klare, gesprochene Wort und die kratzenden, sägenden, nervenzerfetzenden Laute, die der Dichter mit dem Mikrofon als Reibefläche und Schlaginstrument erzielte."

11. Januar 2007 | BRINKMANNS ZORN • Kritik • Neues Deutschland

Regie und Kamera haben laut Marion Pietrzok das Bruchstückhafte und Assoziative des Denkens des Dichters in ein visuelles Erlebnis umgesetzt. Der Film gibt es "mit äußerster Präzision wieder und verleiht ihnen eine Authentizität und eine Intensität, die das Werk zu etwas ganz Einmaligen unter den Literaturverfilmungen machen. Wahrscheinlich haben die Faszination, die von einem Dichter und seinem Werk ausgehen, und die Faszination des ins filmische Medium Übertragenen noch nie so übereingestimmt."

02. Januar 2007 | BRINKMANNS ZORN • Kritik • film-dienst 01/2007

Ulrich Kriest sah einen ungewöhnlich kraftvollen Film, "der Brinkmanns "Rap" rhythmisch kongenial montiert und zu einem stimmigen, mitreißenden Porträt formt. BRINKMANNS ZORN ist ein absoluter Glücksfall von einer Literaturverfilmung, rasant, mitreißend, zornig, unterhaltsam und klug. Bergmanns ebenso mutiger wie radikaler Ansatz, der Stimme, Bilder und Texte zur fiktionalen Fabrikation eines scheinbar dreidimensionalen Wiedergängers nutzt, wird der Arbeit des Porträtierten gerade dadurch gerecht."

Weitere Filme, die euch interessieren könnten

Aktueller Stand der Datenbank:
18738 Filme,
72604 Personen,
6594 Trailer,
873 Biographien,
54 Themen & Listen
all: 0,61068