DAS OMEN

film-zeit Film: DAS OMEN
Regie John H. Moore
Kinostart 06.06.2006

Inhalt • DAS OMEN

Als sein Kind bei der Geburt stirbt, entschließt sich der amerikanische Regierungsmitarbeiter Robert Thorn das Baby einer anderen zu adoptieren – ohne das Wissen seiner Frau Katharine. Das Familienglück könnte nicht größer sein. An Damien's fünftem Geburtstag aber nimmt die Familienidylle ein jähes Ende. Merkwürdige Dinge geschehen in der Umgebung des kleinen Jungen: Bizarre Todesfälle, die panische Angst Damien’s vor Kirchen und dann ist da noch der merkwürdige Pater Brennan, der Thorn verkündet, dass Damian der Sohn des Antichristen ist ...

Kritiken • DAS OMEN

09. Juni 2006 | Kritik • Neue Züricher Zeitung

Im Vergleich zu vielen anderen Remakes findet Alexandra Stäheli dieses fast schon wohltuend durchdacht. "Im Gegensatz zu Donners Film, der sich einem bildimmanent erzeugten Unheimlichen verschrieben hatte, setzt Moores Remake vor allem auf (auditive) Schockeffekte, augenzwinkernde Referenzen an die Filmgeschichte, eine psychologisch präziser (da ambivalenter) gezeichnete Figur der Mutter - und nicht zuletzt auch auf eine in den Farben Rot und Schwarz dramatisch drapierte Ästhetik des Todes. Schade allerdings, dass der Satansbraten selbst etwas blass daherkommt."

07. Juni 2006 | Kritik • Berliner Zeitung

Für den Horrorfilm musste Julia Stiles eine Frau in Angst spielen. Nina Rehfeld hat sich mit der Schauspielerin unterhalten.

07. Juni 2006 | Kritik • fluter.de

Erschreckend einfallslos nennt Jörg Buttgereit die Neuversion des Klassikers. "Vielleicht will man lediglich die DVD-Verkäufe des grandiosen Originals von Richard Donner und dessen Fortsetzungen ankurbeln. Wer Lust verspürt, dabei zuzusehen wie ein kleiner böser Junge den Untergang der Welt einfädelt, der sollte in der Tat lieber zur DVD mit der Originalfilm greifen. Nur dort ist auch die bahnbrechende Filmmusik von Jerry Goldsmith zu hören."

07. Juni 2006 | Kritik • br-online.de

Angenehm altmodisch findet Florian Kummert das Remake. "Ein Mystery-Thriller mit eleganten Bildern, ohne große Hektik erzählt, dafür mit bedrohlicher Stimmung. Echte Katastrophen wie den 11. September als Vorboten des Letzten Gefechts einzubauen, hinterlässt allerdings einen schalen Nachgeschmack. Außerdem schwächelt der Film beim Hauptdarsteller. Seamus Davey-Fitzpatrick ist ein Werbespot-Veteran, der aber zu offensichtlich böse schaut, finster schmollt und irgendwie zu niedlich ist."

06. Juni 2006 | Kritik • Berliner Zeitung

Sinnlos wirkt der Film auf Peter Uehling. "Dass man den Autor des Originals David Seltzer auf die Bearbeitung seines eigenen Drehbuchs ansetzte, war keine gute Idee, man merkt dem Verlauf der Szenen besonders in der ersten Hälfte an, dass sie bekannte Stationen abklappern. Nirgends kann man das Urbild vergessen, obwohl Liev Schreiber als Thorn und Julia Stiles als seine Frau ihre Rollen durchaus anders anlegen; sie sind düsterer, verschlossener als Gregory Peck und Lee Remick im Original. Mia Farrow als Kindermädchen nervt mit aufgesetzter Hysterie - kein Vergleich zum freundlich-starren Blick von Billie Whitelaw."

06. Juni 2006 | Kritik • Junge Welt

Das Schönste am Remake ist das Datum des Filmstarts, meint Peer Schmidt. "Für jeden ist das Passende aus dem Herzen des Schwachsinns dabei: für den Kenner geleckte Einstellungen, in denen katholische Ikonographie parodiert (satanistisch umgedreht) wird, für die Dumpfbacken der Verschwörungskram (in einer Szene wird dank eigenwilliger Textauslegung die real existierende EU zum Unheiligen Römischen Reich des Bösen!)."

06. Juni 2006 | Kritik • film-dienst 12/2006

Jens Hinrichsen mag den Film. "John Moores Remake folgt weitgehend dem Original, wobei ihm der bessere Film gelungen ist, weil die Unheilsgeschichte hier flüssiger erzählt, die Handlung in finsterschönere Bilder transponiert wird, weil sich das Unheilsgeschehen in verschachtelt-klaustrophobischen Locations zuträgt. ... Ein weiteres großes Plus ist die durchweg überzeugende Besetzung. Scheiterte Gregory Peck als erster Robert Thorn beim unfreiwillig komischen Versuch, den Teufel an die Wand zu spielen, bleiben Liev Schreiber und Julia Stiles als Eltern des Rabenkinds auf dem Teppich, der ihnen dann unter den Füßen weggezogen wird."

01. Juni 2006 | Kritik • Berliner Morgenpost

Laut Sascha Westphal wurde an der Story so gut wie nichts verändert. "Sieht man einmal vom Prolog ab, folgt das Remake dem Original beinahe Szene um Szene, und doch könnten beide Filme kaum unterschiedlicher sein. Nachdem er zuletzt Robert Aldrichs Abenteuerfilmklassiker DER FLUG DES PHOENIX neu interpretiert hat, erweist sich John Moore hier erneut als der wohl brillanteste Zeitkommentator unter den amerikanischen Genrefilmern. Nur gilt sein Augenmerk diesmal nicht den Auswirkungen der Globalisierung, sondern den politischen Realitäten einer Welt, die an ideologischen wie religiösen Konflikten zu zerbrechen droht."

13. April 2006 | Kritik • Der Spiegel

Nina Rehfeld spricht mit DAS OMEN-Regisseur John Moore über unheimliche Ereignisse am Set, Angst als politischen Verkaufsschlager und die Macht der Kirche.

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