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WENN DIE FLUT KOMMT

WENN DIE FLUT KOMMT

Regie Yolande Moreau
Gilles Porte
Kinostart 08.06.2006

Kritiken • WENN DIE FLUT KOMMT

08. Juni 2006 | WENN DIE FLUT KOMMT • Kritik • Berliner Zeitung

Gerhard Midding spricht mit Regisseurin Yolande Moreau über ihr Regiedebüt.

08. Juni 2006 | WENN DIE FLUT KOMMT • Kritik • Der Tagesspiegel

Natürlich spiegelt sich die Kunst im Leben und umgekehrt, schreibt Karl Hafner. "Dass die konstruierte Ausgangslage beiläufig bleibt, liegt in erster Linie am subtilen Spiel der Hauptdarsteller. Es ist rührend, wie Dries immer wieder nach der Grenze sucht, an der Schluss sein sollte und dann weitermacht, weil ihm die mütterliche Irène ein Heimatgefühl vermittelt – mit einem Lächeln, einem Blick, ohne große Worte. Kleine Zärtlichkeiten, hinter denen alle Kunst verschwindet."

08. Juni 2006 | WENN DIE FLUT KOMMT • Kritik • Junge Welt

Lustig findet Tina Heldt den Film und erklärt das mit Bergson. "Das Komische ist ein Mechanismus bei Bergson, ein Übertragungsmechanismus: 'Eine Serie von Ereignissen in einem anderen Ton oder einem anderen Milieu wiederholen oder sie umkehren, so daß sie noch einen Sinn haben, oder sie mit einer oder mehreren anderen Serien vermengen, so daß ihre entsprechenden Bedeutungen sich überschneiden – das ist komisch, sagten wir, weil man damit erreicht, daß das Leben sich mechanisch behandeln läßt.' So in etwa ist es auch in diesem melancholischen kleinen Film, wenn das, was auf der Bühne passiert, in den Privatraum eindringt und umgekehrt."

07. Juni 2006 | WENN DIE FLUT KOMMT • Kritik • fluter.de

Erstaunlich ist es für Jenni Zylka, wenn aus einem solchen Klischeehaufen noch etwas Brauchbares werden kann. "Allein dem zurückhaltend-intensiven Spiel der theatererprobten Yolande Moreau und dem kantigen Belgier sowie den fast dokumentarisch-beobachtenden Bildern voller natürlicher Poesie ist es zu verdanken, dass der Film nicht im übelsten Hausfrauenkitsch oder einer kleinkünstlerischen Provinzparabel versinkt. Stattdessen mag man Yolande als Irène am Ende schlichtweg gern leiden, und hält den Belgier trotz seines komischen Berufs als Karnevalumzugsfigurenträger für einen herzensguten Kerl."

07. Juni 2006 | WENN DIE FLUT KOMMT • Kritik • br-online.de

Die zärtliche Liebeskomödie hat Kirsten Liese überzeugt. "Getragen wird dieser zärtliche Film von zwei wundervollen Schauspielern, allen voran von Yolande Moreau, die auf der Theaterbühne nicht nur ungemeine Komik zu entfalten versteht, sondern im Privaten auch Liebreiz und einen ganz eigenen Charme entfaltet. Wim Willaert gibt einen trotz aller Flausen sympathischen und natürlich wirkenden Dries."

06. Juni 2006 | WENN DIE FLUT KOMMT • Kritik • film-dienst 12/2006

Auffällig gemächlich und randständig kommt der Film für Alexandra Wach daher. "Die Geschichte tritt deswegen immer wieder auf der Stelle und bleibt leicht vorhersehbar. Doch auch die Figuren sind allzu plump überzeichnet ... In solchen Momenten wird man den Eindruck nicht los, dass Moreau trotz allen Realismus doch nur ein Märchen über die Vergänglichkeit der Zweisamkeit erzählen möchte und kein authentisches Liebesdrama vom Rande der Gesellschaft. Sympathisch und bitter-süß fällt das erste dann auch aus; das zweite aber bleibt in seiner beobachtenden, scheinbar desillusionierten Zurückhaltung weniger ergiebig, als man sich wünschen würde."

01. Juni 2006 | WENN DIE FLUT KOMMT • Kritik • epd-film 06/2006

Das charmante Liebes- und Roadmovie aus Frankreich ist laut Birgit Roschy feinsinnig. "Moreau weiß wie alle Komödianten, dass Lachen und Weinen nur zwei Seiten einer Medaille sind. Dass eine Liebesgeschichte aus der Nähe betrachtet einzigartig und tragisch erscheint, aus der Distanz sich aber als zigmalige Wiederholung des Themas zur Lachnummer relativiert, in der sich der Märchenprinz irgendwann in einen Frosch zurückverwandeln wird, in einen 'Weihnachtsbaum, der nach dem Fest entsorgt wird'. Doch im Detail ist Moreaus Paar-Variation so unkonventionell und rührend, dass sie gleich zwei Césars bekam, einen für den besten Erstlingsfilm und einen als originelle Hauptdarstellerin mit Rubens-Ausmaßen, weiten Gewändern und hennaroten Zöpfen, gravitätisch-anmutig wie ein Fünfmaster mit geblähten Segeln."

15. Juli 2005 | WENN DIE FLUT KOMMT • Kritik • Neue Züricher Zeitung

Marli Feldvoss kann schwer sagen, was sie für diesen Film so eingenommen hat. "Er ist eigentlich ein Roadmovie, das unter den Klängen von LA TRAVIATA von Valenciennes nach Lille zum FESTIVAL DU RIRE unterwegs ist, das von Tag zu Tag den komischen Einakter SALE AFFAIRE auf die Bühne von Lokalen oder Altersheimen stellt und dabei stets mit einer neuen Variante überrascht. Es ist einerseits die entwaffnende Einfachheit der Komik, ihr unwiderstehlicher mechanischer Lacheffekt, es sind anderseits aber auch die mit archaischer Wucht niedergehenden Gefühle, die ihre eigene Poesie entfalten."

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