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DAS SCHLOSS IM HIMMEL

DAS SCHLOSS IM HIMMEL

Regie Hayao Miyazaki
Kinostart 08.06.2006

Kritiken • DAS SCHLOSS IM HIMMEL

06. Juni 2020 | DAS SCHLOSS IM HIMMEL • Kritik • Der Freitag

Der Film kann Erwachsene in kindliche Begeisterung versetzen, behauptet Gerhard Midding. "Der Japaner verfolgt nicht die Strategie amerikanischer Animationsfilme, deren hohe Budgets sich nicht zuletzt deshalb rentieren, weil sie der Intelligenz von Kindern und Erwachsenen gleichermaßen zu schmeicheln verstehen. Der auch nach zwanzig Jahren unverwüstliche Zauber seines Films verdankt sich vielmehr dem Drang nach neugieriger Weltteilhabe, der Regisseur und Figuren gemeinsam ist. Das Niemandsland, in dem Miyazakis Filme zu spielen scheinen und in denen sich die Zeitepochen kurios überlagern, ist stets in der Realität verankert."

08. Juni 2006 | DAS SCHLOSS IM HIMMEL • Kritik • Berliner Zeitung

Jens Balzer ist vollauf begeistert: "Hayao Miyazaki ist ein Maler der Luft und des Himmels, ein Künstler der Schwerelosigkeit und des Schwebens. Und von allen Filmen über Himmel und Erde, die er uns geschenkt hat, ist dies vielleicht der schönste und schwereloseste: DAS SCHLOSS IM HIMMEL, die Geschichte von der Prinzessin Sheeta, die sich mit dem Knaben Pazu auf die Suche nach ihrer verlorenen Heimat begibt - nach Laputa, dem sagenumwobenen Schloss in den Lüften, das einstmals die Erde regierte."

08. Juni 2006 | DAS SCHLOSS IM HIMMEL • Kritik • Die Tageszeitung

Christoph Huber liebt diesen Film: "Die ausladende Animation, jeder der handgezeichneten Kader von Miyazaki einzeln geprüft, ist vielleicht nicht, was man heute gerne "State of the Art" nennt, aber sie ist in ihrem stupenden Detailreichtum von zeitloser Schönheit - wie bei allen Animationsklassikern nicht bloß technisch bestechend, sondern auch in der Imaginationskraft: Wie etwa beim Flug nach Laputa plötzlich ein höhenängstlicher, verzauberter Blick durch einen aufklaffenden Wolkenspalt auf die Meeresweite möglich wird, ist unvergesslich."

08. Juni 2006 | DAS SCHLOSS IM HIMMEL • Kritik • Der Tagesspiegel

Als Filmwunder bezeichnet Christina Tilmann DAS SCHLOSS IM HIMMEL. "Miyazakis Filme sind Märchen, Hymnen an Liebe und Fantasie. Es geht um fliegende Inseln und verwunschene alte Schlösser, um Schätze und Edelsteine, um Roboter und Flugmaschinen. Eine Mischung aus Mittelalter und Science-Fiction, Peter Pan und Alice im Wunderland. Jules Verne und "Gullivers Reisen" hätten ihn zu DAS SCHLOSS IM HIMMEL inspiriert, bekennt Miyazaki. Die fliegende Insel Laputa, ein Naturparadies, das von Robotern bewohnt wird, verdankt sich Jonathan Swift. Und nicht nur das: das alte Europa steht an vielen Stellen Pate, in den niedlichen Fachwerk-Dörfern aus Miyazakis letztem Film DAS WANDELNDE SCHLOSS ebenso wie in den Minenstädten in DAS SCHLOSS IM HIMMEL, die sich so malerisch an die Felswände schmiegen."

08. Juni 2006 | DAS SCHLOSS IM HIMMEL • Kritik • Frankfurter Rundschau

Daniel Kothenschulte "staunt, welche Qualitäten der Regisseur Miyazaki abseits des Phantastischen besitzt. In wenigen Sekunden kann er eine typisch-englische Landschaft mit dem Pathos früher Technicolor-Dramen aufladen. Wenn die Kinder sehnsuchtsvoll das Wolkenspiel betrachten, aufbrechen wollen, das Land hinter dem Horizont zu erkunden, dann werden verlorene Glücksgefühle des Kinos wieder lebendig. ... Die Sehnsucht nach diesem wahrhaft kindlichen Kino, das man sich aus der Erwachsenenwelt erst erobern musste, erfüllt Miyazaki in diesem frühen Meisterwerk im Handumdrehen. Auch wenn er seinem Geist später größere Freiheiten erlaubte, staunt man nicht weniger über die erzählerische Infrastruktur, die kunstvollen Schienenstränge seiner Fantasie, die sich hier unverstellt bewundern lässt."

07. Juni 2006 | DAS SCHLOSS IM HIMMEL • Kritik • fluter.de

Kinomagie sah Ernst Kramer. "Dazu kommt die bewährte Methode Miyazakis, die Verhältnisse zwischen den verschiedenen Parteien nicht auf ein schlichtes Gut-Böse-Schema runterzukochen. Bei Miyazaki gibt es nie einen Oberschurken, der für alles Übel verantwortlich ist und einfach beseitigt werden kann. Die Verhältnisse hinter tragischen Verwicklungen aufdecken, mit Ehrfurcht in die Welt hinausblicken und eine Ahnung von der selbstzerstörerischen Kraft der Menschheit bekommen: Das alles müssen seine Protagonisten lernen. Damit traut er seinem kindlichen und erwachsenem Publikum wie immer viel zu, und wie immer wird sich dabei herausstellen: Sie werden ihn dafür lieben."

05. Juni 2006 | DAS SCHLOSS IM HIMMEL • Kritik • br-online.de

Das fantasievolle und spannende Anime hat Gunnar Mergner Vergnügen bereitet. "Miyazakis dritter Spielfilm – 1986 fertiggestellt und jetzt noch einmal in den deutschen Kinos zu sehen - ist in einer wie von Jules Verne erdachten, frühindustriellen Welt angesiedelt und erzählt eine mystisch angehauchte Abenteuergeschichte von Freundschaft, Habgier und verlorenen Paradiesen. Ein intelligentes und ungemein fantasievolles Vergnügen vom im letzten Jahr auf dem Filmfestival in Venedig für sein Lebenswerk ausgezeichneten "Disney Japans", das trotz seiner Länge von über zwei Stunden keine Sekunde langweilig wird."

01. Juni 2006 | DAS SCHLOSS IM HIMMEL • Kritik • epd-film 06/2006

Auch nach 20 Jahren ist der Film für Stefan Höltgen in seinem nicht vorhandenen Gut-Böse-Schema ein Meisterwerk. "Gerade durch diesen Aspekt unterscheiden sich Miyazakis Filme vielleicht am deutlichsten vom Mainstream-Zeichentrick des Westens: 'Alles hat seine guten und seine schlechten Seiten', sagt der Regisseur im Interview. Und obgleich sein früher Film noch nicht die grafische Detailverliebtheit und fantastische Opulenz von späteren Werken wie DAS WANDELNDE SCHLOSS besitzt, bietet er doch in einer Minute mehr Fantasie und Einfallsreichtum als so mancher Disney-Film im Ganzen. Miyazakis SCHLOSS IM HIMMEL ist eine Entdeckung, die nun glücklicherweise auch in Deutschland gemacht wird. "

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