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GIB MICH DIE KIRSCHE!

GIB MICH DIE KIRSCHE!

Regie Peter Hüls
Oliver Gieth
Kinostart 01.06.2006

Kritiken • GIB MICH DIE KIRSCHE!

08. Juni 2006 | GIB MICH DIE KIRSCHE! • Kritik • critic.de

Die Bildcollage pendelt zwischen ästhetisierten Zeitlupenstudien vom eigentlichen Spielgeschehen und skurrilen Beobachtungen abseits des grünen Rasens, stellt Marcus Wessel fest. "Bedingt durch den breiten Adressatenkreis erfährt der eingefleischte Fußball-Fan im Laufe dieser 85 Minuten wirklich Neues ohnehin nicht. GIB MICH DIE KIRSCHE! stellt im Zweifel den Skurrilitätsfaktor vor alles andere. Qualifiziert sich ein Bilddokument zumindest für einen kurzen Lacher, steigen die Chancen, dass es letztendlich auch Verwendung findet. Wenn dann sogar Schlagersängerinnen wie Gaby Berger ihr „Warum grad ein Fußballspieler?“ als musikalisches Leitmotiv zum Besten geben dürfen, wird aus einer Fußball-Dokumentation endgültig ein verklärter Blick zurück in die gute alte BRD."

07. Juni 2006 | GIB MICH DIE KIRSCHE! • Kritik • Neues Deutschland

Laut Hans-Dieter Schütt gibt die Fußball-Dokumentation GIB MICH DIE KIRSCHE! Hoffnung. "Im Film verfolgt eine Kamera, in Zeitlupe, berückende Sekunden lang den laufenden Franz Beckenbauer. Eines seiner Körperteile ist der Ball. Der Film in einem seiner schönsten Momente, da jene Irrationalität siegt, angesichts derer doch jedes Moralisieren übers scheffelnde Millionärsdasein, jede so unangenehm fleißige Zuordnung des Sports zu kalter kapitalistischer Ökonomie nervend wirkt. Als bräuchte man geistigen Geleitschutz angesichts grassierender Manipulation durch öde Profiteure."

01. Juni 2006 | GIB MICH DIE KIRSCHE! • Kritik • Berliner Zeitung

Die beiden Filmemacher müssen mehr Archive ausgewertet haben als Guido Knopp, meint Bert Rebhandl. "GIB MICH DIE KIRSCHE! ist natürlich eine Siegergeschichte; die Fans aus dem Osten kommen vor, dürfen aber auch nur den Bayern zujubeln. 1974 ist ein gutes Jahr, um abzubrechen, denn danach kamen die Männer, die hier noch als Hoffnungsträger zu sehen sind, in die Jahre, blieben aber in der ersten Reihe. Der deutsche Fußball hat seine beste Zeit hinter sich. In GIB MICH DIE KIRSCHE! ist sie dokumentiert. Schuss, Tor, hinein!"

01. Juni 2006 | GIB MICH DIE KIRSCHE! • Kritik • Der Tagesspiegel

Julian Hanich ist nicht ganz begeistert: "Der Versuch, ihr pralles, überbordendes, hochwitziges Sammelsurium in kleine Blöcke einzuteilen, ist nur leidlich gelungen. Die Themen Frauenfußball, Amateurfußball, DDR-Fußball werden gestreift. Der Bundesliga-Skandal von 1971 wird angerissen. Die Verbindung von Fußball und Werbung wird berührt. Wie überhaupt alles wie am Check-in-Schalter kurz und bündig abgefertigt wird. Das hat mit Fußballgeschichtsschreibung nicht viel zu tun. Und doch reißt dieses verguidoknoppisierte Material ein bemerkenswertes historisches Fenster auf."

31. Mai 2006 | GIB MICH DIE KIRSCHE! • Kritik • fluter.de

Philipp Bühler sah eine Liebeserklärung an den deutschen Film. "Grober Unfug, das Ergebnis von zehn Jahren harter Arbeit ausgerechnet jetzt zu zeigen. Denn diese beglückende Archivschau zu zehn Jahren Profifußball in Deutschland ist für die Ewigkeit gemacht und hätte die Weltmeisterschaft 2006 als Aufhänger wahrlich nicht nötig gehabt. ... Aber um Titel, Tore und Tabellen geht es nur am Rande. GIB MICH DIE KIRSCHE! ist vor allem ein nostalgischer und sehr komischer Rückblick auf eine untergegangene Fußballkultur."

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