| Regie | Liz Friedlander |
| Kinostart | 25.05.2006 |
Der Film beginnt recht viel versprechend, meint Ernst Kramer, aber Aussage und Wirkung des Films bleiben halbgar und lasch. "Was Regisseurin Liz Friedlander aber nicht daran hindert, etliche Szenen mit den besten Konfliktdialogen der Schwarz-Weiß- und Reich-Arm-Thematik auszustatten. Die Hälfte davon hätte gereicht: Wenn die sozial benachteiligten Schüler/innen den privilegierten Lehrern/innen und sonstigen Figuren ständig superpfiffige Polemiken vor den Latz knallen, dann spricht das zwar für die hohe Ambition der Drehbuchschreiberin Dianne Houston, aber von dem vermutlich angestrebten authentischen Eindruck einer typischen New Yorker Ghetto-Schule bleibt nicht mehr viel übrig."
Was im wirklichen Leben vielleicht funktioniert und in einem Dokumentarfilm emotionalisiert, wirkt durch die filmische Überhöhung nicht zwangsläufig glaubwürdig oder rührend, schreibt Jörg Gerle. "Immer, wenn dem Tanzen mehr Raum gegeben wird als dem sozial engagierten Gefasel zwischen Lehrern und Schülern, fürchten die Produzenten um die Publikumskompatibilität. So wird in der Stunde fleißig gerappt und die klassisch angestaubten Gershwin-Rhythmen mit HipHop 'erträglich' gemacht. All das, was an Dulaines Vision radikal war, wird in DANCE! mit Blick aufs Publikum aufgeweicht. Es ist deshalb nicht mehr als ein zahnloser Gutmenschenfilm herausgekommen, dessen verpoppte Klassiksongs sich gut als Klingeltöne fürs Handy vermarkten lassen – die Erben Gershwins haben ihren Segen dazu gegeben."