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WORLD TRADE CENTER

WORLD TRADE CENTER

Regie Oliver Stone
Kinostart 28.09.2006

Kritiken • WORLD TRADE CENTER

29. September 2006 | WORLD TRADE CENTER • Kritik • Der Spiegel

Andreas Borcholte hat eine amerikanische Seifenoper gesehen: "Die ersten 20 Minuten von WORLD TRADE CENTER sind hervorragend, der Rest leider nicht. ... Ab hier ist WORLD TRADE CENTER kaum mehr als ein beliebiger Katastrophenfilm über ein Grubenunglück - das Wunder von Manhattan. Denn Oliver Stone, der ewige Querulant, der sich so gerne den amerikanischen Traumata widmet und sie in der Vergangenheit oft mit aufklärerischem Furor und politischer Brisanz sezierte, beschränkt sich darauf, mit ruhiger Hand und schwellendem Pathos die - authentische - Geschichte einer Rettung aus den Trümmern der Türme nachzuerzählen. Eine amerikanische Seifenoper."

28. September 2006 | WORLD TRADE CENTER • Kritik • Der Tagesspiegel

Christina Tilmann hat 15 Minuten mit Oliver Stone verbracht.

28. September 2006 | WORLD TRADE CENTER • Kritik • Frankfurter Rundschau

Rüdiger Suchsland hat es entdeckt: "Das Versprechen, mit dem dieser Film sein Publikum ins Kino lockt, ist daher keineswegs Spannung und Thrill eines Katastrophenfilms, sondern die Erbauung an einem glücklichen Geschehen im Schatten der Katastrophe, an einer kleinen Überlebensstory im Angesicht des großen Sterbens - und all dies überdies mit der Weihe der "Wahrheit" beglaubigt. ... Was da geredet wird, sprengt nie die Banalität eines konventionellen Hollywood-Dramas und ist nur damit zu rechtfertigen, dass es vielleicht eben den Tatsachen entspricht. Trotzdem wirken diese Männer nie glaubwürdig, sondern wie Drehbuchkonstrukte, Ideologie-Roboter, die aufsagen, was ihnen ein Autor in den Mund gelegt hat."

28. September 2006 | WORLD TRADE CENTER • Kritik • Neues Deutschland

Hanno Harnisch faßt seine Kritik wie folgt zusammen: "Filme leben von Bildern. Filme leben von Gefühlen. Aber eben auch von einer Geschichte, die erzählt wird. Bei Oliver Stones WORLD TRADE CENTER soll es die der Rettung zweier Polizisten sein. Es ist eigentlich eine unpolitische Geschichte. ... Wer bleibt schon den Ereignissen des neunten September gleichgültig gegenüber? Wohl niemand. Warum aber geht dieser Film dann so wenig unter die Haut? Wieso sind die Hinterbliebenenvereinigungen skeptisch, mit denen doch um jedes Detail gerungen wurde? Warum feilscht die Filmfirma um die Höhe des Geldes, das aus dem Einspielergebnis gespendet werden soll? So wahr die Geschichte auch ist, so unwahr ist dieser Film. Leider."

27. September 2006 | WORLD TRADE CENTER • Kritik • Der Spiegel

Rüdiger Sturm unterhält sich mit Regisseur Oliver Stone über sein 11.-September-Drama WORLD TRADE CENTER und die Kriegspolitik der Bush-Regierung.

27. September 2006 | WORLD TRADE CENTER • Kritik • Berliner Zeitung

Dokudrama und Patriotenoper in einem sah Anke Westphal. "Solche Geschichten vom Überleben erzählt das Kino immer wieder: Es sind Ermutigungsmaschinen, aber auch Demutsübungen. Denn immer wird hier ja das Schicksal des Einzelnen, der es schließlich doch schafft, vor dem Hintergrund jener vielen skizziert, die nicht überleben. Jenseits des dramatischen Mehrwerts, der Spannung, gibt es in solchen Filmen also auch einen moralischen, historischen und politischen. ... Die Frage ist also, wie Stone mit einem Film zurechtkommt, der zwangsläufig von Kontroll- und Machtverlust und von Trauer handeln muss. Nun, er kommt nicht besonders gut damit zurecht, und deswegen hat er zwei Filme in einem untergebracht."

27. September 2006 | WORLD TRADE CENTER • Kritik • Die Tageszeitung

Ein Werk über den Schmerz und das direkte Gegenstück zu Michael Moores FAHRENHEIT 9/11 sah Jan Distelmeyer. "Weil WORLD TRADE CENTER aber spürbar Angst davor hat, zu diesem Film zu werden, verlässt er immer wieder und für immer längere Zeit den Unglücksort, der in sich kein Trauma kennt und auch keine Nation, um draußen nach dem Rechten zu sehen. Denn da gibt es all das, was für die (bekannte und bekannt politische) Erzählung des 11. September wichtig ist ...Vielleicht ist dies tatsächlich die größte Überraschung: nicht die vermeintliche Differenz zum festgezurrten Autoren-Image, mit dessen Hilfe wir durch Filme zu navigieren gelernt haben, sondern die aus sich selbst herauswachsende Berechenbarkeit von WORLD TRADE CENTER. Ach, wie langweilig dieser Film doch ist!"

27. September 2006 | WORLD TRADE CENTER • Kritik • Neue Züricher Zeitung

Mit dem Katastrophenfilm seit 9/11 beschäftigt sich Andreas Maurer. "Manche der formal verwegensten Werke des Hollywoodkinos gehen auf das Konto Oliver Stones, dessen Drang, die Farben, Formate und Realitätsebenen kaleidoskopisch zu kombinieren, geradezu obsessiv wirkt. Ausgerechnet hier jedoch beschränkt er sich auf den Tunnelblick der beiden Verschütteten ... WORLD TRADE CENTER ist im Unterschied zu UNITED 93 kein Mahnmal (ermahnt wird niemand); vielmehr ist dies ein dem amerikanischen Charakter geweihtes Denkmal. Das zum Trost jedwedes Denken unterbindet."

07. September 2006 | WORLD TRADE CENTER • Kritik • Die Zeit

Die ZEIT veröffentlicht ein Videoporträt von Oliver Stone bei den Dreharbeiten zu WORLD TRADE CENTER.

03. September 2006 | WORLD TRADE CENTER • Kritik • Der Tagesspiegel

Die christliche Rechtfertigung des schmutzigsten Krieges des Gegenwart wird hier laut Jan Schulz-Ojala perfekt gemacht. "Dass WORLD TRADE CENTER, vor allem in den klaustrophobischen Szenen der mit dem Tod ringenden Polizisten, immer wieder bewegende Augenblicke hat, gehört zum Geschäft; ebenso die extreme Ausbeutung der mit beiden Schicksalen verbundenen family values, mit denen derzeit fast jede Hollywood-Major-Produktion Kasse zu machen sucht."

02. September 2006 | WORLD TRADE CENTER • Kritik • Die Tageszeitung

Spike Lees "Katrina"-Dokumentation Oliver Stones 9/11-Film WORLD TRADE CENTER zunichte, behauptet Cristina Nord. "Warum? Weil einem WORLD TRADE CENTER jede Möglichkeit nimmt, den Film anders denn als Vehikel einer stockkonservativen Weltsicht zu betrachten, als Vehikel einer Weltsicht, die zur Grundlage hat, dass es um die Vereinigten Staaten von Amerika bestens bestellt wäre, gäbe es nicht die Bedrohung von außen. Lee aber dementiert genau diese Weltsicht."

13. August 2006 | WORLD TRADE CENTER • Kritik • Der Tagesspiegel

Triefenden Patriotismus hat Matthias B. Krause wahrgenommen. "Mit der gleichen handwerklichen Makellosigkeit und aus derselben Perspektive hätte Stone auch von einem Grubenunglück erzählen können. Oder von der Rettung eines Kätzchens, das in einen Brunnen fiel, wie das "Time Magazine" spitz bemerkte."

10. August 2006 | WORLD TRADE CENTER • Kritik • Die Tageszeitung

Wie Sebastian Moll weiß, gab es rechten Applaus für den Regisseur. "Mit seiner Betonung traditioneller Familienwerte sowie des christlichen Glaubens hat Stone in seinem Film freilich einer solchen Indienstnahme durch die Rechte - willentlich oder unwillentlich - Vorschub geleistet. Den Ereignissen des 11. September einen anderen Rahmen zu geben, als den, der vom konservativen Mainstream in Amerika seit dem 12. September 2001 vorgegeben wird, scheint in den USA wohl immer noch nicht möglich zu sein. Auch nicht für Oliver Stone."

10. August 2006 | WORLD TRADE CENTER • Kritik • Der Spiegel

Kritiker und Außenstehende mag die unpolitische Banalität des Films enttäuschen, aber die New Yorker zieht er in seinen Bann, schreibt Sebastian Heinzel von der Premiere des Films. "Stone presst den Plot in ein tausendfach bewährtes Hollywood-Format: Die unter den Überresten der Türme begrabenen Helden entscheiden sich zur Heldenhaftigkeit, sie gehen durch die Katharsis einer Katastrophe samt Weichzeichner-Rückblenden und religiösen Visionen, und schlussendlich wird die glückliche Kleinfamilie Amerikas wiederhergestellt. Es könnte sich auch um ein beliebiges Grubenunglücks-Drama handeln, betrachtet man nur das Story-Gerüst, das Wunder von Manhattan."

10. August 2006 | WORLD TRADE CENTER • Kritik • Die Zeit

Für Colum McCann ist WORLD TRADE CENTER ein Katastrophenfilm mit Einfühlung. "Das Rätsel von Stones Film, der das Zeug zu einem weltweiten Blockbuster hat, besteht darin, dass er präzise ist und erschüttert, auch wenn er gelegentlich etwas pietätvoll daherkommt. Es geht um das tiefe Bedürfnis nach Katharsis, nicht um Sieg. Stone hält keine politische Rede. Er fühlt dem Verletzten den Puls. Der Film spricht das Gute in uns an – unsere Menschlichkeit und unser tiefes Bedürfnis nach Helden –, ignoriert aber die Folgen."

08. August 2006 | WORLD TRADE CENTER • Kritik • Berliner Zeitung

Das ganze Drumherum lässt den Film für Anke Westphal fragwürdig erscheinen. "Im Film werden zwei schwer verletzte Polizisten viele Stunden nach den Anschlägen vom 11. September lebend aus den Trümmern des World Trade Centers geborgen. Die aufgeklärte Linke ist jetzt enttäuscht von der bunten Jesus-Figur, die im Film den Verschütteten erscheint, weil diese nun mal katholisch sind. Der Regisseur indes tat, was er auch früher schon getan hat: Er rührte an ein nationales Trauma. Neu ist nur, dass erstmalig ein Stone-Film unter 17 Jahren frei gegeben wurde."

06. August 2006 | WORLD TRADE CENTER • Kritik • Der Tagesspiegel

Wie Matthias B. Krause weiß, sind ausgerechnet die Konservativen von den Oliver Stone-Film begeistert. "Wieder hat Stone ein Stück gedreht, das das Zeug hat, als offizielle Geschichtsschreibung in die Historie seines Landes einzugehen. Nur, dass dieses Mal die Wut fehlt. ... Vielleicht tun sich die Kritiker einfach schwer mit der Vorstellung, dass so ein Agent Provocateur wie Stone einen so gradlinigen Film drehen kann. Handwerklich brillant, bestätigen ihm die meisten, aber eben kaum zu unterscheiden von einem Steven Spielberg etwa."

05. August 2006 | WORLD TRADE CENTER • Kritik • Der Spiegel

Wie der SPIEGEL berichtet, kritisieren vor allem Hinterbliebene von Opfern der Anschläge am 11.09 den Oscar-Preisträger Oliver Stone und seinen Film WORLD TRADE CENTER scharf.

02. August 2006 | WORLD TRADE CENTER • Kritik • Frankfurter Rundschau

Eva C. Schweitzer schreibt über den PR-Feldzug für den Film.

31. Juli 2006 | WORLD TRADE CENTER • Kritik • Berliner Zeitung

In Amerika erhitzt der Film die Gemüter. Eva Schweitzer berichtet.

23. Mai 2006 | WORLD TRADE CENTER • Kritik • Der Spiegel

Aller Argwohn gegenüber Regisseur Oliver Stone zerstreute sich bei Andreas Borcholte schnell: "Die Fassungslosigkeit und das lähmende Entsetzen auf den Gesichtern der Polizisten, die am Morgen des 11. Septembers realisieren, dass etwas Schreckliches passiert sein muss, überträgt sich direkt auf den Zuschauer. Mit zugeschnürter Kehle sieht man zu, wie sich die Beamten nach dem Einschlagen des ersten Flugzeugs durch das New Yorker Verkehrschaos immer näher an die qualmenden Türme des World Trade Centers heranarbeiten. ... Geradewegs hinein in die Hölle aus umherwirbelnden Papierfetzen, Staubwolken und blutüberströmten Menschen wird der Zuschauer geführt; mit großer Suggestivität lässt Stone den Horror real werden."

23. Mai 2006 | WORLD TRADE CENTER • Kritik • Berliner Zeitung

Laut Anke Westphal zeigt Oliver Stome "heldenhafte Männer bei der Arbeit: New Yorker Polizisten, die vom Crash der Flugzeuge in die Twin Towers schockiert sind, aber doch ihre Pflicht tun. Stone zeigte auch, dass er in seinem Film zeigen will, wie es sich wohl angefühlt hat für Polizisten und Feuerwehrleute, mitten im Chaos - und vor allem voll in Action. Nach diesen zwanzig Minuten erwartet man nun einen Katastrophenfilm wie andere auch. Hoffentlich enttäuscht einen Oliver Stone da noch."

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