Film-Zeit auf  Film-Zeit bei Facebook   Film-Zeit auf Twitter

TRISTAN & ISOLDE

TRISTAN & ISOLDE

Regie Kevin Reynolds
Kinostart 18.05.2006

Kritiken • TRISTAN & ISOLDE

18. Juni 2006 | TRISTAN & ISOLDE • Kritik • Berliner Zeitung

Für Stephan Speicher ist der Film sogar noch schlimmer als das Mittelalter. Er "ist von quälender Langeweile. Einmal hat man viel Wert auf eine effektvolle Ausstattung gelegt, auf saftig eindrucksvolle Bilder jener Rauheit, die man vom Frühmittelalter erwarten kann: Ledermonturen, geflochtene Wände, Spießbraten. Andererseits wird gespielt wie in der Fernsehserie. Mit dem Naturalismus des Jahres 2006 lümmeln sich Feldherrn in der Türfüllung und fallen Jungfrauen lästig. Drittens ist die Psychologie wieder die dürftigste. Da waren Gottfried von Straßburg und Richard Wagner bei weitem mehr auf Draht."

18. Juni 2006 | TRISTAN & ISOLDE • Kritik • Junge Welt

Die aktuelle Verfilmung des Stoffes läßt die Rätsel weg und konzentriert sich auf die Brutalitäten, kritisiert Peer Schmitt. "Die Vorlagen hätten ein wesentlich zeitgemäßeres Modell zur Verfügung stellen können. Das allmähliche »Fading out« dieser Liebe während der zwischenzeitlichen Verbannung des Paares in den Wald. Am Ende wird ja selbst diesem Paar das Paarsein ein bißchen langweilig (und in den frühen Fassungen ist auch die Wirkung des verfluchten Trankes zeitlich begrenzt). Aber Liebe ist hier eh nur pragmatische Nebensache. Dieser Tristan interessiert sich eher für Machtpolitik. Zeichen der Zeit, zurück zu den Ursprüngen, weg mit den sentimentalen Verfeinerungen."

17. Mai 2006 | TRISTAN & ISOLDE • Kritik • fluter.de

Thomas Winkler hat die Ritterromanze weniger erträglich gefunden. "Zwar hat die alte keltische Sage, auf der sowohl Oper als auch dieser Film beruhen, von flotten Schwertkämpfen über politische Intrigen bis zu verbotener Liebe alle Zutaten für ein deftiges Historienspektakel. Nur leider ist die Geschichte von der unseligen Affäre zwischen dem flotten Ritter aus Cornwall und der irischen Prinzessin mitunter so dilettantisch umgesetzt, dass vor allem der direkte Vergleich zu Blockbustern wie GLADIATOR (2000) oder ALEXANDER (2004) schmerzt."

17. Mai 2006 | TRISTAN & ISOLDE • Kritik • br-online.de

Margret Köhler hat ins Taschentuch geschnieft. "Unterdrückte Gefühle, wehmütiger Verzicht und eine alle Skrupel wegfegende Passion, dazu bedingungslose Treue zum Feldherrn und zur Sippe – da kommen nicht nur ewige Romantiker auf ihre Kosten. ... Hübsch anzuschauende Burgfeste, galante Turniere und brutale Gefechte wechseln einander ab, ein buntes Bilderbuch aus dem finstren Mittelalter, bei dem die Dialoge allerdings ziemlich anachronistisch wirken und die Engländer die Guten, die Iren die Bösen sind. ... Alles in allem: ein abenteuerliches Märchen aus dem Mittelalter mit einer modernen Heldin, heldenhaften Rittern und großem Schauwert."

11. März 2006 | TRISTAN & ISOLDE • Kritik • film-dienst 10/2005

Für Jörg Gerle ist diese Verfilmung weniger romantisch und eher naturalistisch. "Damit ist Reynolds ein modernes Drama in historischer Kulisse gelungen, das versucht, die tragisch-emotionale Ebene mit dem Action-Aspekt der Kämpfe zwischen Briten und Iren so zu verbinden, dass keine Publikumserwartungen enttäuscht werden. „Tristan & Isolde“ ist zwar mitunter arg dialoglastig, was man ihm ebenso als dramaturgische Schwäche auslegen könnte wie die mitunter ein wenig unspektakulär geratenen Kampfsequenzen. Andererseits befindet man sich hier weder im Reich der Elben noch des gewollt peppigen KING ARTHUR oder des verpoppten RITTER AUS LEIDENSCHAFT, sondern in einem Film, der bemüht ist, sein Sujet ernst zu nehmen."

Weitere Filme, die euch interessieren könnten

Aktueller Stand der Datenbank:
18738 Filme,
72604 Personen,
6594 Trailer,
873 Biographien,
54 Themen & Listen
all: 0,35532