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AALTRA

AALTRA

Regie Benoît Delépine
Gustave de Kervern
Kinostart 04.05.2006

Kritiken • AALTRA

06. Mai 2006 | AALTRA • Kritik • Die Tageszeitung

Gekonnt verschweißt das Filmteam laut Dietmar Kammerer Roadmovie, bitterböse Komödie, Dokumentarismus und Stummfilmgroteske. Die Regeln der Stand-up-Comedy werden auf den Kopf gestellt: "stumme Situationskomik statt schlagfertigem Wortwitz, Hinsetzen statt Aufstehen. Die Reise der beiden Protagonisten inszenieren sie als eine Abfolge absurder Stationen: als hätten zwei Beckett-Figuren sich doch noch aufgemacht und wären unterwegs in einen Buster-Keaton-Film geraten. Unbeweglich an ihr fahrendes Mobiliar geklammert, erbärmlich und heroisch zugleich, tuckern sie ihrem Schicksal entgegen."

04. Mai 2006 | AALTRA • Kritik • Berliner Zeitung

Durchgeknallt, fies und doch lustig findet Anke Westphal AALTRA, die bei dem Film Tränen gelacht hat. "Aus dem Minimalismus der Szenerie, der frappierenden Maulfaulheit seiner Protagonisten und der absurden Idee, dieselben im Rollstuhl durch halb Europa trampen zu lassen, entwickelt dieser Film die hinterlistigste Reflexion über Mobilität, Mitleid und Diskriminierung: grobkörnig und voll schwarzen Humors. Wem immer die Filme von Jacques Tati, Otar Iosseliani und Aki Kaurismäki etwas bedeuten, wird hier glücklich werden."

03. Mai 2006 | AALTRA • Kritik • fluter.de

Wie Michael Brake weiß, ist der Film "Albert Libertad gewidmet, einem einbeinigen französischen Anarchisten, der vor rund hundert Jahren lebte und sich durch eine ausgeprägte Respektlosigkeit auszeichnete. Sein Geist umweht auch die Protagonisten und verleiht ihnen eine Kotzbrockigkeit, die endgültig jegliche Anflüge von Mitleid bei den Zuschauer/innen im Keim erstickt ... Stilistisch ist das Ganze sehr straight ein Autorenkino-Roadmovie, das teilweise stark an die Filme von Jim Jarmusch erinnert. Geduldig und mit langen Pausen werden viele kurze Episoden aus einer von skurrilen Personen bevölkerten Welt erzählt."

25. April 2006 | AALTRA • Kritik • film-dienst 09/2006

Hoffnungsvolles Ende oder nicht: Jens Hinrichsen mag den Film. "Absurder Bildwitz und Situationskomik dominieren, die körnige Schwarzweißästhetik unterstreicht den Charakter einer Stummfilmgroteske. ... Das Schöne an den mal brachialen, mal absurden Stationen von AALTRA, mit denen Delépine/Kevern an der landläufig eher verkrampften Haltung gegenüber Behinderten respektlos rütteln, ist der spürbare Improvisationsgeist vieler Szenen. Nicht wenige davon wurden mit versteckter Kamera gefilmt. So spiegelt sich echtes Entsetzen in Gesichtern von Geschäftsmännern, die Kevern beim Betteln am Schlips packt."

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