| Regie | Raja Gosnell |
| Kinostart | 27.04.2006 |
Carmen Böker lästert über den Film: "Im Falle von DEINE, MEINE UND UNSERE - ein Remake des gleichnamigen '68er Films mit Lucille Ball und Henry Fonda - handelt es sich allerdings um höchst schablonenhaft inszenierte und durchkreischte Tumulte, deren Qualität es mit der Quantität von insgesamt 18 Sprösslingen nicht aufzunehmen vermag."
Silke Kettelhake glaubt dem Presseheft nichts. "Die Patchworkfamilien wollen sich nicht zum Zusammenhalten zwingen lassen, die Lebensstile sind mehr als nur Stil, sind gegensätzliche Lebenshaltung. Aber es ist ja schließlich ein Hollywood-Film und also muss alles gut ausgehen im quatschigen Chaos."
Für Ulrich Kriest ist die Komödie ein Symptom gesellschaftlicher Entwicklungen. "Am Ende ist die Lösung ein (fauler) Kompromiss: Militärische Strukturen zur Organisation des Alltagsleben sind legitim, aber man muss es selbst wollen – durch Einsicht in ihre Notwendigkeit, nicht bloß auf Befehl. DEINE, MEINE UND UNSERE ist also eine romantische Komödie über die innere Mobilmachung einer Gesellschaft, in der Funktionalität höher geschätzt wird als Kreativität."
Carlos Gerstenhauer wundert sich, warum er im Jahr 2006 erneut von dieser Drehbuchkonstruktion heimgesucht wird. "Kein Wunder, dass bei solchen Filmen das Publikum das Kino meidet. Da wird im Zuge des Marketings von "toller Besetzung", "romantischer Komödie" "alles andere als ein Remake" gefaselt und doch wissen alle, dass wir es hier mit leeren Werbephrasen zu tun haben. Jedes Fernsehspiel hat mehr Herz, Einfallsreichtum und Finesse als dieser Film. ... Es gibt ein filmisches Mittelmass, das ist ärgerlicher als jeder Dilettantismus, denn selbst ein Nichtkönner verfügt noch über eine Portion Wagemut."