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HOSTEL

HOSTEL

Regie Eli Roth
Kinostart 27.04.2006

Kritiken • HOSTEL

29. April 2006 | HOSTEL • Kritik • Die Tageszeitung

Andreas Busche sieht die große Tradition des amerikanischen Splatterfilms mit HOSTEL fortgesetzt. "Das Betreten der falschen Gegend wird gnadenlos bestraft. Die Mischung aus nationaler Hybris und latentem Selbstekel, die den "American Horror" der Siebzigerjahre kennzeichnet, funktioniert heute wieder prächtig ... HOSTEL spielt recht plakativ mit dem Zeichenrepertoire des Splatterfilms, dringt darüber aber zu seinem hysterischen Kern vor: dem Unbehagen vor dem "Anderen"."

27. April 2006 | HOSTEL • Kritik • Berliner Zeitung

HOSTEL führt die Extreme von Horror und Porno zusammen, behauptet Peter Uehling. Das geht so weit "wie man sich das noch trauen kann, wenn man nicht gleich auf dem Index landen will. Weil der Schrecken des Horrorfilms oft aus der Verdrängung des Sexuellen entsteht, meidet er die Bilder des Sexuellen; weil der Pornofilm zumeist nicht mehr sein will als Dienstleistung für den einsamen Kunden, meidet er die Bilder des Irrsinns, die hinter seiner reduzierten Auffassung des Menschen stehen. ... Roth erzählt stolz, dass bei Testvorführungen gekotzt und in Ohnmacht gefallen wurde. Es ist der Stolz des Intellektuellen, auf der somatischen Ebene etwas geleistet zu haben. Denn intelligent ist der Film ohne Zweifel darin, wie er alle Interpretationsklischees durchkreuzt, vor Anspielungen auf asiatische Horrorfilme nur so strotzt."

27. April 2006 | HOSTEL • Kritik • Junge Welt

Anfänglich fühlte sich Wladek Flakin gelangweilt. "So richtig ernst meint der Film es mit dieser Moral nicht. Er will ja in erster Linie unterhalten. Unwillkürlich denkt man während der Gewaltexzesse an die reale Folterpraxis des US-Imperiums. Es werden ja in Osteuropa tatsächlich Menschen so gequält – jedoch nicht von gelangweilten Geschäftsmännern, sondern von der CIA. Während sich die Geschäftsmänner darüber unterhalten, welchen Kick es bietet, einen Menschen langsam zu töten, gibt die CIA keine Gründe an, außer natürlich 'Terrorismusbekämpfung'."

26. April 2006 | HOSTEL • Kritik • fluter.de

In dem Gewaltspektakel fühlte sich Andreas Busche gut aufgehoben. "HOSTEL ist die reine Lehre der jüngsten Horrorfilm-Exzesse, ein von Handlung und Psychologie befreites Gewaltspektakel mit einigen notdürftig ironischen Untertönen ... Und Roth spart kein Detail aus. Der Spaß, den er dabei entwickelt – der japanische Regisseur Takashi Miike hat einen klasse Cameo-Auftritt –, nutzt sich nach einiger Zeit jedoch etwas ab. Es scheint, als wolle er die Grenzen des Mach- und Zeigbaren um jeden Preis ausloten. Das funktioniert besser, als Roth am Ende lieb sein kann."

25. April 2006 | HOSTEL • Kritik • film-dienst 09/2005

Anfangs wurde René Classen den Eindruck nicht los, daß der Regisseur mit der kulturellen Arroganz seiner Landsleute abrechnen will, aber der Film ändert bald seine Richtung. "Gab es bis zu Joshs Tod noch unangenehm dichte Momente, verflacht der Film in der zweiten Hälfte zum banalen Actionkino, das mit extremer Gewalt die Aufmerksamkeit der Medienöffentlichkeit zu erkaufen versucht. Doch selbst die Akte des Terrors in HOSTEL sind im Grunde nicht der Rede wert, da Roth es nicht durchhält, sie aus der – in der Tat unerträglichen – Perspektive des Opfers zu zeigen, sondern frühzeitig in die bequem konsumierbare Illusion flüchtet, dass es auch aus ausweglosen Situationen für echte Helden immer einen Ausweg gibt."

25. April 2006 | HOSTEL • Kritik • br-online.de

Gehetzt und letztlich unbefriedigend findet Florian Kummert den Horrorstreifen. "Nettes Geplänkel und nacktes Fleisch, aber leider auch eine fade Charakterisierung, die kein Mitgefühl aufkommen lässt, wenn es später den drei Reisenden an die Körperteile geht. HOSTEL hat in Horror-Fankreisen eine Reputation als Extrem-Shocker, der bis an die Grenzen des Erträglichen geht. Roth mutet dem Publikum in der Tat viel zu. Doch ein guter Horrorfilm ist HOSTEL nicht. Der Film erzeugt nie Angst, Furcht oder Beklemmung beim Zuschauer."

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