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SUMMER PALACE

SUMMER PALACE

Regie Lou Ye

Kritiken • SUMMER PALACE

03. Dezember 2006 | SUMMER PALACE • Kritik • Der Tagesspiegel

Hendrik Lakeberg ist sehr angetan von dem leidenschaftlichen und intimen Epos: "Eine strenge Erzählökonomie interessiert Regisseur Lou Ye nicht. So wie seine Figuren rastlos suchend durch ihr Leben ziehen, lässt er seine Kamera umherschweifen – in langsamen Bewegungen ertastet sie die Umgebung der Protagonisten. Passend dazu durchzieht eine zeitlupenhafte Melancholie diese aufwühlend erzählte Liebesgeschichte."

30. November 2006 | SUMMER PALACE • Kritik • Berliner Zeitung

Rüdiger Suchsland spricht mit dem chinesischen Regisseur Lou Ye, der in SUMMER PALACE als erster Chinese vom Massaker auf dem Tiananmen-Platz erzählt.

19. Juli 2006 | SUMMER PALACE • Kritik • Die Tageszeitung

Laut Susanne Messmer berichten chinesische Filmemacher, dass es einfacher wird, sich mit einer zunehmend pragmatischen Zensur zu arrangieren. Die Kritiker berichtet auch von SUMMER PALACE.

20. Mai 2006 | SUMMER PALACE • Kritik • Berliner Zeitung

Laut Anke Westpahl bricht der Film gleich ein ganzes Bündel chinesischer Tabus. "Dabei geht es SUMMER PALACE keinesfalls um den Skandal - dieser Film ist vielmehr eine melancholische Etüde über Pop und Protest - und die relative Ereignislosigkeit, die man Normalität nennt und die solchen biografischen Ausnahmezuständen zwangsläufig folgt."

20. Mai 2006 | SUMMER PALACE • Kritik • Der Tagesspiegel

Für Jan Schulz-Ojala reißt der Regisseur den Himmel des Kinos auf. "Er dreht einen Film mit Mängeln, ein Epos, das kein Schmerzensende finden will und ihm doch zitternd entgegentaumelt, ein trauriges Heldinnenleben lang. Ein Film mit einer eigentlich unverzeihlichen Musik aus Celli und Klavier, hineinorchestriert auch noch in Liebesseufzer und -jauchzer, und plötzlich verwandelt sie sich in eine stets mitlesbare Partitur der Gefühle. Ein Film mit voice over noch und noch, mit einem Mädchen- und Frauentagebuch, ein Film, der keine Sünde und Länge des Kinos scheut und dann wieder alle Einwände aushebelt mit einer Szene, einem Bild."

19. Mai 2006 | SUMMER PALACE • Kritik • Die Tageszeitung

Etwas ist aus den Fugen in der Seele dieser jungen Frau, doch was das ist, erschließt sich für Cristina Nord nicht so recht. Es bleibt "im Vagen, was auf dem Spiel steht. Lou Ye scheint angezogen von der sinnlichen Seite des Aufruhrs, Analyse ist seine Sache nicht. So unvermittelt die Proteste in den Film treten, so jäh verschwinden sie daraus ... Interessant ist dabei, wie der chinesische Regisseur auf Berlin blickt: Er entwirft die Stadt als Paradies der brachen Flächen und verfallenden Altbauten; Aufnahmen der Demonstrationen zum 1. Mai rücken den Kreuzberger Heinrichplatz in eine rätselhafte Nähe zum Platz des Himmlischen Friedens."

18. Mai 2006 | SUMMER PALACE • Kritik • Der Spiegel

Die sonst in chinesischen Filmen übliche Linientreue und Sittenstrenge hat Lars-Olav Beier vermißt. "Ungewohnt explizit setzt Lu Ye die politischen und sexuellen Aufwallungen ins Bild, in den Betten und auf den Straßen herrscht Aufbruchstimmung, und auf einmal findet sich der Zuschauer mitten auf dem Platz des Himmlischen Friedens wieder und weiß nicht, ob er einem Rendezvous oder einer Revolte bewohnt. ... SUMMER PALACE ist das präzise Porträt einer Frau, die dem Unterleib statt dem Überbau vertraut, die sich einfach die Freiheit nimmt, ihren körperlichen Bedürfnissen zu folgen, und für die Sex die höchste Form menschlicher Kommunikation ist."

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