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BABEL

BABEL

Regie Alejandro González Inárritu
Kinostart 21.12.2006

Kritiken • BABEL

06. März 2012 | BABEL • Kritik • wieistderfilm.de

Philipp Stroh schreibt: "Neben einer gewohnt guten Cate Blanchett (Coffee and Cigarettes) gelingt es Brad Pitt mit tiefen Falten und graumeliertem Haar wie nur ganz selten, sich vollständig von einem Schönling-Image zu lösen und bodenständig einen verzweifelten Ehemann und Vater zu portraitieren. Lediglich der Eindruck, dass sich der Japan-Handlungsstrang nicht ganz so gut eingliedert, weil die Verbindung zum Rest doch arg lose ist, bleibt als kleines Manko der Komposition zurück."

22. Dezember 2006 | BABEL • Kritik • Der Spiegel

Rüdiger Sturm spricht mit dem Regisseur über die Schranken in den Köpfen, die Vermenschlichung von Brad Pitt und das Rezept, um richtig zu leben.

21. Dezember 2006 | BABEL • Kritik • Die Tageszeitung

Andreas Busche führt ein Interview mit Regisseur Alejandro González Inárritu über parallele Handlungsstränge, Zufälle und Beziehungskrisen zwischen Regierungen.

21. Dezember 2006 | BABEL • Kritik • Der Spiegel

Andreas Borcholte kritisiert amerikanische Kritiker: "Vor allem amerikanische Kritiker warfen Iñárritu vor, dass er die Erzählstränge seines Films so geschickt miteinander verzahne, in so suggestive Bilder kleide und mit so eindringlicher Musik verziere (sie stammt von Oscar-Preisträger Gustavo Santaolalla), dass man am Ende zu fasziniert von so viel Kinohandwerk ist, um noch zu merken, dass es um nichts geht als einen bloßen Katzenjammer über die große Misskommunikation auf Erden. Tatsächlich ist es vielleicht genau diese Simplizität, die BABEL zu einem der erstaunlichsten Kino-Ereignisse des Jahres macht."

21. Dezember 2006 | BABEL • Kritik • Frankfurter Rundschau

Ein Poem der Verletzlichkeit sah Heike Kühn. "Im Gegensatz zu Iñárritus vorangegangenen Filmen AMORES PERROS und 21 GRAMM, die mit seinem neuen Meisterwerk eine Trilogie bilden, ist das Unglück in BABEL nicht alles. Anstelle des Turms zu Babel, der den Menschen zur Selbstanbetung verführte, spricht die Konstruktion dieses Films für die Kunst, die Bau-Lücke zwischen Völkern und Individuen, zwischen Gott und den Menschen zu füllen: Herausragend in seiner visuellen Tektonik, demütig in seiner Rücksichtnahme auf die Bodenhaftung einer oftmals grausamen Realität."

21. Dezember 2006 | BABEL • Kritik • Die Zeit

Ulrich Greiner empfiehlt folgendes: "Wer noch nie einen Film des genialen mexikanischen Berserkers Alejandro Gonzáles Iñárritu gesehen hat, sollte sich BABEL anschauen, ein gewaltig ausgreifendes Werk, das verträglicher und zugänglicher ist als die früheren Filme. Was aber nur bedeutet, dass die Brutalität, mit der Babel ins Herz des Zuschauers schneidet, etwas weniger heftig ist als in AMORES PERROS (2001); und dass sich das Chaos der neben- und gegeneinander laufenden Geschichten etwas früher lichtet als in 21 GRAMM (2004). Und wenn der Gedanke der Schönheit auch das Schreckliche einschließt (siehe Rilke), dann ist BABEL schön."

20. Dezember 2006 | BABEL • Kritik • Berliner Zeitung

Bert Rebhandl spricht mit Regisseur Alejandro González Inárritu über seinen Film BABEL, Mexiko und linkspopulistische Regierungen.

20. Dezember 2006 | BABEL • Kritik • Der Tagesspiegel

Julian Hanich erzählt der Regisseur einiges über sein Gefühlskino und die Angst vorm Stereotyp.

20. Dezember 2006 | BABEL • Kritik • Der Tagesspiegel

Nicht der Mensch, sondern das Schicksal ist hier Hauptakteur, schreibt Karl Hafner. "Der Plot ist hochgradig artifiziell und nicht zwingend. Natürlich. Dass er trotzdem stimmig und unangestrengt wirkt, liegt daran, dass Iñárritu seinen Bildern Bezüge und Parallelen jenseits der Handlung zutraut. Neben allen Mitteilungsproblemen gibt es bei ihm eine universelle Grammatik der Gesten und Gesichtsausdrücke, die beredt werden, wenn keine Sprache mehr möglich ist. In der Angst oder in der Freude, in der Panik oder im Gefühl des Verlusts werden die Gesichter gleich. Da ist es egal, ob jemand aus dem amerikanischen Mittelstand kommt, muslimischer Schafhirte oder japanischer Teenager ist."

20. Dezember 2006 | BABEL • Kritik • Jungle World

Für Esther Buss perfektioniert BABEL die Technik der Parallelmontage, doch die spektakuläre Dramaturgie kaschiert nicht die alttestamentarische Moralität der Erzählung. "Das Timing ist immer perfekt. Iñárritu weiß genau, wann es wieder Zeit ist, den Schauplatz zu wechseln, und welche Informationen er wann geben darf. Seit Filmen wie TRAFFIC, SYRIANA oder auch L.A. CRASH ist diese Form der Parallelmontage zu einer regelrechten Disziplin avanciert. Mitunter aber, und das ist auch bei Iñárritu nicht anders, hat man das Gefühl, es gehe immer mehr darum, die virtuose Beherrschung einer Erzähltechnik vorzuführen."

27. Mai 2006 | BABEL • Kritik • Die Tageszeitung

Cristina Nord hat nochmals nachgedacht: "González Iñárritu streut das Puzzle seiner drei Erzählstränge zwar so versiert aus, dass man ihm gerne dabei zusieht, wie er nach und nach die einzelnen Teile zusammensetzt. Doch je länger man darüber nachdenkt, wie unbarmherzig der Regisseur die Figuren in ausweglose Situationen treibt, um sie am Ende - einem gütigen Gott gleich - daraus zu erlösen, umso kalkulierter wirkt BABEL."

24. Mai 2006 | BABEL • Kritik • Der Spiegel

Der erstaunliche und mitreißende Film vollbrachte laut Andreas Borcholte ein Wunder. "Es ist ein komplexes Unterfangen, vier Sprachen, drei Schauplätze und diverse Laiendarsteller, darunter marokkanische Dorfbewohner, in eine funktionierende Filmhandlung zu verwandeln. Iòárittu schafft es mit eindringlichen Szenen, die vom bewährten BROKEBACK MOUNTAIN-Team Rodrigo Prieto (Kamera) und Gustavo Santaolalla (Musik) traumhaft inszeniert werden." Zudem liefert Brad Pitt mit tiefen Runzeln und meliertem Haar eine seiner bisher besten Rollen ab.

24. Mai 2006 | BABEL • Kritik • Die Tageszeitung

Laut Cristina Nord arbeitet BABEL "mit Situationen, die sich umso dramatischer zuspitzen, je mehr Missverständnisse es zwischen den Akteuren gibt. ... In jedem der Handlungsstränge verwendet González Iñárritu zwei Sprachen: englisch und spanisch in Kalifornien und Nordmexiko, englisch und arabisch in Marokko, japanisch und Gehörlosensprache in Tokio, und immer wieder gibt es Augenblicke, in denen eine Figur der anderen nicht zuhört und dadurch den tragischen Lauf der Dinge beschleunigt."

24. Mai 2006 | BABEL • Kritik • Der Tagesspiegel

Das Einfache – und einfach Erzählte – ist die Sache des Regisseurs nicht, schreibt Jan Schulz-Ojala. "In BABEL kommen auch die Gourmets auf ihre Kosten. Wieder gibt es drei miteinander lose verknüpfte Episoden, aber endlich sind sie virtuos erzählt. Und abseits gewisser Soap-Schlüsselreize, denen er sich auch diesmal nicht ganz versagen will, hat Iñárritu tatsächlich etwas zu erzählen. ... BABEL ist ein großartiges Epos, inspiriert durch den babylonisch vernetzten Lebenswirrwarr unserer Tage – und der erste ernsthafte Palmen-Konkurrent für Pedro Almodóvar, der mit VOLVER das Festival anfangs verzaubert hatte."

26. Mai 2005 | BABEL • Kritik • Berliner Zeitung

Anke Westphal ist begeistert: "Ein einziger Schuss genügt dem mexikanischen Regisseur, um arabische, westliche, südamerikanische und asiatische Welten zu verbinden. ... BABEL ist ein perfekter Film über kulturelle Codes und die Schwierigkeiten der (Völker-) Verständigung: darüber, was einen wo zum Außenseiter macht."

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