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TAGE DES RUHMS

TAGE DES RUHMS

Regie Rachid Bouchareb

Kritiken • TAGE DES RUHMS

15. Dezember 2006 | TAGE DES RUHMS • Kritik • Berliner Zeitung

Ein längst überfälliger Akt der Rehabilitation ist der Film für Gerhard Midding. "Boucharebs Film, den allein in den ersten beiden Wochen über anderthalb Millionen Zuschauer gesehen haben, hat indes eine weit übergreifendere Bedeutung für die aktuelle Debatte über Integration gewonnen. Die Helden sehen aus wie Jungs aus den Vorstädten, bieten mithin den Einwandererkindern die Möglichkeit, sich ihrer eigenen, traditionsreichen Identität als Franzosen zu versichern. Der Film folgt dem Prinzip der Repräsentation, von dem die amerikanischen Kriegsfilme der 40er Jahre geprägt sind."

25. Oktober 2006 | TAGE DES RUHMS • Kritik • Jungle World

Laut Bernhard Schmid rührt der Film Frankreich und seinen Präsidenten. "Französische Veteranen, die nach 1945 keine militärische Karriere einschlu­gen, erhalten für ihre Jahre im Zweiten Weltkrieg ein paar hundert Euro im Jahr, für die "Eingeborenen" sind es unter 100 Euro jährlich. Diese Ungerechtigkeit war seit langem bekannt, 2001 verurteil­te der Oberste Gerichtshof deswegen sogar die Regierung. Dennoch rührte sich bis in diesem Jahr nichts. Offenkundig musste erst ein Film in die französischen Kinos kommen, um an diesem Tabu zu rütteln."

02. Oktober 2006 | TAGE DES RUHMS • Kritik • Der Spiegel

Als Wiedergutmachung im Kino bezeichnet Stefan Simons den Film. "Der Filmemacher und Produzent mit dem Hang zu sperrigen Stoffen - LITTLE SENEGAL (2001) behandelte das Thema Sklaverei - hat ein Kriegsdrama inszeniert, das trotz Kanonendonners und Pyrotechnik nicht zum plumpen Schlachtenepos gerät. Jenseits der historischen Aufarbeitung berührt die Handlung brisante politische Aktualität - Religion und Rassenhass, Diskriminierung und Integration. "Ich wollte ein fehlendes Kapitel unserer Vergangenheit nachtragen", sagt Autor Bouchareb, "weil es bisher in allen Schulbüchern fehlte.""

27. Mai 2006 | TAGE DES RUHMS • Kritik • Frankfurter Rundschau

Laut Daniel Kothenschulte setzt der Regisseur den 130 000 Freiwillige aus den Kolonien, die für Frankreich während des Zweiten Weltkrieges kämpften, "ein Denkmal, doch um den Preis aller Klischees von Heldenmut und Opfergeist, die das Genre des patriotischen Kriegsfilms so oft an die Grenzen der Annehmbarkeit führen. Die Trikolore weht bereits über dem Filmplakat."

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