Film-Zeit auf  Film-Zeit bei Facebook   Film-Zeit auf Twitter

RED ROAD

RED ROAD

Regie Andrea Arnold
Kinostart 17.07.2008

Kritiken • RED ROAD

17. Juli 2008 | RED ROAD • Kritik • Die Tageszeitung

Dietmar Kammerer nahm einen freundlichen Voyeurismus wahr. "In seiner Mischung aus Versatzstücken von Sozialrealismus und Technothriller ist RED ROAD eine Art gebremster Film noir für die Gegenwart. Ein Film über eine Frau, die Rache nehmen will, sich aber nicht sicher ist, wie. Katie Dickie spielt diese Figur, die weder als Opfer noch als Täterin gelten kann, als Gefangene ihres Verlangens nach Rache, als ebenso verzweifelte wie entschlossene Frau, die einen schützenden Ring von Traurigkeit um sich gelegt hat. Meist bleibt die Kamera (Robby Ryan) ganz nah an der Hauptfigur, aber je näher sie ihr rückt, desto entfernter wirkt Jackie."

17. Juli 2008 | RED ROAD • Kritik • Der Tagesspiegel

Der Film strapaziert Jan Schulz-Ojala "mit zunehmender Länge bald abseits seines schönen Vorsatzes, behutsam in ein rätselhaft versperrtes Leben hineinzuleuchten. Seine dramaturgische Klimax wäre bei einem Hyperrealisten wie Lars von Trier zumindest ästhetisch glaubwürdiger aufgehoben gewesen, und die in den finalen Tableaus angestrebte große sozialfamiliäre Anrührung erinnert eher unvorteilhaft an die Vorbilder Ken Loach und Mike Leigh. Immerhin bleibt RED ROAD zumindest stilistisch beim Prinzip Sprödigkeit, da mag das Drehbuch aus der Feder der Regisseurin noch so sehr Kapriolen schlagen."

17. Juli 2008 | RED ROAD • Kritik • Neues Deutschland

Vordergründig macht der Film keine große politische Sache aus ihrem Missbrauch der Überwachungskameras, entdeckt Caroline M. Buck. "Aber die Art, wie Regisseurin Andrea Arnold, Oscar-Preisträgerin und für den vorangegangenen Kurzfilm WASP und für RED ROAD in Cannes mit dem Jury-Preis ausgezeichnet, Jackies obsessive Verfolgungsjagd mit Zoombewegungen über die stumm flimmernde Bilderwand erzählt, macht sinnlich erfahrbar, was die totale Überwachung für die Privatsphäre jedes Einzelnen tatsächlich bedeutet, und wirkt sehr lange nach."

14. Juli 2008 | RED ROAD • Kritik • film-dienst 14/2008

Stefan Volk sah einen wunderbaren Film. "Auf raffinierte Weise spiegelt Andrea Arnold im inszenierten Beobachtungsraum der Stadtüberwachung die Erzählperspektive ihres Films. Auch die Figuren wissen meist mehr als der Zuschauer. Auf einen vordergründigen Knalleffekt spekuliert Arnolds "Mystery"-Erzählhaltung allerdings nicht. Stattdessen nimmt ihr Spielfilmdebüt das Publikum mit auf die Suche nach einer tieferen Wahrhaftigkeit unter den Bilderoberflächen."

14. Juli 2008 | RED ROAD • Kritik • kino-zeit.de

Joachim Kurz prophezeit der Regisseurin eine große Karriere. "RED ROAD ist ein stiller, in einigen Momenten beinahe meditativ anmutender Thriller, der mit seinem Gefühl der permanenten Bedrohung und dem Thema der Medialität durchaus an Michael Hanekes Filme erinnert und der zugleich in der Tradition des britischen Sozialdramas à la Ken Loach und Mike Leigh steht."

05. Januar 2007 | RED ROAD • Kritik • Neue Züricher Zeitung

Mit RED ROAD hat Marli Feldvoss eine Art Thriller von Andrea Arnold gesehen. Die Regisseurin geht "mit ihrem klaren, minimalistischen Erzählstil allen melodramatischen Versuchungen aus dem Weg, lehnt sich eher an den spröden sozialen Realismus der belgischen Brüder Dardenne an ... Ein Filmexperiment, zu dem Arnold wohl wegen ihres Oscars für den Kurzfilm WASP (2005) eingeladen wurde. Eine ihrer Ausgangsideen war es, dass in Grossbritannien 20 Prozent aller weltweit existierenden Überwachungskameras installiert sein sollen. Wie viel das mit der nationalen Psyche zu tun hat - auch das reflektiert der Film in seinen Rätseln und Andeutungen."

21. Mai 2006 | RED ROAD • Kritik • Der Spiegel

Stickig nennt Andreas Borcholte den Film. "RED ROAD ist die mit kühlen, grobkörnigen Bildern illustrierte Geschichte eines Traumas und seiner kathartischen Lösung, die man aber auch weitaus eleganter als die britische Regisseurin Andrea Arnold hätte inszenieren können. Wären da nicht die schöne filmische Einbindung des öffentlichen "Big Brother"-Überwachungsapparates, der Englands Liberale regelmäßig auf die Palme bringt, und die schaurige Kulisse der Glasgower Hochhausghettos - Arnolds Regie-Debüt Arnolds wäre kaum mehr als unmotiviert, langatmig und schlecht geschrieben."

Weitere Filme, die euch interessieren könnten

Aktueller Stand der Datenbank:
18738 Filme,
72604 Personen,
6594 Trailer,
873 Biographien,
54 Themen & Listen
all: 0,35778