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CHANSON D`AMOUR

CHANSON D`AMOUR

Regie Xavier Giannoli
Kinostart 18.01.2007

Kritiken • CHANSON D`AMOUR

18. Januar 2007 | CHANSON D`AMOUR • Kritik • Berliner Zeitung

Birgit Walter findet den Film eigentlich ganz zauberhaft. "Der Regisseur Xavier Giannoli erzählt viel über die Welt des kleinen Entertainments ganz am Ende der Unterhaltungskette, die ja schon deswegen etwas potenziell Tragisches hat, weil es zu mehr eben nicht gereicht hat. Bis zum Rentenalter der nette Sänger von nebenan zu bleiben, der auch für die Senioren zum Nachmittagstee singt - das ist keine glanzvolle Karriere. Giannoli bildet das alles ab ohne Anflug von Denunziation, auch die bleibende Sehnsucht nach Größerem, und natürlich nach Zweisamkeit."

18. Januar 2007 | CHANSON D`AMOUR • Kritik • Die Tageszeitung

Der Regisseur erreicht die schwebende Leichtigkeit, auf die sich das französische Kino so gut versteht, schreibt Nicole Hess. "Getragen von den von Depardieu gesungenen Chansons, welche die Handlung als innere Stimme begleiten, zeichnet er eine auf den ersten Blick unmögliche Histoire d'amour in all ihren Facetten: vom Coup de foudre über ihren Rückzug und sein Werben bis zur Eroberung; das Glück, den Verlust und die Wiedergewinnung unter neuen Vorzeichen. ... Ihren Schmelz verdankt die Inszenierung, die vornehmlich in warmen Rottönen gehalten ist, einerseits den sensiblen und humorvollen Dialogen, die das Geschehen allen Unwägbarkeiten zum Trotz in einer ausbalancierten Stimmungslage halten und nie ins Sentimentale kippen lassen."

18. Januar 2007 | CHANSON D`AMOUR • Kritik • Neues Deutschland

Marion Pietrzok liebt die Hauptfigur: "Gérard Depardieu spielt diesen Mann im Herbst des Lebens, dem unverhofft noch mal ein Mai beschieden sein könnte, mit einer Delikatesse, die ihn erneut als ganz großen Schauspieler ausweist. Die im Grunde banale Geschichte von einer unmöglichen Liebe wird vor allem durch ihn zu einem kleinen Wunderwerk. Ein sich um Nuancen verdunkelnder Blick, knappe Gesten, ein scheues Lächeln, die Grazie der Körpersprache – alles ist bei ihm beredter, präziser als die Worte."

17. Januar 2007 | CHANSON D`AMOUR • Kritik • Jungle World

Der Film CHANSON D'AMOUR zeigt den Charme der französischen Provinz, meint Tilman Vogt. "Eigentlich hat sich der Regisseur vorgenommen, diesen nicht gerade anregenden Kosmos ohne großstädtischen Snobis­mus abzubilden und die ganz eigene Anmut, Würde und Schönheit zu zeigen. Doch es bleibt lediglich bei der Absicht. In das Szenario schleichen sich immer wieder Momente ein, in denen der ­Charme der Provinz verloren geht. Stattdessen entsteht eine verächtliche Distanz: So packt den Zuschauer letztlich doch nur der Ekel vor dem Spießer, wenn ein Verwaltungsangestellter mit einer großen Brille halb verschmitzt, halb geniert seine Tombol­atrophäe von der Bühne abholt und sich aus dem Scheinwerferlicht quält."

16. Januar 2007 | CHANSON D`AMOUR • Kritik • film-dienst 02/2007

Konventionell erzählt ist die Liebesgeschichte für Alexandra Wach. "Natürlich sieht man Depardieu und der hierzulande aus "L’auberge espagnole" bekannten Cécile de France eine Weile gerne zu, aber spätestens in der zweiten Hälfte ist der Ausgang so vorhersehbar wie das Scheitern von Depardieus x-ter Diät. Was dem Film dennoch Format verleiht, ist die sanfte Artikulation eines Verlustgefühls. Wenn Depardieu sich der Melancholie des Alters hingibt und zum Schluss seine altmodischen Verführungskünste keine Rolle mehr spielen."

15. Januar 2007 | CHANSON D`AMOUR • Kritik • br-online.de

Margret Köhler ist überaus angetan: Der Film ist "so richtig schön altmodisch vom Ambiente mit der leicht kitschig wirkenden Ballhausatmosphäre, den optimistischen Bonbonfarben, den manchmal schmalzigen Texten, die ein bisschen Hoffnung und ein bisschen Glück schenken. Wenn die Chansons die junge Frau ins Herz treffen, Alain philosophiert, das Leben sei prickelnder als Champagner und auffordert, "das Leben in vollen Zügen" zu genießen, schweben wir bei dieser gelungenen Mischung aus leiser Melancholie, zärtlicher Poesie und emotionalem Tremolo auf Wolke Sieben. Kein Wunder, dass wir beschwingt summend aus dem Kino kommen und uns fest vornehmen, das Leben und die Liebe zu lieben. Hier und Jetzt. "

27. Mai 2006 | CHANSON D`AMOUR • Kritik • Der Tagesspiegel

Für Jan Schulz-Ojala eignet sich der Film "wunderbar dazu, sich abzuregen nach den überkandidelten Festivaltagen und -nächten. Depardieu gibt, unübertrefflich entspannt, den vereinsamten dienstlichen Nachtmenschen und Teilzeit-Frauenhelden, der seine besseren Tage gesehen hat. Und Cécile de France, ein von Kurzhaarblond umgebenes, manchmal in einen glühenden Blick sich verlierendes Gesichtlein, ist die, mit der es noch mal was hätte werden können. Im sanft sich verzehrenden Hin und Her zwischen Überdruss und Begehren fügt das Paar den Myriaden von Nichtliebesgeschichten in Cannes seine eigene hinzu: lebensklein, überlebensgroß."

27. Mai 2006 | CHANSON D`AMOUR • Kritik • Frankfurter Rundschau

Ein Trauerspiel ist der Film für Daniel Kothenschulte. "Es ist das alte Lied vom abgetakelten, aber noch um Professionalität ringenden Sänger und der jungen Zufallsbekanntschaft. Nachwuchsregisseur Giannoli vermeidet immerhin die Schmonzette, indem er das einfache Handlungsmodell durch Auslassungen aufbricht - doch es sind Fehlstellen ohne jede Suggestion."

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