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FLANDRES

FLANDRES

Regie Bruno Dumont

Kritiken • FLANDRES

01. Juli 2007 | FLANDRES • Kritik • critic.de

Eine Dreiecksbeziehung inmitten von Eifersucht, roher Sexualität und der Brutalität des Krieges, sah Michael Kienzl. "Schon in den ersten sorgfältig komponierten Cinemascope-Bildern des Films wird die Winterlandschaft Flanderns als dramaturgisches Mittel eingesetzt. Mit einer fast schon romantischen Auffassung der Natur als Spiegel der menschlichen Seele vermittelt ein grau bewölkter Himmel eine Ahnung von den inneren Konflikten der Figuren und dient gleichzeitig als bedrohliche Vorahnung des noch bevorstehenden Grauens."

27. Mai 2006 | FLANDRES • Kritik • Die Tageszeitung

Cristina Nord faßt ihre Kritik wie folgt zusammen: Der Regisseur "führt uns die Schlechtigkeit der Welt vor, als müsste er uns mit Macht die Augen aufreißen. Was aber, wenn unsere Augen schon weit geöffnet sind? So weit, dass ihr Blickfeld nicht nur den fiesen Sex, das fiese Töten und die archaischen Geschlechterbilder in FLANDRES umfasst, sondern auch den Regisseur, der sich dazu aufschwingt, uns diese Trostlosigkeit als Wahrheit über das Wesen des Menschen zu verkaufen? Wie viel Anmaßung sehen sie dann, wie viel selbstgerechte Kraftmeierei?"

27. Mai 2006 | FLANDRES • Kritik • Frankfurter Rundschau

Daniel Kothenschulte ist enttäuscht: "Die religiöse Lesart dieser Opfergeschichte ist offensichtlich und lohnt in ihrer Banalität kaum der Debatte. Allein die rohen Landschaften des Kameramanns Yves Capes beeindrucken - ohne freilich den Unfug, den Dumont in ihnen inszeniert, noch aufwerten zu können."

24. Mai 2006 | FLANDRES • Kritik • Der Spiegel

Der Film ist bei Andreas Borcholte durchgefallen. Obwohl der Regisseur "die enervierend brütende Erzählweise seiner früheren Filme hier zugunsten veritabler Actionszenen aufgibt, versammelt Dumont erneut seine Lieblingszutaten: Entmenschlichter, brutaler Sex ohne Emotion und drastische Brutalität in Form eines abgeschnittenen Gemächts. ... Das alles hätte vielleicht einen Sinn, wenn man sich mit irgendeiner der Hauptfiguren identifizieren könnte. Aber die Figuren bleiben letztlich so fremd und abweisend, wie der ganze Film."

24. Mai 2006 | FLANDRES • Kritik • Der Tagesspiegel

Archetypische Szenen des Krieges und des Tötens sah Jan Schulz-Ojala. "Tötung von Kindersoldaten, Vergewaltigung, Verrat und Flucht, Schuld und Schweigen. ... Immerhin gelingt es Demester, sein Leben zu retten, und durch schieres Dasein rettet er auch das Barbes, die am Alleinbleiben fast verrückt geworden ist. Ein Lichtstreif für Demester und auch für Dumont, der in den letzten zehn Jahren mit LA VIE DE JESUS, L'HUMANITÉ und zuletzt 29 PALMS gewaltige Einsamkeitsmetaphern geschaffen hat – nur will die Erlösung des traumatisierten Kriegsheimkehrers, man denke nur an den packenden Film BROTHERS (2004) der Dänin Susanne Bier, fast zu simpel erscheinen."

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