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VOLVER

VOLVER

Regie Pedro Almodóvar
Kinostart 03.08.2006

Kritiken • VOLVER

05. August 2006 | VOLVER • Kritik • Der Spiegel

Daniel Sander porträtiert die spanische Schauspielerin Lola Dueñas, die im neuen Pedro Almodóvar-Film VOLVER ihren berühmten Kolleginnen die Show - und sie ihnen dabei stiehlt.

04. August 2006 | VOLVER • Kritik • Der Freitag

Der Film ist eine Hymne an die Mutterschaft als die verlässlichste Konstante des Lebens, schreibt Gerhard Midding. "Almodóvars großes Talent besteht darin, seine Zuschauer Wege beschreiten zu lassen, auf die sie sich sonst nie trauen würden. Seine Erzählstrategien besitzen eine heikle Verführungskraft, die es schwer macht, augenblicklich ein moralisches Urteil zu fällen. Die Transparenz, mit der er inszeniert, verleiht dem Handeln der Charaktere eine Selbstverständlichkeit, die man kaum je hinterfragt. Die Moral der unmittelbaren Reichweite, die es den Frauen gestattet, die Dinge unter sich zu regeln, gewinnt in VOLVER eine unbestrittene erzählerische Legitimität."

03. August 2006 | VOLVER • Kritik • Berliner Zeitung

Mariam Schaghaghi spricht mit der Schauspielerin Penélope Cruz über ihre neue Rolle, Gardinenpredigten und Liebe.

03. August 2006 | VOLVER • Kritik • Die Tageszeitung

Für Cristina Nord ist VOLVER "ein trickreiches Spiel mit Wiederholungen, ein Appell an die rettende Kraft des Kitsches - und eine Eloge auf die Solidarität unter Frauen ... So wie der Film die Sphäre der Lebenden mit der der Toten infiziert, so mischt er auch das Fantastische mit dem Logischen, das Übersinnliche mit dem Rationalen - und zwar mit dem verblüffenden Resultat, dass man diesen Koexistenzen und Mixturen verfällt, anstatt ihnen zu misstrauen. Almodóvar vereint Tragödie und Komödie, Albernheit und Ernst, und er vereint die aufwändige, in sich verspiegelte Erzählstruktur mit einem einfachen Ziel: der Eloge auf die Solidarität unter Frauen."

03. August 2006 | VOLVER • Kritik • Frankfurter Rundschau

Daniel Kothenschulte unterhält sich mit Hauptdarstellerin Penélope Cruz unter anderem über das Altern.

03. August 2006 | VOLVER • Kritik • Frankfurter Rundschau

Die neuen Don Quijotes hat Heike Kühn gesehen. "Vielleicht sind die Frauen, vor allem die jetzt schon unsterbliche Carmen Maura in der Rolle der wiederauferstandenen Mutter, die neuen Don Quijotes: Auch sie erfinden sich selbst. VOLVER heißt zurückkehren. Das betrifft bei Almodóvar die Toten, die Lebenden und die Kunst. Das Leben erweist sich als Remake, das der (Film-)Kunst bedarf, um den Tod aufzuheben. VOLVER kann als tränenreiche Mutter-Tochter-Komödie gelesen werden, oder als knochentrocken spottendes Drama aus Schuld und Situationskomik. Als Film ist Volver immer fabelhaft."

03. August 2006 | VOLVER • Kritik • Neues Deutschland

Marion Pietrzok ist begeistert. "Es gehört zur Schönheit des Films, dass es nicht absurd-komisch oder tragisch-kitschig wirkt, die Leiche in der kalten Kiste verschwinden zu lassen und später dem immerhin Ehemann mit einem Begräbnis an seinem Lieblingsplatz am romantischen See noch einen letzten Dienst zu erweisen, sondern als selbstverständliche Herzlichkeit. ... Es ist ein perlender Film, jede Szene rund und warm und weich auf der Haut wie echte Perlen. Seinem sozialen Kolorit und seiner Wahrhaftigkeit nach Andreas Dresens SOMMER VORM BALKON nah. Aber hinter allem Patenten lugt Tragik. Dabei von heller Leichtigkeit der Schwermut."

03. August 2006 | VOLVER • Kritik • Die Zeit

Merten Worthmann ist aus dem Staunen nicht herausgekommen. "Dieses Kino ist ein Drehkreuz von Schicksalsschlägen und Überlebensstrategien, ein kontinuierlicher Clash von dramatischen Momenten. Längst hat Almodóvar die Übertreibungskunst seiner früheren Komödien ohne Reibungsverluste aufs große Melodrama übertragen. In einzigartigen Balanceakten fusioniert er tiefen Ernst mit Knalligkeit. Auf Komik kann er mittlerweile verzichten, tut es aber nur selten. Witz und Ernst widersprechen sich jedenfalls nicht. Almodóvar jongliert mit Pointen so gelassen wie mit allen übrigen Elementen seines emotionalen Karambolagekinos."

02. August 2006 | VOLVER • Kritik • Der Spiegel

Laut Christian Buß feiert der Regisseur die Auferstehung der Weiblichkeit - und holt die grandiose Penélope Cruz zurück ins europäische Arthouse-Kino. "Was sich in der Nacherzählung wie eine tragikomische Spukgeschichte ausnimmt, wird in der Inszenierung von Almodóvar zu einem hochkomplexen Melodram, in dem er seine Heldinnen selbst dann mit unantastbarer Würde ins Bild setzt, wenn er sie sich als furzende Geister unter dem Bett verstecken lässt. Die gewagte Konstruktion dieses Frauendramas, dessen drollige Parapsychologie sich am Ende in extrem präzise Psychologie wendet, geht voll auf. Was nicht nur an dem traumwandlerisch sicher aufspielenden weiblichen Ensemble liegt (in Cannes mit der Palme geehrt), sondern auch an dem Umstand, dass sich das Thema Rückkehr auf ganz unterschiedliche Weise in den Film eingeschrieben hat."

02. August 2006 | VOLVER • Kritik • Der Tagesspiegel

Die Verschwörung der Frauen hat Christiane Peitz gefallen. Der Regisseur huldigt "ganz unromantisch dem Pragmatismus der Frauen und erweist der Generation seiner Mutter und seiner Großmutter genauso die Ehre wie den Frauen von heute. ... Schon verrückt, wie Almodóvar das Schöne mit dem Schnöden in Einklang bringt und den Zauber des Kinos mit der entzauberten Wirklichkeit vermählt. Immerhin geht es um Missbrauch, Inzest und Arbeitslosigkeit, um den harten Alltag der Sandwich-Generation, um Trauer und Trauma, Sterben und Tod."

02. August 2006 | VOLVER • Kritik • Jungle World

Almodóvar und die Geister, das hat nichts mit der Rückkehr der lebenden Toten oder Hokuspokus zu tun, schreibt Esther Buss. "Der Film widerspricht der klassischen Kon­struktion des Unheimlichen auf allen Ebenen, nie wurde eine Geistergeschichte so lapidar erzählt, so irdisch und realistisch, dass man sie gar nicht als solche erkennt. ... Almodóvar ist ein Fan seiner Filmfrauen. Er feiert sie als stabile, funk­tionierende Community, weitab von programmatischer Sisterhood oder schnep­figer Aufgeregtheit. VOLVER zeigt auf völlig unsentimentale Art eine eher großfamiliäre Nachbarschaft und Solidarität unter Frauen. In dieser Form hat man das selten im Kino gesehen und auch nicht woanders."

01. August 2006 | VOLVER • Kritik • Berliner Zeitung

Der Film zeigt eine Frauenwelt, in der die Dinge des Lebens beiläufig geregelt werden, schreibt Anke Westphal. "Seine farbenfrohe Welt der kniffligen Komplizenschaften und pragmatischen Entscheidungen, sein Land der schwellenden Brüste, dunklen Augen und melancholischen Blicke, in dem jede Frau eine einzigartige Schönheit ist - all das verklärt der Regisseur gewiss, doch man nimmt es ihm nicht übel. Wohl auch deswegen nicht, weil dieser Film ungeniert auf Almodóvars komödiantische Anfänge anspielt; darin ist er zugänglicher als seine melodramatischen Vorgänger SPRICH MIT IHR und LA MALA EDUCACIóN - SCHLECHTE ERZIEHUNG. Zurückgekehrt ist der Regisseur hier auch zum magischen Realismus, zum Frauenensemble und in seine Heimat, die Region La Mancha."

24. Mai 2006 | VOLVER • Kritik • Die Zeit

VOLVER ist ein ziemlich radikales Fest des Frauendaseins, schreibt Katja Nicodemus. Der Film ist "eine Rückkehr zu der schlichten, direkten Ästhetik der frühen Almodóvar-Filme, als nicht jedes Motiv gespiegelt, nicht jede Einstellung stilisiert und die Tapete noch nicht mit dem Kleid der Heldin abgestimmt war. ... Und nicht zuletzt kehrt auch die Schauspielerin Penelope Cruz mit diesem Film zurück. in ihre angestammte Kinowelt, nach Hause, zu dem Regisseur, der sie für das Kino entdeckt hat. Almodóvar hat Cruz, die in Hollywood manchmal wie eine erstarrte Eisprinzessin wirkte, zugleich wieder aufgetaut, zu neuem altem Leben erweckt, und als wolle er das auch im Bild beweisen, lässt er eine Unmenge schöner Kinotränen in ihre großen Augen fließen."

20. Mai 2006 | VOLVER • Kritik • Der Spiegel

Ein schwelgerisches Melodram sah Wolfgang Höbel. Der Film "schildert mit einer verblüffenden Überzeugungskraft und viel Witz den Gegensatz zwischen Dorfwelt und städtischem Alltags-Chaos. Nicht nur in der grandiosen Anfangssequenz, die Aberdutzende von Witwen und Hinterbliebenen (ausschließlich Frauen) beim Grabsteinschrubben zeigt, sieht man all dem Treiben amüsiert und gerührt zu. Nur leider schleicht sich auch ein bisschen Langeweile ein. Sicher, Almodovar macht sich über die Idiotie des Geisterglaubens lustig. Aber um wirklich ernst zu machen mit seinen großen Themen Gier, Mord, Krebstod und tödlicher Eifersucht fehlt dem Regisseur der Mut (oder vielleicht auch nur die Lust)."

20. Mai 2006 | VOLVER • Kritik • Berliner Zeitung

Für Anke Westphal ist es an der Zeit, Regisseur Pedro Almodóvar heilig zu sprechen! "Dieser Film ist alles, was man sich vom Kino wünscht: gleichermaßen bildgewaltig, zugänglich und philosophisch, zärtlich, komisch, traurig und klug zugleich, und er erinnert daran, wie die Schauspielerin Penelope Cruz in einem Ensemble aus lauter wunderbaren Kolleginnen aufzublühen vermag, noch dazu wenn sie singt - mit hoch gepushtem Busen."

20. Mai 2006 | VOLVER • Kritik • Die Tageszeitung

Virtuos verknüpft der Regisseur laut Cristina Nord das Groteske und das Tragische. "Almodóvar wollte, wie er sagt, "einen alltäglichen Geist", ein Gespenst, das sich "unter dem Bett versteckt und furzt". Das hat er bekommen - und wenn in VOLVER rationale Erklärung und Geisterglauben friedlich koexistieren, dann ist das nicht minder berückend als das matrilineare Familiengeflecht der Figuren und die kunstvolle Erzählstruktur des Filmes. Einer freilich hat in diesem Film nichts zu suchen: der heterosexuelle Mann. Für dessen Krise interessiert sich Almodóvar keine zwei Sekunden."

20. Mai 2006 | VOLVER • Kritik • Der Tagesspiegel

Für Jan Schulz-Ojala liest sich das Drehbuch "als hätten die großen Situationstragikomiker Woody Allen und Molière ab und zu bei Rioja und selbstgezüchteten Rauchwaren mit an Almodóvars Tüfteltisch gesessen. VOLVER ist ein Genuss ohne Reue – und dürfte demnächst beim großen Palmenwedeln an der Croisette nicht zu übersehen sein."

20. Mai 2006 | VOLVER • Kritik • Frankfurter Rundschau

Für Daniel Kothenschulte leiste VOLVER genau das Gewünschte. "Penelope Cruz überstrahlt das erstklassige Ensemble in der besten Rolle ihrer Karriere. Einmal wird ihre hart arbeitende Mutterfigur über einen Filmausschnitt in die Nähe Anna Magnanis gerückt; Star und Regisseur beschenken sich gegenseitig. In überraschend einfach aufgelösten Situationen stellt die schwarze Komödie die Überlebenskunst der vom Geist ihrer toten Mutter verfolgten - und schließlich geläuterten - Frau vor immer neue Prüfungen. VOLVER heißt "Comeback": Für Almodóvar ist es die Rückkehr zur Heiterkeit seiner früheren Filme."

20. Mai 2006 | VOLVER • Kritik • Neue Züricher Zeitung

Seine Ode an die spanische Frau spinnt der Regisseur laut Martin Walder weiter. "Der omnipräsente Wind, der Welt und Seele seiner famosen Protagonistinnen durchweht, spielt zwischen den Lebenden und den Toten Botschaften tiefer Verbundenheit hin und her und fördert am Ende klärend die Wahrheit zutage. Der seiner Schrillheit der frühen Jahre immer abholder gewordene Filmemacher erzählt von Grenzgängen zwischen verschiedenen Realitäten mit einer Selbstverständlichkeit, die manchmal wie ein poetisches Echo aus Juan Rulfos Roman "Pedro Páramo" herüberklingt und das letztlich recht steif Gedrechselte des Filmkonstrukts immer wieder vergessen macht."

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