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THE BIG WHITE

THE BIG WHITE

Regie Mark Mylod
Kinostart 20.04.2006

Kritiken • THE BIG WHITE

20. April 2006 | THE BIG WHITE • Kritik • Berliner Zeitung

Laut Alexandra Seitz gibt sich der Film redlich Mühe, "aus der Kombination von schrägen Figuren, absurden Situationen und abstrusen Wendungen lustige Funken zu schlagen. Allein, sie erlöschen allesamt, noch bevor sie in den allgegenwärtigen Schnee fallen. Das liegt nicht nur daran, dass die Gebrüder Coen mit FARGO den gültigen Maßstab setzten für in Winterlandschaften spielende elaborierte Betrugsmanöver, die kolossal schief gehen. Es liegt vor allem daran, dass das Personal über chargenhafte Exzentrik nicht hinaus kommt. Da wird es schwer, in der makabren Verbissenheit, mit der die Pappkameraden um Geld und Leiche kämpfen, mehr zu sehen, als die teils unappetitlichen, teils brutalen Winkelzüge eines Drehbuchs, das schwarzen Humor im Sinn hat und Brachialkomik produziert."

20. April 2006 | THE BIG WHITE • Kritik • fluter.de

Die Deutlichkeit, mit welcher der Coen-Film FARGO Pate stand, nimmt für Michael Brake teilweise absurde Formen an. "Während die Coen-Brüdern ihre skurrile Wirkung durch subtile und geduldige Inszenierung erzielen, wird in THE BIG WHITE alles noch mal mit dem Holzhammer festgeklopft. Das zeigen exemplarisch die eingestreuten Landschaftsaufnahmen der pompösen Bergwelt von Alaska, wo FARGO einen ungleich stärkeren Effekt mit der schneebedeckten Ödheit der platten Felderlandschaft Minnesotas erzielt. Doch genug des Vergleichs. Als eigenständiger Film funktioniert THE BIG WHITE nämlich ganz gut: als eine von Anfang bis Ende gut wegschaubare Variante dessen, was man in Hollywood wohl als schwarze Komödie versteht."

18. April 2006 | THE BIG WHITE • Kritik • br-online.de

Ein schräges Verwirrspiel sah Florian Kummert, aber der Film kommt für den Kritiker zu spät. "Der Film will bewusst schräg sein, und manchmal gelingt ihm das auch. Holly Hunter als fluchender Wirbelwind ist herrlich, ebenso Kidnapper Tim Blake Nelson, der während der Geiselnahme seine Kochleidenschaft entdeckt. Aber nur penetrant schräg sein, reicht nicht. Robin Williams komisches Potential wird überhaupt nicht ausgeschöpft, er darf im Grunde nur belämmert schauen. THE BIG WHITE mangelt es vor allem an witzigen, cleveren Dialogen. Die Figuren sind alles slapstickhafte Hirngespinste, ohne echte Seele."

13. April 2006 | THE BIG WHITE • Kritik • film-dienst 08/2006

Der 'Schneefilm' aus Hollywood verfestigt sich immer mehr als Synonym für kluges, anspruchsvolles und intelligent komisches Kino, behauptet Jörg Gerle. "Wobei der Film weniger die Grimmigkeit als die Absurdität und den Witz perfekter schwarzer Komödien aufweist, zumal keiner aus der prominenten Darstellerriege daran zweifeln lässt, dass das, was hier im fernen Alaska passiert, nicht ernst gemeint ist - was gerade die entwaffnende Komik ausmacht ... Als Zuschauer kann man sich dem uneingeschränkten Genuss hingeben, sich einmal ganz auf der falschen Seite des Gesetzes wohl fühlen zu dürfen. Von dort aus kann man mitzittern, ob es den Guten gelingt, zu Unrecht Recht zu bekommen; und doch wird man am Ende erkennen, dass kein Happy End vollkommen ist."

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