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DU HAST GESAGT, DASS DU MICH LIEBST

DU HAST GESAGT, DASS DU MICH LIEBST

Regie Rudolf Thome
Kinostart 20.04.2006

Kritiken • DU HAST GESAGT, DASS DU MICH LIEBST

25. April 2006 | DU HAST GESAGT, DASS DU MICH LIEBST • Kritik • Die Tageszeitung

Hier ist man einsam auf moderne Art, meint Barbara Schweizerhof. Die Kritikerin sah einen in all seinen Eigenschaften typischen Thome-Film: "Unprätentiös gefilmt; es geht um Liebe und Alltag; Hannelore Elsner spielt mit. Die Probe für die geneigten Zuschauer besteht darin, ob und wie weit man es diesmal wieder aushält: die Kombination aus menschlicher Ungelenkheit und gestelzten Sätzen, die Unmittelbarkeit der Inszenierung, das Privatistische. Anders formuliert könnte man auch sagen: Thomes Filme sind peinlich. Aber das ist eben zugleich auch ihre Stärke."

21. April 2006 | DU HAST GESAGT, DASS DU MICH LIEBST • Kritik • Der Tagesspiegel

Reichlich hermetisch findet Jan Schulz-Ojala das Werk des Regisseurs. "Dieser Film ist ein merkwürdiges Märchen für Erwachsene. Mit viel VoiceOver, von Hannelore Elsner in stereotyp hohem Ton dargebracht. Mit einer durchgängig und durchdringend perlenden Klavier-Improvisation (Katia Tschemberdij). Nur einmal erlebt der Zuschauer den Angriff der Wirklichkeit auf das übrige Raunen ... Man möchte lachen, wenn es nicht so traurig wäre. Rudolf Thome, der einst ROTE SONNE (1970) erfand und BERLIN, CHAMISSOPLATZ (1980), leichte, wunderbar verquere Parabeln auf das wildeste Jahrzehnt der Bundesrepublik, dreht sich in seinen Filmen nur noch um sich selbst – Prediger einer Gemeinde, in der der Mann das Sagen hat, auch wenn er schweigt. In der die Frauen zwar zum Schein vergöttert werden, Hauptsache, sie sind dem Pascha am Ende untertan."

20. April 2006 | DU HAST GESAGT, DASS DU MICH LIEBST • Kritik • Berliner Zeitung

Rudolf Thome verherrlicht Hannelore Elsner, meint Jan Brachmann. "Ein Film, der die Schauspielerin verherrlicht und sie gleichzeitig in ein Futteral packt. Ein Futteral aus Requisiten wie dem karottenfarbenen Wählscheibentelefon und dem weißwolligen Rollkragenpullover. Ein Futteral aus Klängen wie den matt schimmernden Klavierperlen, die Katja Tschemberdji eigens erfunden hat. Ein Futteral aus Wohlstand, der alle seelischen Erschütterungen dämpft. Ein Futteral der filmischen Form, die alles ins Gleichmaß bringt: durch den Wechsel der Jahreszeiten und die Schwimmbecken-Sequenzen als silbrig dämmerndem Refrain."

20. April 2006 | DU HAST GESAGT, DASS DU MICH LIEBST • Kritik • Frankfurter Rundschau

Die Liebe ist immer ein Abenteuer in Rudolf Thomes Filmkosmos, weiß Sascha Westphal. "Johannas Fotografien kommen einer visuellen, filmischen Synekdoche gleich: In ihnen spiegelt sich das Wesen von Thomes Filmen - das kunstvoll Spontane seiner Bilder wie die Offenheit seiner Kompositionen. Zugleich verweisen sie auf die Verschmelzung von Regisseur und Hauptdarstellerin. Nach nunmehr drei gemeinsamen Filmen bilden Rudolf Thome und Hannelore Elsner eine künstlerische Einheit, in der der Geist der großen Kinopartnerschaften - von Roberto Rossellini und Ingrid Bergmann, von Michelangelo Antonioni und Monica Vitti - weiterlebt und eine neue Ebene erreicht."

18. April 2006 | DU HAST GESAGT, DASS DU MICH LIEBST • Kritik • br-online.de

Margret Köhler ist gar nicht begeistert. "Während bei Thome der sexuelle Seitenspringer erst einmal von der Bildfläche verschwindet, ergeht sich Hannelore Elsner im Wald, hält Zwiesprache mit einem Baum und treibt so allerlei befremdlichen Firlefanz, manchmal bis an die Grenze der Lächerlichkeit. Zwar kann die Elsner mühelos einen Film allein durch ihre Präsenz tragen ... aber in diesem relativ handlungsarmen Werk wird es selbst für sie etwas eng (obgleich sie den Film vor dem Absturz rettet). Ein Großteil der Dialoge wirkt gekünstelt, die Stimme aus dem Off funktioniert wie ein Sedativum, es mangelt an Glaubwürdigkeit, wenn eine "gestandene" und erwachsene Frau auf Teenager macht und in Rätseln redet."

17. April 2006 | DU HAST GESAGT, DASS DU MICH LIEBST • Kritik • fluter.de

Für Silke Kettelhake ist der Regisseur ein Frauenversteher. "Im Glück wie im Unglück gibt Hannelore Elsner eine bewundernswerte, großartige Johanna. Rudolf Thome hat mit DU HAST GESAGT, DASS DU MICH LIEBST ein weiteres filmisches Meisterwerk über die Innenansichten von Frauen gedreht."

13. April 2006 | DU HAST GESAGT, DASS DU MICH LIEBST • Kritik • film-dienst 08/2006

Der Film ist laut Ulrich Kriest im besten Sinne des Wortes ein Alterswerk. DU HAST GESAGT, DASS DU MICH LIEBST ist "ein gelassener Rückblick auf Thomes eigenes Werk, der erneut vom 'Überleben in Niederlagen' und den Dingen erzählt, die das Weitermachen befördern, indem sie die Vergangenheit in sich aufnehmen. ... Es sind die alten Träume, um die es Thome noch immer geht; darüber ist (fast) ein Leben vergangen. Alles ist im Fluss. Vorzüglich fotografiert, ebenmäßig montiert, ist DU HAST GESAGT, DASS DU MICH LIEBST ein 'großer Thome' geworden, dessen Luftigkeit und Weite vor allem auch aus der improvisierten Klaviermusik von Katia Tchemberdji resultiert, die den Film wie einen Organismus atmen lässt."

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