Film-Zeit auf  Film-Zeit bei Facebook   Film-Zeit auf Twitter

ARLIT, EIN ZWEITES PARIS

ARLIT, EIN ZWEITES PARIS

Regie Idrissou Mora-Kpai
Kinostart 20.04.2006

Kritiken • ARLIT, EIN ZWEITES PARIS

27. April 2006 | ARLIT, EIN ZWEITES PARIS • Kritik • Die Tageszeitung

Der Traum ist für Dietmar Kammerer verstaubt. "Wie unter einem Brennglas versucht der Film, die großen Vektoren des verpassten Anschlusses zu bündeln: die Abhängigkeit vom Weltmarkt, die ausbeuterischen Praktiken eines Monopolisten, die globalen Topografien der Flüchtlingsströme. Bei solch einem Konzept musste vieles Stückwerk bleiben. Eine Vermittlung zwischen den persönlichen Biografien und dem großen Globalisierungsganzen stellt sich nur gelegentlich ein. Aber noch in der Skizze bleibt der Eindruck, dass an diesem Ort der Traum eines ganzen Kontinents zu Grabe getragen wurde."

27. April 2006 | ARLIT, EIN ZWEITES PARIS • Kritik • Der Tagesspiegel

Das Ende eines afrikanischen Wirtschaftswunders sah Gregor Dotzauer. Der Regisseur "hat ein Auge für Arlits rissige Schönheit und für seine furchterregende Ödnis. Beidem spürt er nach, in statuarischen Details und ausgedehnten Schwenks, und er lässt diejenigen berichten, die hier tapfer ihren Überlebenskampf führen. ... ARLIT, EIN ZWEITES PARIS ist ein ebenso poetischer wie politischer Film über das Elend, das entsteht, wenn ein wild gewordener Kapitalismus erst sein Spiel mit ahnungslosen Hasardeuren treibt und sie dann ihrem Schicksal überlässt. Er erzählt von medizinischer Versorgung, die nur der Beruhigung des unternehmerischen Gewissens dient. Und er verrät eine Menge über die Migrationsirrungen in den Herkunftsländern der Armutsflüchtlinge. Vor allem aber erinnert er daran, in welchem Maß Bewohner des Westens Verschonte sind."

17. April 2006 | ARLIT, EIN ZWEITES PARIS • Kritik • fluter.de

Laut Silke Kettelhake paßt der Regisseur "den Film dem Tempo der Stadt an: Fast schläfrig fährt die Kamera über die Hitze des staubigen ockerfarbenen Wüstenbodens, da ist ein Mensch, der von seinem Schicksal erzählt, da noch einer und noch einer. Ein Film, der den ethnografischen Aspekt der innerafrikanischen Migrationsbewegungen dokumentiert. Aber keine der Lebensgeschichten nachvollziehen lässt."

13. April 2006 | ARLIT, EIN ZWEITES PARIS • Kritik • film-dienst 08/2006

Oliver Rahayel konnte nur "erraten, wer gerade spricht, weil der Regisseur konsequent auf identifizierende Bauchbinden verzichtet hat. ... Mora-Kpai spricht mit Menschenschmugglern, denen es egal ist, was mit ihren Kunden am Ankunftsort in Algerien passiert, und mit Migrationswilligen, die auf der langen Reise ihr Leben riskieren. Es ist ein sehr gemächlicher Film, der sich dem Tempo des Ortes anzugleichen scheint, sensibel, aber sachlich und ohne zu dramatisieren: das Porträt einer Metropole auf Zeit, einer Stadt der zerbrochenen Hoffnungen."

15. Februar 2005 | ARLIT, EIN ZWEITES PARIS • Kritik • Die Tageszeitung

Für die meisten Bewohner von Arlit, die Mora-Kpai in seinem Film porträtiert, herrscht Stillstand in der Stadt, schreibt Harald Fricke. "All das zeigt ARLIT, EIN ZWEITES PARIS in träge unter der Sonne flirrenden Sequenzen. Immer wieder dreht sich die Kamera ziellos im Kreis, tastet die Baracken und rötlich glänzenden Häuser ab. Erst in den Gesprächen wird deutlich, warum die Stadt einmal den Ruf hatte, der Schmelztiegel Afrikas zu sein. ... Heute erinnern nur die vielen Sprachen und unterschiedlichen Biografien daran, dass es im Zuge der Entkolonialisierung die Chance für ein panafrikanisches Wirtschaftswunder gab."

Februar 2005 | ARLIT, EIN ZWEITES PARIS • Kritik • berlinale.de

Datenblatt des Films.

Weitere Filme, die euch interessieren könnten

Aktueller Stand der Datenbank:
18738 Filme,
72604 Personen,
6594 Trailer,
873 Biographien,
54 Themen & Listen
all: 0,3735