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ELSA & FRED

ELSA & FRED

Regie Marcos Carnevale
Kinostart 13.04.2006

Kritiken • ELSA & FRED

13. April 2006 | ELSA & FRED • Kritik • Frankfurter Rundschau

Einen juvenilen Liebesrausch sah Karin Ceballos Betancur, aber - weniger wäre mehr gewesen. "Natürlich gibt es auch die ernsthafteren Momente, den Kampf um Würde und Autonomie, den vor allem Alfredo mit seiner dominanten Tochter auszustehen hat. Insgesamt setzt der Film jedoch auf den Humor, der auf der Umkehrung des Rollenbildes basiert. In vielen anderen Fällen würde man das übel nehmen, weil es als Konzept allzu simpel erscheint. China Zorrilla und der wunderbare Manuel Alexandre retten das Projekt jedoch, indem sie ihre Rollen mit Glaubwürdigkeit und Wärme ausstatten, dass man sich vom Fleck weg in sie verliebt."

12. April 2006 | ELSA & FRED • Kritik • Berliner Zeitung

Jan Brachmann sah einen Film über die Liebe und Ausschweifungen im hohen Alter. "So wie Marcos Carnevale seinen Film beginnt, so hält er ihn auch durch: immer eins nach dem anderen, Vertrauen schaffen und dieses Vertrauen nicht missbrauchen, ein einziges Plädoyer der Zutraulichkeit. Es geht darum, etwas Trauriges zu erzählen, ohne uns den Lebensmut zu nehmen. Es geht darum, dem Tod entgegen zu gehen, ohne miesepetrig zu werden. Es geht darum, uns noch eine Weile in der Illusion eines schönen Lebensabends zu wiegen ... Man kann kaum anders, als diesen Film lieben: wegen China Zorilla als Elsa und Manuel Alexandre als Fred, die ihrer eigenen Hinfälligkeit eine dreiste Lebenslust abringen, die sich von ihrem Mut überwältigen lassen, bis sie in schallendes Lachen ausbrechen. Und wegen der zärtlich-frechen Dialoge dieses Liebespaars."

11. April 2006 | ELSA & FRED • Kritik • film-dienst 08/2006

Der Schwung, die Dynamik, die komischen und auch anrührenden Momente der spanisch-argentinischen Co-Produktion entstehen aus dem deutlichen Gegensatz der beiden Protagonisten, meint Wolfgang M. Hamdorf. Der Film "ist eine bewegende Geschichte um zwei Menschen im besten Alter, eine Geschichte, die das Leben über die lähmende Angst vor dem Tode stellt. Auch wenn Regisseur Marcos Carnevale manchmal stark die Geigen erklingen lässt, wird dieser leichte Kitsch immer wieder durch einen skurrilen Humor gebrochen. ELSA & FRED ist vor allen Dingen ein Film, der vom psychologischen Wandel seiner Protagonisten lebt."

11. April 2006 | ELSA & FRED • Kritik • br-online.de

Es ist nie zu spät, sich zu verlieben, schreibt Margret Köhler. "Die beiden charismatischen Hauptdarsteller China Zorilla und Manuel Alexandre machen dieses Feelgood-Movie zum emotionalen Erlebnis. Ihre Botschaft, das Leben und die Liebe bis zuletzt auszukosten, ist in charmante Komik verpackt, garniert mit herrlich trockenen Dialogen und spitzfindigen Kommentaren des Mannes, dem unsichtbare Flügel wachsen. Und auch die negativen Seiten des Alters werden nicht ausgespart – das Abschieben älterer Menschen, die Gier der Nachkommen auf ihr Geld, das Unverständnis ihrem Wunsch nach Zärtlichkeit und Sex gegenüber. Eigentlich ist Federico Fellini an diesem wunderbaren Film schuld."

11. April 2006 | ELSA & FRED • Kritik • fluter.de

Cristina Moles Kaupp faßt ihre Kritik wie folgt zusammen: "Mit ELSA & FRED ist Regisseur Marcos Carnevale eine hübsche, wenn auch konventionell erzählte Komödie gelungen. Er zeigt die älteren Semester angenehmerweise nicht als Schmarotzer eines fehlerhaften Sozialsystems, sondern als faltig und gebrechlich gewordene Individuen, die aber immer noch Kraft zu Träumen haben: etwa einmal wie Anita Ekberg in Fellinis LA DOLCE VITA (1960) im Trevi-Brunnen zu stehen – ohne Risiken und Nebenwirkungen."

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