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BASIC INSTINCT 2

BASIC INSTINCT 2

Regie Michael Caton-Jones
Kinostart 30.03.2006

Kritiken • BASIC INSTINCT 2

30. März 2006 | BASIC INSTINCT 2 • Kritik • Frankfurter Rundschau

So unerotisch ist BASIC INSTINCT 2, dass Daniel Kothenschulte nicht einmal lachen konnte. "In einem unaufgelösten Widerspruch, wie denn die Diva zu präsentieren sei, entschloss man sich für den schlechtest möglichen Kompromiss: Digitale Retuschen in den Großaufnahmen zeigen ein steriles, altersloses Gesicht, dagegen bleiben manche Totalen unretouchiert Es erinnert an misslungene Kameraarbeiten im alten Hollywood, als man die Fältchen noch mit übertriebenem Weichzeichner behandelte. Schwer zu sagen, wie alt oder jung die Sharon Stone diesmal überhaupt sein soll. Ihre Wohnung allerdings ist dem Yuppie-Designs von damals treu geblieben - ein cooles Loft, in dem sich Männer grundlos wie Maschinen an ihr abarbeiten."

30. März 2006 | BASIC INSTINCT 2 • Kritik • Junge Welt

Bei viel unfreiwilliger Komik hat Tina Heldt gelacht. "Dieser Film kann also nicht anders verstanden werden, als eine bizarre Sozialsatire. Genauso wie der korrekte Einsatz von Ketamin, das als Partydroge nicht nur in London mal wieder recht verbreitet sein soll. Ketamin wird vor allem als Betäubungsmittel in der Notfall- und Tiermedizin eingesetzt, z. B. bei der Kastration von Hengsten; es wirkt absolut lähmend."

30. März 2006 | BASIC INSTINCT 2 • Kritik • Die Zeit

Vom Niedergang der Hollywood-Blondine schreibt Sabine Horst. "Sie ist so damit beschäftigt, gut auszusehen, dass sie nicht dazu kommt, böse zu sein. Tramell hat ihre Autonomie verloren – die Dinge scheinen ihr jetzt eher zuzustoßen. Ihr Psychiater mutmaßt, sie schwanke zwischen 'gottähnlicher Allmacht' und dem 'Gefühl, überhaupt nicht mehr zu existieren'. Vielleicht liegt hier das Problem der Blondine: Sie ist im Verschwinden begriffen, ihre Erscheinung löst sich auf im Rauschen der Moden und Stile. Blondsein ist bloß eine Image-Option unter anderen."

29. März 2006 | BASIC INSTINCT 2 • Kritik • Berliner Zeitung

Wolfgang Fuhrmann ist etwas böse: "Dieser Film ist, wie es bei einem psychologischen Thriller sein sollte, voll tückischer Zwickmühlen und raffinierter Manipulationen. Aber in der tückischsten aller Zwickmühlen steckt er selbst, und von einer ziemlich unraffinierten Manipulation lässt er sich 114 Minuten lang an der Nase herumführen. BASIC INSTINCT 2 - NEUES SPIEL FÜR CATHERINE TRAMELL" scheitert genau da, wo der einzige Trumpf ausgespielt wird, der eben nicht mehr Catherine Tramell heißt, sondern Sharon Stone."

29. März 2006 | BASIC INSTINCT 2 • Kritik • Berliner Zeitung

Carmen Böker ist nicht begeistert von Sharon Stone. "In einem Film soll es doch gefälligst noch um etwas anderes gehen als um die hochgetourte Schönheit einer Schauspielerin. Tut es in BASIC INSTINCT 2 aber nicht. Sharon Stone wirft wie vor 14 Jahren die Kleider so notorisch von sich wie die Vorsitzende eines Nudistencamps. Alternativ bedient sie sich jenes Looks, der früher von Tom Ford für Gucci propagiert wurde und heute Versace zum Erfolg verhilft: Er ist für hard bodies gedacht, für Körper, die täglich ins Fitness-Studio verbracht werden."

29. März 2006 | BASIC INSTINCT 2 • Kritik • Die Tageszeitung

BASIC INSTINCT 2 lässt für Barbara Schweitzerhof gerade mal die gönnerhafte Feststellung zu, dass Sharon Stone noch immer ganz gut aussieht. "BASIC INSTINCT 2 ist deshalb ein klassisches Unglücksprojekt: so unausweichlich - Erfolgsrezepte müssen ausgeschlachtet werden - wie zum Misserfolg verdammt. Jahrelang wurde das Drehbuch namhaften Regisseuren angeboten und überarbeitet, bis jede Hoffnung auf einen guten Thriller sich endgültig aufgelöst hat und die erwartbare Mischung herauskam - zu nah am Original und zu weit weg von dessen Originalität."

29. März 2006 | BASIC INSTINCT 2 • Kritik • Der Tagesspiegel

Wirklichen Spaß hat Christiane Peitz nicht. "Bei BASIC INSTINCT 1 schillerten die Bedeutungen, hielten die Balance zwischen mörderischer und spielerischer Gewalt, zwischen fact und fiction. Diesmal ist der Bezug eindeutig negativ. An diesem Sex hat keiner Spaß, wird er doch gleichsam mit spitzen Fingern in Szene gesetzt, wenn nicht, wie in Londons schmuddeligem Rotlichtbezirk, mit Abscheu. Getrennte Welten: hier die saubere Upperclass, dort die schäbige Unterwelt. Hier wird die Risikolust der potentiellen Delinquentin wortreich beschworen und analysiert, dort lebt man die Risiken – und geht dabei drauf."

29. März 2006 | BASIC INSTINCT 2 • Kritik • fluter.de

Wer sich einen erotischen Kick verspricht, kann genauso gut das Sandmännchen gucken, schreibt Ernst Kramer. "Das alte Spiel, bei dem eine Frau den Männern die Drähte aus dem Kopf reißt, funktioniert hier als wunderbar sarkastische Farce, die von einer fantastischen Darstellerin getragen wird: Sharon Stone, die bereits in Jim Jarmuschs BROKEN FLOWERS (2005) allen die Show stahl, hat nichts von ihrer Ausstrahlung verloren, im Gegenteil: Ihr Blick ist noch hypnotischer, ihr Lächeln noch lässiger, ihre Anspannung noch kontrollierter. Als Catherine Tramell spielte sie 1992 noch die melodramatische Karte aus. Davon ist jetzt nichts mehr zu spüren: Stone betört bei voller Souveränität und bleibt jeden Augenblick unangefochtene Hauptattraktion eines sehr unterhaltsamen Filmes."

29. März 2006 | BASIC INSTINCT 2 • Kritik • br-online.de

Florian Kummert hat sich über weite Strecken gelangweilt. Der Film "erreichtet nur das Niveau einer müden Tatort-Folge. Morrissey verblasst aufs Jämmerlichste neben Sharon Stone und schaut selbst beim Orgasmus so griesgrämig, dass man sich um Catherine Tramell und ihren Männergeschmack fast Sorgen machen muss. Auch die Ausstatter hatten schon bessere Tage. Stones Klamotten, stylisch und legendär in Teil Eins, sind hier fürchterlich und einfach trashig. Ihre Wohnung aus dem Schöner-Wohnen-Katalog für böse Leute ist ein Witz. Risikosucht, daran leidet Catherine Tramell."

23. März 2006 | BASIC INSTINCT 2 • Kritik • Der Spiegel

Daniel Haas porträtiert die Schauspielerin Sharon Stone.

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