Inhalt • GELIEBTE LÜGEN
James Manning, ein erfolgreicher Londoner Anwalt, und seine Frau Anne sind seit Jahren glücklich verheiratet und leben ein sorgenfreies Leben in London und auf ihrem Landsitz in der englischen Countryside. Mehr aus Langeweile denn aus Interesse beginnt Anne eine Affäre mit dem attraktiven Bill. Zunächst gelingt es Anne, ihre Seitensprünge vor ihrem Gatten geheim zu halten, doch dann rüttelt ein tragischer Unfall den bis dahin ahnungslosen Ehemann auf. Der bei dem Unfall getötete Fahrradfahrer ist der Haushälter der Mannings, und trotz Fahrerflucht wird schnell wird klar, dass Bills Landrover in den Unfall verwickelt war. Doch nicht Bill saß an jenem Abend am Steuer des Wagens ...
Kritik • GELIEBTE LÜGEN • 23. März 2006 • Berliner Zeitung
Prachtvoll, böse, zärtlich nennt Philipp Bühler den Film. "So viel in GELIEBTE LüGEN auch gelogen wird: Fellowes plant keine Demontage. Wie Chabrol, seinerzeit in einer vergleichsweise milden Phase, hält er sich an die alte Filmweisheit, wonach die Welt eben darum so schrecklich ist, weil jeder seine Gründe hat. Es ist die Handlungslogik einer urbritischen Crime-Story, die diesen Film immer weiter in den moralischen Sumpf treibt. Vor dem Untergang bewahrt ihn auch eine ausgezeichnete Besetzung. ... GELIEBTE LüGEN ist ein psychologischer Thriller, der seine seelischen Feinheiten nebenbei einfließen lässt, ohne dabei eine Sekunde zu verschenken. Mit der beglückenden Ökonomie eines Fernsehspiels schafft Fellowes ein starkes Stück Erwachsenenkino. Was am Ende bleibt, ist nicht mehr die grausame Frage nach Lüge und Wahrheit, sondern eine unverhoffte Zärtlichkeit."