Inhalt • DIE ZWEITE HÄLFTE DER NACHT
Martino arbeitet als Nachtwächter im Turiner Filmmuseum. Nach Mitternacht betrachtet er sich als Herr über diesen Ort der Kinoträume, hat sich dort ein eigenes Zimmer eingerichtet und schaut mit Vorliebe alte Buster-Keaton-Filme. Angelo, der "Engel", ist ein kleiner Dieb aus der Vorstadt. Er hat eine Schwäche für Autos und Frauen. Seine Freundin Amanda würde lieber ein geregeltes Leben führen. Eines Tages gerät Amanda in Schwierigkeiten und findet auf der Flucht vor der Polizei Unterschlupf im Filmmuseum. Der an Einsamkeit gewöhnte Martino teilt sein Zuhause plötzlich mit einer jungen Frau. Amanda ihrerseits lässt sich immer mehr auf diese für sie neue, abgeschlossene Welt ein. Aber dann macht sich Angelo auf die Suche nach seiner Freundin …
Crew • DIE ZWEITE HÄLFTE DER NACHT
Regie: Davide Ferrario
Darsteller: Silvio Orlando, Giorgio Pasotti, Francesca Inaudi, Fabio Troiano, Francesca Picozza ...
Verleih/Copyright: Kairos
Kritik • DIE ZWEITE HÄLFTE DER NACHT • 13. März 2006 • film-dienst 06/2006
In bestechend schönen HD-Bildern entfaltet der Regisseur laut Felicitas Kleiner ein Spiel um die Grenzen zwischen Traum und wirklichem Leben. "Sequenzen aus Stummfilmen, die direkt in die filmische Gegenwart übergehen oder diese komisch kommentieren, an den Stummfilm erinnernde Erzählmittel wie Kreisblenden sowie ausführliche Erläuterungen der Off-Stimme zur Mechanik des Erzählens machen stets bewusst, dass man es mit einer imaginierten Geschichte, mit einem Film zu tun hat - und erzählen gleichzeitig von der heilsamen Macht, die Filme, Geschichten, Träume haben können, wenn man nur wagt, ihnen auch im realen Leben Raum zu geben."