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DIE WOLKE

DIE WOLKE

Regie Gregor Schnitzler
Kinostart 16.03.2006

Kritiken • DIE WOLKE

16. März 2006 | DIE WOLKE • Kritik • Berliner Zeitung

Gemächlich trifft laut Birgit Walter die Katastrophe ein. "Überhaupt hat der Film schöne alltägliche Bilder und eine dramatisch-romantische Liebesgeschichte, in der Franz Dinda Hannahs lebensklugen Freund angenehm sanft und besonnen spielt. ... Hunderttausende Schulkinder werden DIE WOLKE sehen, die wenigen Allgemeinplätze ("Nichts wird mehr sein, wie es war") dürften sie nicht weiter stören. Ärgerlich aber ist der luschige, nein fahrlässige Umgang mit dem Gegenstand, den Strahlenfolgen. Der Film suggeriert, dass es lebensgefährlich sei, Strahlenopfern nahe zu kommen. ... Gregor Schnitzler hat einen engagierten, einen moralischen, aufklärerischen Film gedreht. Gerade deshalb sollte er bis in die Einzelheiten stimmen."

16. März 2006 | DIE WOLKE • Kritik • Die Tageszeitung

Taugt ein Teenager-Katastrophenfilm als Instrument des energiepolitischen Einspruchs, fragt Georg Sesslen und gibt einige Anmerkungen über Kino, Aufklärung und Entertainment. Der Kritiker hat ehrbares Handwerk und gute Absicht ausgemacht.

16. März 2006 | DIE WOLKE • Kritik • Neues Deutschland

So schön ist Katastrophenkitsch, meint Gunnar Decker. "DIE WOLKE ist ohne Mut, das Hässliche hässlich und das Zerstörerische zerstörerisch zu zeigen. Wir sehen hier nichts, was wirklich verstören könnte, wo uns so schlecht wird, wie uns angesichts von massenhaftem Sterben werden sollte. Besser keine Bilder von einer Katastrophe, als solche, die uns den Schrecken als wohlig-schaurige Unterhaltung mundgerecht servieren. Das kleistert die Sicht auf die Welt mit Kitsch zu. ... Jeder ist sich selbst noch mehr der nächste als ohnehin schon. Davon hat DIE WOLKE erzählen wollen. Aber es gelingt nur halb, oder sogar viel weniger als halb – denn Regisseur Gregor Schnitzler verdirbt mit seiner sentimentalen Art am Ende alles."

15. März 2006 | DIE WOLKE • Kritik • Der Tagesspiegel

Harald Schumann spricht mit Regisseur Georg Schnitzler über Strahlenkranke, Massenpanik und Restrisiko.

15. März 2006 | DIE WOLKE • Kritik • Der Tagesspiegel

Ungeheuer grau ist der Film. "Drama und Glück sind immer schön ordentlich nacheinander sortiert. Erst die bunte, coole Jugend, dann das bleierne Land. Erster Sex, dann Knochenkrebs – und dem düsteren Tod folgt die fröhliche Autofahrt Richtung Horizont. Im wirklichen Leben ist die Reihenfolge weniger ordentlich. Regisseur Schnitzler gelingt es leider nicht, Bilder für das Unsichtbare zu finden."

14. März 2006 | DIE WOLKE • Kritik • Der Tagesspiegel

Barbara Bückmann porträtiert Franz Dinda, der in dem Öko-Drama DIE WOLKE seine erste Hauptrolle spielt.

14. März 2006 | DIE WOLKE • Kritik • fluter.de

Sascha Rettig hat mit Gregor Schnitzler über seinen neuen Film gesprochen.

13. März 2006 | DIE WOLKE • Kritik • br-online.de

Plastisch, dramatisch und ohne jeden Anflug von Verharmlosung erzählt der Film, behauptet Kirsten Liese. Nur die dazu erfundene Liebesgeschichte stört die Kritikerin: Das Bestreben des Filmteam ist es "die Gefahr mit dokumentarischer Schärfe drastisch vor Augen zu führen, aber dennoch nicht in Schwermut zu versinken. Dramaturgisch zwingend war diese Entscheidung nicht. Paula Kalenberg und Franz Dinda tragen zwar diese als subtiles Kammerspiel angelegte Liebesgeschichte, aber sie lenkt ein bisschen von dem eigentlichen Drama ab. ... Seinen stärksten und nachhaltigsten Eindruck mit realitätsnahen Bildern von hektisch agierenden Menschen und verwirrt herumirrenden Kühen hinterlässt DIE WOLKE in den ersten 40 Minuten, wenn Angst und Panik um sich greifen."

13. März 2006 | DIE WOLKE • Kritik • film-dienst 06/2006

Lust und Neugier will der Film laut Horst Peter Koll bei jugendlichen Zuschauern wecken. "Dass sich das politisch brisante Thema dabei mit einer (konventionellen) Teenager-Romanze kreuzt, führt zu Vereinfachungen, erscheint aber als legitimer, stets redlicher Weg, um ein heutzutage weitgehend entpolitisiertes Zielpublikum zu erreichen. Dabei kommen Buch und Film wieder nah zusammen, wenn es darum geht, Abschied von Illusionen und falschen Träumen zu nehmen, Realitäten zu akzeptieren und nicht zu verdrängen. Gerade in stilleren, sehr sensiblen Momenten fesselt dabei die junge Hauptdarstellerin mit einem anrührend-nuancierten Spiel, das eine tragfähige Brücke zwischen menschlicher Katastrophe und großen Teenager-Gefühlen schafft."

01. März 2006 | DIE WOLKE • Kritik • epd-film 03/2006

Frank Arnold ist nicht ganz begeistert. "Zeigt der Film im ersten Teil die unmittelbaren Folgen der Katastrophe in den bekannten, aber effektiven Bildern der Massenpanik, so ist der zweite Teil schon fast meditativ, ein Innenblick auf die Protagonistin, die in einem Krankenhaus auf sich selbst zurückgeworfen ist und erst lernen muss, wieder Vertrauen zu anderen Menschen zu fassen. Dass dieser Teil den Zuschauer ebenso zu ergreifen vermag wie der erste, ist nicht zuletzt das Verdienst der Hauptdarstellerin Paula Kalenberg. Der Film setzt auf unbekannte Gesichter und überzeugt damit – was so weit geht, dass die kurzen Auftritte von Richy Müller als Elmars Vater die Illusion durchbrechen. Elmars Wiederauftauchen ist allerdings nicht das Happy End, als das es auf den ersten Blick scheint – der Film weiß glücklicherweise noch mit einigen Wendungen aufzuwarten, die den befürchteten Schematismus der Liebesgeschichte durchbrechen."

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