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THE DA VINCI CODE

THE DA VINCI CODE

Regie Ron Howard
Kinostart 18.05.2006

Kritiken • THE DA VINCI CODE

19. Mai 2006 | THE DA VINCI CODE • Kritik • Der Freitag

Der biedere Film paßt laut Valentin Groebner gut zur neuen Leitkultur. "Wie bei jedem guten Hollywoodfilm wird am Schluss auch eine Familie wieder vereint. Die jahrhundertealte geheime Bruderschaft entpuppt sich als family business, und die anfangs so bedrohlichen Institutionen des Opus Dei und der katholischen Kirche stehen zuletzt gar nicht so schlecht da, als etwas begriffsstutzige Wertkonservative, die von einem diabolischen Einzeltäter manipuliert worden sind. Und wie nebenbei wird so auch die Vergangenheit, dieses chaotische ferne Land, nachträglich in Ordnung gebracht."

18. Mai 2006 | THE DA VINCI CODE • Kritik • Berliner Zeitung

Langweilig und piefig ist THE DA VINCI CODE für Anke Westphal. "Die 125 Millionen Euro teure Hollywood-Adaption des gleichnamigen Bestsellers von Dan Brown ist eine aufgeblasene Mogelpackung, die das Eintrittsgeld nicht wert ist. Die Firma Sony Pictures wusste, was sie tat, als sie vor Monaten daran ging, den Film mit ungeheurem Werbegedöns künstlich aufzuwerten, doch bald wird sich herumgesprochen haben, was dem Zuschauer da angedreht werden soll: eine unfassbar einschläfernde Mischung aus Ödnis und Größenwahn."

18. Mai 2006 | THE DA VINCI CODE • Kritik • Die Tageszeitung

Schnitzeljagd mit Jesus ist THE DA VINCI CODE für Cristina Nord. Der Film hat zu viele Ansprüche: "THE DA VINCI CODE verwendet viel Mühe darauf, mit spektakulären Kamerabewegungen zu protzen und die Schauplätze, den Louvre zum Beispiel oder einige Kirchen in Paris und England, in Szene zu setzen. Doch das Wesentliche, die Art und Weise, wie die Hauptfiguren Langdon und Neveu in die Verschwörung verwickelt sind, lässt eigentümlich kalt, nicht zuletzt, weil Ron Howard sich keine Zeit nimmt, dem Publikum die Werkzeuge zum Rätsellösen in die Hand zu geben; das bleibt jeweils Langdons Verstand und Neveus Intuition überlassen."

18. Mai 2006 | THE DA VINCI CODE • Kritik • Frankfurter Rundschau

Keusch nennt Rüdiger Suchsland den Film. "Die Macher haben derzeit einfach zu viel Angst. Ökonomischer Druck und konservativer Zeitgeist gehen ein fatales Bündnis ein, der Wunsch, es allen recht zu machen, und Angst vor der eigenen Courage lähmen die Fantasie. ... Auch gestattet sich Howard keine visuellen Exzesse, keine ironischen Witze à la Spielberg, keine exzentrischen Kameraeinstellungen, keinen Spott auf religiöse Überzeugungen. Stattdessen reiht er brav und bieder die Szenen des Romans aneinander. Aufregende Bilder liefern allenfalls kurze Illustrationen der minutenlangen Monologe, in denen die Figuren über Feinheiten der Überlieferung oder der Ikonografie der Renaissancemalerei dozieren."

18. Mai 2006 | THE DA VINCI CODE • Kritik • Neues Deutschland

Hanno Harnisch lobt die hinreißenden Audrey Tautou. "Ein wunderschönes weibliches Wesen, ohne jeglichen Sexappeal, dafür mit überwältigendem Anmut, Mut und Scharfsinn ausgestattet. Schneidet Tom Hanks bei den abenteuerlichsten Situationen, die ehr mit ihr auf seiner Abenteuerreise durch Frankreich und England, durch die Jahrhunderte und Jahrtausende erlebt, immer nur eines seiner zwei ausdrucksschwangeren Gesichter, spielt sie die ganze Palette von körperlichem und gestischem Ausdruck, der alle Zuschauer unweigerlich in ihren Bann zieht."

18. Mai 2006 | THE DA VINCI CODE • Kritik • Neue Züricher Zeitung

Hinter Schall und Rauch kommt für Alexandra Stäheli eine phantasielose Schnitzeljagd zum Vorschein. "Ja überhaupt wirkt der ganze Film, als hätte man den sowieso schon fleischarmen Roman einfach in eine Dörranlage gesteckt: Drehbuchautor Akiva Goldsman hat die Story schlicht und pragmatisch auf diejenigen Elemente gestrafft, die zum Verständnis der ganzen Zusammenhänge gerade noch nötig sind; er hat die Architektur des Buches samt Cliffhanger übernommen, und Regisseur Ron Howard hat das Ganze dann in die naheliegendsten Bilder übersetzt. Herausgekommen ist dabei ein auf den ersten Blick mit Informationen gespickter Actionthriller, der sich, bei Projektorenlicht besehen, jedoch nur als heruntergehaspelte Fingerübung zeigt."

17. Mai 2006 | THE DA VINCI CODE • Kritik • Der Spiegel

Einen kreuzbraven Thriller ohne Thrill sah Bert Rebhandl, dem Film fehlt die Dynamik. "Auf den einzigen anderen Ausweg, eine auch nur angedeutete Selbstironie, verzichtet Howard. Mit religiösem Ernst folgt er der Geschichte von Dan Browns Bestseller in alle Verliese und Gruften, immer auf der Suche nach dem vielgestaltigen Gral, der Symbol, Person, Reliquie zugleich sein kann, auf jeden Fall aber eine DNA-Spur in die Urkirche. Die Spannungsdramaturgie des Buchs, das in kurzen Kapiteln jeweils ein neues Rätsel entwarf und ein altes klärte, geht bei Howard völlig verloren. Es scheint, als hätte er selbst geahnt, dass die Gegenwart nicht genug Stoff für den Phantasieraum enthält, den Dan Brown geöffnet hat."

17. Mai 2006 | THE DA VINCI CODE • Kritik • Der Spiegel

Alexander Schwabe interviewt Hartwig Bouillon, Sprecher der Opus-Dei.

17. Mai 2006 | THE DA VINCI CODE • Kritik • fluter.de

Für Jörg Buttgereit ist THE DA VINCI CODE ein müder Krimi. "Der eigentlich provokante Stoff ist, abgesehen von einigen opulent bebilderten Rückblicken in die Geschichte, erstaunlich konventionell und einfallslos inszeniert. Ständig reden sich die mit Tom Hanks, Audrey Tautou, Ian McKellen und Jean Reno hochkarätig besetzten Hauptfiguren mit neuen Erklärungen und Verschwörungstheorien die Köpfe heiß. Da verlieren die Zuschauenden leicht den Überblick und schließlich auch das Interesse. Selten hat man so gute Darsteller/innen in einem so langweiligen Film gesehen."

17. Mai 2006 | THE DA VINCI CODE • Kritik • br-online.de

Die Erwartungshaltung von Gunnar Mergner ist nicht erfüllt worden. Der Regisseur "hat sich gerade mit der optischen Darstellung der Anagramme, Worträtsel und historischen Thesen besondere Mühe gegeben. Und trotzdem rauschen die fein konstruierten Zusammenhänge, die intellektuellen Spielchen des Buches in einer auf 148 Minuten gerafften Filmfassung vergleichsweise wirkungslos am Zuschauer vorbei. Allen bleichen historischen Rückblenden und kunsthistorischen Powerpoint-Präsentationen zum Trotz. Was bleibt, ist immer noch glattes Hollywood-Blockbuster-Kino, das – das darf man auch nicht ganz vergessen – die Kirche nicht besonders gut aussehen lässt und mit provokanten Thesen zum Leben Jesu Christi durchaus etwas Subversives und Polarisierendes hat."

11. Mai 2006 | THE DA VINCI CODE • Kritik • Die Zeit

Frank Zöllner beschäftigt sich mit THE DA VINCI CODE, der ein großes Menschheitsgeheimnis lüften will. Der Film wird ein großes Fest für alle Bildtheoretiker dieser Welt werden.

11. Mai 2006 | THE DA VINCI CODE • Kritik • film-dienst 10/2006

Der Film ist mehr als das Buch, meint Charles Martig. "Das verdankt sich vor allem der schaupielerischen Leistung von Tom Hanks, der das eigentlich Unmögliche möglich macht. Obwohl der Plot und die entscheidenden Wendepunkte der Handlung bekannt, alle Schauplätze bereits in der Buchausgabe beschrieben und dargestellt sind, gelingt es ihm, der Figur des Professors und damit der Story eine eigene Prägung zu geben. In dieser Heldenfigur, dem Gralssucher, liegt die eigentliche Spannungsdramaturgie des Films. Was den Zuschauer bewegt, ist, wie sich Langdon vom Wissenschaftler zum demütigen Ritter und Verehrer der Maria Magdalena entwickelt."

10. Mai 2006 | THE DA VINCI CODE • Kritik • Berliner Zeitung

Oliver Meiler erklärt, wie der Vatikan gegen den Film THE DA VINCI CODE mobilisiert. "Noch weiter geht der Kurienkardinal Francis Arinze, Präfekt der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung. Er fordert die Christen auf, den Film vor Gerichte zu bringen, die Macher anzuzeigen, denn die Achtung des Glaubensbekenntnisses sei ein Grundrecht."

08. Mai 2006 | THE DA VINCI CODE • Kritik • Der Tagesspiegel

Ähnlichkeiten mit einem Powerpoint-Vortrag hat Christiane Peitz entdeckt. "Kein Sakrileg, nirgends. Aus Rücksicht auf die 50 Millionen Hobby-Regisseure, sprich: Leser des THE DA VINCI CODE, hält sich der Film an die Schrift und illustriert die Vorlage: sorgfältig, gemächlich, buchstabengetreu, mit geringfügigen Abweichungen. ... Tom Hanks erläutert, Audrey Tautou als Polizei-Kryptografin Sophie Neveu macht große, wunderschöne Augen zu den kurzen Gruselrückblenden (stürzende Statuen, römischer Popanz, ekstatisch tanzende Heiden). Man hat schon rasantere Verfolgungen gesehen als bei dieser Schnitzeljagd; allerdings dürfte es sich bei Tautous Fluchtmanöver vor der Pariser Polizei um den ersten flinken Smart-Einsatz der Filmgeschichte handeln. Die Alte Welt: ein Abenteuerspielplatz mit erstaunlich kleinen Autos."

03. Mai 2006 | THE DA VINCI CODE • Kritik • Der Tagesspiegel

Rüdiger Suchsland porträtiert Audrey Tautou, die kleine, süße Französinnen spielt.

28. April 2006 | THE DA VINCI CODE • Kritik • Der Spiegel

Angelo Amato, Erzbischof und enger Vetrauter von Papst Benedikt XVI., rief offen zum Boykott des Films DA VINCI CODE auf.

27. April 2006 | THE DA VINCI CODE • Kritik • Der Tagesspiegel

Laut Matthias B. Krause provoziert der Film DA VINCI CODE die Kirche und Opus Dei zu einer Gegenkampagne. "Hände reiben sich, wie stets in solchen Fällen, die Hollywoodproduzenten. So viel öffentliche Kontroverse ist ihnen sehr willkommene kostenlose Werbung. Und sie lenkt von einem Umstand ab, der ihnen ein wenig Sorgen macht. Tom Hanks war beim Testpublikum als Hauptdarsteller von Browns detektivischem Professor mit Bausch und Bogen durchgefallen. Grund: Sie fanden seine ungewöhnlich lange Haarpracht widerlich."

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