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MEIN FÜHRER

MEIN FÜHRER

Regie Dani Levy
Kinostart 11.01.2007

Kritiken • MEIN FÜHRER

17. Januar 2007 | MEIN FÜHRER • Kritik • Frankfurter Rundschau

Daran, dass Dani Levy mit seinem Hitlerfilm MEIN FÜHRER auf mäßigem Niveau gescheitert ist, hat Micha Brumlik keinen Zweifel. "Zu disparat die Handlungsstränge, zu überladen der Plot, zu viele Ideen und Absichten für zu wenige Bilder, zu strapaziert das Klischee vom "jüdischen Humor", der angeblich darin besteht, unter Tränen zu lachen. Dem Film vorzuhalten, dass er keine gelungene, sarkastische Komödie über Hitler ins Bild setzt, ist ebenso wohlfeil wie der immer wieder geübte Vergleich mit Chaplins Großem Diktator unfair.Verblüffend indes die Erregung, die der Film zumal bei jenen ausgelöst hat, die ihn gar nicht gesehen haben."

11. Januar 2007 | MEIN FÜHRER • Kritik • Der Spiegel

Laut einer Umfrage, die der SPIEGEL aufbereitet hat, lehnt die Mehrheit der Deutschen die Hitler-Satire MEIN FÜHRER ab. "Ungeachtet der Kritik in Deutschland gibt es an Levys neuem Film bereits weltweites Interesse. Unter anderem wollen die USA, Frankreich, Italien und Großbritannien den Film in ihren Kinos zeigen."

11. Januar 2007 | MEIN FÜHRER • Kritik • Berliner Zeitung

Kritik, Lob und Riesenandrang gab es laut Andreas Kurtz bei der Berlin-Premiere des Films.

11. Januar 2007 | MEIN FÜHRER • Kritik • Der Tagesspiegel

Stephan J. Kramer, Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland, erklärt, warum er über die Hitler-Satire nicht lachen kann. "Levy bleibt hinter seinem selbst gesetzten Ziel zurück. Er handelt grob fahrlässig in einer Zeit, wo das Tagebuch von Anne Frank öffentlich verbrannt, jüdische Kinder auf Straßen angegriffen, Synagogen und Friedhöfe geschändet und Neonazis mit ihren rassistischen Parolen in immer mehr Landesparlamente gewählt werden. Dies ist nicht die Zeit für eine solche Form der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit in dem Land, in dem der Holocaust erfunden und exekutiert wurde."

11. Januar 2007 | MEIN FÜHRER • Kritik • Der Tagesspiegel

Der Tagesspiegel berichtet kurz von der Berliner Premierenfeier.

10. Januar 2007 | MEIN FÜHRER • Kritik • Der Spiegel

Wie der SPIEGEL meldet, gibt es harsche Kritik an MEIN FÜHRER von Dani Levy: Nicht nur der Zentralrat der Juden äußerte Bedenken, auch der Dramatiker Rolf Hochhuth bemängelte die "Verklärung" des Nazi-Diktators.

10. Januar 2007 | MEIN FÜHRER • Kritik • Die Tageszeitung

Cristina Nord sah einen schüchternen Film. "MEIN FÜHRER verzichtet auf den süßen Augenblick des Triumphes über die Nazis, auf das, was die Gräuel post festum, im flirrenden Irrealis der Fiktion, wenigstens temporär überwände - nicht um die Gräuel zu leugnen, sondern um in der Fiktion den Raum des Widerstands zu öffnen. Levy täuscht diesen Raum an, wagt aber nicht, ihn zu füllen - ganz so, als habe ihn auf halbem Weg der Mut verlassen. MEIN FÜHRER ist deshalb ein schüchterner Film. Noch in der Fantasie knüpft er sich ein Sicherheitsnetz."

10. Januar 2007 | MEIN FÜHRER • Kritik • Junge Welt

Laut Stefan Gärtner ist MEIN FÜHRER ein sehr deutscher Film mit Helge Schneider, aber leider kein Helge Schneider-Film. "Statt sich auf den durchaus belastbaren Grundkonflikt des Films zu konzentrieren: ein KZ-Häftling kann in letzter Minute entweder sich und seine Familie retten oder, aus nächster Nähe, Hitler töten, verzettelt sich Levys Drehbuch in dünner Neben- und Klamaukdramaturgik, was dann für eine derart arme Pointe sorgt, daß der Film nach 90 Minuten als Torso endet. Und selten noch sah man einen finalen Knalleffekt, der, dem von Adorno charakterisierten Eichendorffschen Posthorn gleich, so deutlich auf die Leere wies, in die er krachte."

10. Januar 2007 | MEIN FÜHRER • Kritik • Jungle World

Markus Ströhlein hat aufgehorcht, als er hörte, dass Helge Schneider den Adolf Hitler geben wird. Aber es menschelt "schlimmer als in DER UNTERGANG. Während der Hitler­gedächtnisfilm des Produzenten Bernd Eichinger in der ersten Hälfte von MEIN FÜHRER noch recht treffend demontiert wird, macht Levy ihm später ernsthaft Konkurrenz. Ginge es nach Helge Schneider, stünde die 'menschliche Seite' Hitlers noch stärker im Vordergrund. Schneider hat sich noch vor dem Kinostart darüber beschwert, dass der Führer in der endgültigen Fassung nur als Schwächling dargestellt werde."

09. Januar 2007 | MEIN FÜHRER • Kritik • Frankfurter Rundschau

Der Film hat für Daniel Kothenschulte einige Schwächen, aber noch mehr Stärken. "Helge Schneider, der mit seiner Darstellung der Hauptrolle Dani Levys Film MEIN FÜHRER in ähnlicher Weise überragt wie Ganz den Untergang, spielt gar nicht den Hitler. Er spielt Bruno Ganz. Und Dani Levys Film spielt zwar in Nazi-Deutschland, aber der Spuk, den er verspottet, ist noch lange nicht vorüber. Es ist der gegenwärtige mediale Wahn, aus beliebig aufbereiteten Archivschätzen und Nachstellungen die Hitlerzeit lebendig werden lassen zu wollen - wie auf denselben Kanälen die Römer- oder Mayazeit."

08. Januar 2007 | MEIN FÜHRER • Kritik • Frankfurter Rundschau

Für Daniel Kothenschulte bezieht der Film den heutigen Umgang der Medien mit dem NS-Regime ein. "Levy persifliert nicht den Holocaust, sondern seine mediale Verkürzung. Dass dies erst nach einem Tabubruch Anderer möglich wurde - der menschelnden Darstellung Hitlers in DER UNTERGANG - ist kein Zufall. Die Eichingerproduktion ist Levys Angriffsfläche. Helge Schneider parodiert nicht Hitler, sondern Bruno Ganz als Hitler."

08. Januar 2007 | MEIN FÜHRER • Kritik • Neues Deutschland

Angelika Kettelhack unterhält sich mit Dani Levy.

08. Januar 2007 | MEIN FÜHRER • Kritik • Der Spiegel

Dani Levys Hitler-Komödie besteht aus zwei Teilen, einem absurden und einem moralischen. Diesen Spagat hält nicht einmal der Führer aus, meint Henryk M. Broder. "Levy bemüht sich, Hitler als ein Würstchen zu zeigen, was ihm freilich nicht gelingen will, weil ein Würstchen, das über sich selbst sagt, es sei arm dran, keines mehr sein kann. Und damit niemand auf die Idee kommt, ihm vorzuwerfen, er verharmlose das Dritte Reich oder mache sich über die Leiden der Opfer lustig, setzt Levy die Familie des jüdischen Schauspielers Grünbaum als ein moralisches Gegengewicht zu den Nazis ein."

06. Januar 2007 | MEIN FÜHRER • Kritik • Berliner Zeitung

Mit Anke Westphal spricht der Regisseur über seinen Film, die Deutschen, Antisemitismus und sein Leben als Jude in Berlin.

06. Januar 2007 | MEIN FÜHRER • Kritik • Die Tageszeitung

Vielleicht keinen feinen Humor, aber ein heilsamen bescheinigt der Rabbi Walter Rothschild der Komödie. "Als Engländer kenne ich die Werke von Spike Milligan, der es auch schon vor Jahrzehnten geschafft hat, Hitler als kleinen Mann lächerlich zu machen. Vielleicht kann Deutschland sich nur heilen, wenn Deutsche wirklich über diesen Mann lachen können, als Verführer statt Führer. ... Dani Levys Film ist superb. Kulissen, Location, Kamera, Inszenierung, Licht, Ton, die feinen Details - alles wunderbar. Und der Inhalt. Man lacht, und man denkt, und man weint. Weil die wahrste Wahrheit immer scherzhaft und schmerzhaft sein muss."

06. Januar 2007 | MEIN FÜHRER • Kritik • Der Tagesspiegel

Laut Jan Schulz-Ojala scheitert der Film an seinen guten Absichten. "Wie ungrandios das grandios gedachte Vorhaben scheitert, zeigt auch die große Rede, auf die dramaturgisch alles zuläuft: Adolf Grünbaum, bislang klug und umsichtig das Beste aus seiner Rolle machend (sogar das KZ Sachsenhausen glaubt er auf seine Initiative befreit!), opfert sich, ein urplötzlich zum Märtyrer sich wandelnder Attentäter – und lässt Hitler mit eigenen Worten den ganzen privaten Jammer herausschreien. Das mag als finale Demaskierung gemeint sein, hebt aber das unglückliche Mensch namens Adolf endgültig auf den Sockel kollektiver Empathie. Grotesker ist schon lange kein Film mehr an seiner Intention vorbeigegangen."

06. Januar 2007 | MEIN FÜHRER • Kritik • Der Tagesspiegel

Darf man über Hitler lachen? - Dieser Frage stellt sich Peter Kasza.

06. Januar 2007 | MEIN FÜHRER • Kritik • Frankfurter Rundschau

Hier wird selbst geheilt, meint Ina Hartwig und setzt sich mit anderen Hitler-Interpretationen auseinander.

06. Januar 2007 | MEIN FÜHRER • Kritik • Neue Züricher Zeitung

Alexandra Stäheli hat sich ebenfalls mit dem Regisseur getroffen.

05. Januar 2007 | MEIN FÜHRER • Kritik • Berliner Zeitung

Anke Westphal kommentiert den Streit um die Hitler-Komödie. "Helge Schneider als Hitler zu besetzen, war jedenfalls ein Geniestreich: Man konnte ja noch nie ganz unbefangen über Schneider lachen; in seiner Komik war immer ein Moment von Unwägbarkeit und Befremden. Letztlich ist MEIN FüHRER Dani Levys persönlicher Einspruch gegen die Art, in der nicht über Hitler nachgedacht wird. Gegen die Faktengläubigkeit der Historiker setzt der Regisseur den Illusionismus des Kinos und verweist ausdrücklich darauf, dass sein Hitler-Bild auf inszenierter Realität gründet, wie Propaganda."

04. Januar 2007 | MEIN FÜHRER • Kritik • Der Spiegel

Der Hauptdarsteller Helge Schneider distanziert sich deutlich von der Komödie.

04. Januar 2007 | MEIN FÜHRER • Kritik • Der Spiegel

Daniel Haas spricht mit dem Regisseur Dani Levy.

04. Januar 2007 | MEIN FÜHRER • Kritik • Die Zeit

In der Popkultur ist "der Führer" längst eine Witzfigur, behauptet Harald Martenstein. "Bei Dani Levy soll Hitler beides gleichzeitig sein, realistisch und komisch. Das ist das Hauptproblem von Mein Führer: Die beiden Hitlers, die Knallcharge H. und der H. aus den Aufklärungsfilmen, kommen einander dauernd in die Quere, Levy entscheidet sich nicht zwischen ihnen. Deswegen ist sein Film hauptsächlich bizarr und nur stellenweise lustig. Ein realistischer Hitler kann vermutlich nicht komisch sein und umgekehrt."

03. Januar 2007 | MEIN FÜHRER • Kritik • br-online.de

Andrea Mirbeth konnte über den Film lachen. "Weil es lustig ist, wie Helge Schneider das spielt, weil es wirklich schöne Momente gibt, wie zum Beispiel, wenn Hitler, weil er nachts nicht schlafen kann, zum Juden ins Bett schlüpft. Oder wenn Hitler sich nachts heimlich davon schleicht, mit Schäferhund Blondie, um zu sehen, wie sein Berlin wirklich aussieht, weil er Goebbels, Himmler und Speer längst nicht mehr glaubt. Das hat schon was. Genau wie Wolfgang Becker mit GOOD BYE, LENIN! die DDR entlarvte und lächerlich machte, so in etwa hat es nun Dani Levy mit MEIN FÜHRER für die Figur Hitler versucht. Es ist ein unterhaltsamer Film geworden, ein Märchen, das niemanden verärgern wird, weil es ganz harmlos ist."

02. Januar 2007 | MEIN FÜHRER • Kritik • film-dienst 01/2007

Alberne Späßchen mit aufgesetzter Tragik sah Michael Kohler. Der Regisseur "tut dies so plump, dass man darüber glatt vergisst, wie komisch (und manchmal entlarvend) der Film auch sein könnte. Goebbels ist in Sylvester Groths jovialer Interpretation wirklich ein ausgefuchster Schelm, Albert Speer ein läppischer Ausbund menschlicher Anstandsreste und Himmler einem infernalischen Kuriositätenkabinett entsprungen. ... Die alte Frage, was Komik darf und was nicht, ist schon so oft beantwortet worden, dass es irgendwie fruchtlos ist, sie noch einmal zu bemühen. Aber dennoch: Komödie darf alles – außer langweilen. Genau das tut dieser Abiturientenstreich mit Starbesetzung aber ohne Unterlass."

08. März 2006 | MEIN FÜHRER • Kritik • Der Spiegel

Dani Levy verwandelte die Berliner Innenstadt in eine gespenstische Kulisse inklusive Hakenkreuzflaggen und armreckendem Gröfaz. David Crossland und Daniel Haas berichten von den Dreharbeiten.

07. März 2006 | MEIN FÜHRER • Kritik • Die Tageszeitung

Sophie Diesselhorst war bei den Dreharbeiten zu Dani Levys neuem Film. Es gab einen riesigen Naziaufmarsch im Lustgarten. Die Inszenierung wirkt erschreckend echt.

07. März 2006 | MEIN FÜHRER • Kritik • Der Tagesspiegel

Eine deutsche Führer-Komödie – geht das, fragt Marc Neller. Klar, wenn es vor der Kamera zugeht wie hinter den Kulissen.

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