| Regie | Gore Verbinski |
| Kinostart | 02.03.2006 |
Für Daniela Sannwald ist das Unerträglichste an den Film Nicolas Cage: "Mit jeder Geste, jedem Schritt bringt Cage das Unbehagen zum Ausdruck, das David Spritz erfasst hat. So gelingt es ihm, einen durchschnittlich neurotischen, unauffälligen Mittvierziger als Gejagten seiner noch nicht einmal behandlungsbedürftigen Ängste erscheinen zu lassen, als apathisches, aber gepeinigtes Opfer von Unterlegenheitsgefühlen. Jedes Lächeln wirkt verkrampft, jede Gefühlsäußerung künstlich und selbst der Zusammenbruch pathetisch. ... THE WEATHER MAN ist ein kühler, protokollarischer Film, der eine merkwürdige Distanz zu seinem unglückseligen Helden bewahrt, obwohl er dessen Perspektive einnimmt."
Laut Anke Westphal ist THE WEATHER MAN "die wunderbar präzise kleine Studie eines Staus. Neunzig Filmminuten lang sieht man David straucheln, aber nicht stürzen. "Nicolas Cage spielt David Spritz mit jener selbstmitleidigen Dackeläugigkeit, die er seit Spike Jonzes ADAPTATION und Ridley Scotts MADSTICK MAN kultiviert hat und die noch lange nicht abgenutzt scheint. Sein David ist mit Leib und Seele Opfer, ohne jedoch großartig ein Bewusstsein davon zu haben. In kaum einer Situation weiß er sich angemessen zu verhalten, was für etliche komische Situationen sorgt, ohne dass dabei das Mitgefühl für einen unglücklichen Mensch verloren ginge. Alles ist hier auf clevere Weise zugespitzt."
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