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VIER FENSTER

VIER FENSTER

Regie Christian Moris Müller
Kinostart 19.04.2007

Kritiken • VIER FENSTER

19. April 2007 | VIER FENSTER • Kritik • Der Tagesspiegel

Allerorts schiefe Zärtlichkeiten hat Verena Friederike Hasel ausgemacht. "All diese Liebesversuche hält die Kamera von Jürgen Jürges auf beklemmende Weise fest; mit langen Plansequenzen, die mitnehmen, was andere Filme auslassen, selbst kleine Rempler im Einkaufszentrum, und einer Kadrage, die die Verlorenheit der Figuren eindrücklich abbildet. Selten nur sehen wir eine Figur nah und frontal, die Kamera hält Abstand, bleibt im Flur zurück, wenn jemand schon im Bad verschwunden ist, oft sind Türen angeschnitten, oder eine Wand verdeckt halb die Sicht."

12. April 2007 | VIER FENSTER • Kritik • film-dienst 08/2007

Es muss wirklich das nackte Grauen sein, was unter deutschen Dächern stattfindet, stellt Oliver Rahayel fest. Der Regisseur "will aber nicht nur die Sprachlosigkeit als Metapher für gestörte Beziehungen darstellen. Er produziert auch keine sinnschweren, sondern belanglose Dialoge, die dazu dienen, das Schweigen zu vermeiden, die aber immer vom Subtext getragen werden, der sich wiederum in Blicken ausdrückt. Dies ist zweifellos eine Qualität des Films. Den Zugang zu seinem Spielfilmdebüt macht der Regisseur nicht leicht. Allzu viel Raum gibt er etwa der Beobachtung, dem bloßen Verfolgen seiner Figuren. Dabei haben die Bilder durchaus Qualität, schließlich konnte Müller Jürgen Jürges für die Bildgestaltung gewinnen."

10. Februar 2006 | VIER FENSTER • Kritik • Berliner Zeitung

Für Ralf Schenk geht der Film deutlich über das viel beschworene Versprechen auf die Zukunft hinaus. "Gemeinsam mit seinem Kameramann Jürgen Jürges löst sich Müller von allem Naturalismus und erzählt streng stilisiert, in langen, quälenden Einstellungen. VIER FENSTER ist ein Film der halb geöffneten Türen, die einen Blick in die Geheimnisse jedes Beteiligten ermöglichen, ohne voyeuristischen Lustgewinn zu verschaffen. Mehr zu ahnen als zu sehen sind Ausbrüche hilfloser Gewalt."

09. Februar 2006 | VIER FENSTER • Kritik • Die Tageszeitung

Dietmar Kammerer fast seine Kritik so zusammen: "Müller hat sich für lange Planeinstellungen ohne Schnitt (Kamera: Jürgen Jürges) entschieden, um 'jeder der Figuren Raum zu geben, sich im Zuschauer auszubreiten'. Schön wäre gewesen, wenn auch das Drehbuch seinen Figuren mehr Raum gelassen hätte. Am Ende bleibt ein Hoffnungsfunken und der Schritt ins Freie, als die beiden Geschwister endlich miteinander reden."

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