Inhalt • BIG BANG LOVE, JUVENILE A
Jun Ariyoshi arbeitet in einer Schwulenbar. Als ein Kunde ihn sexuell bedrängt, kommt es zu einem Streit, in dessen Verlauf Jun den Mann tötet. Er wird ins Gefängnis gesteckt. Dort lernt er Shiro Kazuki kennen. Von Anfang an setzt Shiro auf Gewalt und steigt damit schnell in der Hierarchie der Gefangenen empor. Der schüchterne Jun fühlt sich von Shiros Stärke und Entschlossenheit angezogen. Shiro wiederum akzeptiert Jun, weil er der Einzige im Gefängnis ist, der ihn so sieht, wie er wirklich ist. Sie werden Freunden und ein Paar, bis zu einem Zwischenfall...
Kritik • BIG BANG LOVE, JUVENILE A • 10. Februar 2006 • Junge Welt
Wichtig ist für Dietmar Kammerer die Inszenierung des Films. Er "ist weit entfernt vom hyperaktiven Schnittrhythmus früherer Miike-Filme. Das gemächliche Theaterstück nimmt Anleihen ausgerechnet bei Lars von Triers Amerika-Trilogie (die Zellenwände sind nur aufgemalt). Daß alles übel enden wird, in einem Mord aus Liebe oder Eifersucht, ist von Anfang an klar. Hin und wieder flattert ein digitaler blauer Schmetterling durchs Bild: schreiender Kitsch, schon im Farbkontrast zum verwaschenen Gelb und schmutzigen Braun des Gefängnisses. Durch eine immer geöffnete Tür fällt blendendes Licht, kann das Gefängnis jederzeit verlassen werden. Auf der anderen Seite aber erwartet einen nur eine weitere Qual der Wahl."