Inhalt • FIND ME GUILTY
Giacomo "Jackie Dee" DiNorscio ist zu einer 30-jährigen Haftstrafe verurteilt worden. Ihm eröffnet sich die Möglichkeit, die eigene Haftzeit mit einer Aussage gegen seine Freunde zu verkürzen. Der Gangster beschließt, sich selbst zu verteidigen. In seiner Doppelrolle als Angeklagter und Anwalt kommt Jackie mit den Gepflogenheiten im Gerichtssaal erstaunlich gut klar. Er genießt es, im Mittelpunkt zu stehen, ist schlagfertig und witzig und schafft es immer wieder, dem Prozessverlauf eine überraschende Wendung zu geben. Dabei verhält er sich gegenüber den Mitangeklagten und Freunden vergangener Jahre absolut loyal.
Kritik • FIND ME GUILTY • 18. Februar 2006 • Der Spiegel
Laut Andreas Borcholte will der Film kaum mehr als unterhalten und eine gute Geschichte von A bis Z erzählen. Statt bedeutungsschwerer Dramenkost gab es eine Art Coutroom-Comedy, bei der am Ende - oh Wunder - die Bösen davonkommen. "Eine faszinierende Story, und Sidney Lumet fand einen nicht minder schillernden Hauptdarsteller für sein Spätwerk: Vin Diesel. Der ... Muskelmann fraß sich für seine erste echte Charakterrolle einige Pfunde an und verabschiedete sich sogar von seiner zum Markenzeichen gewordenen Glatze. Als Mafioso, der sich nach Liebe und Respekt seiner "Famiglia" sehnt, gibt er im Gerichtssaal gekonnt den Clown, der mit bräsiger Nonchalance, rührender Offenheit und schmutzigen Witzen erst den Richter, dann auch die Jury für sich einnimmt."