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Regie Amos Gitai
Kinostart 07.09.2006

Kritiken • NEWS FROM HOME

10. September 2006 | NEWS FROM HOME • Kritik • critic.de

Fast körperlichen Zugang zur Historie verschafft der Regisseur dem Zuschauer, meint Lukas Foerster. "Angesichts der erkennbaren tiefen Verbitterung dieser weiterhin perspektivlosen Menschen erscheint die Tatsache, dass sie den Juden Gitai freundlich bewirten und den Dialog mit ihm aufnehmen, wie ein kleines Wunder. Allein wegen den Bildern dieser Menschen, die in der Berichterstattung über den Palästinenserkonflikt ansonsten entweder gar nicht vorkommen, oder hinter Fotografien vermummter Steinewerfer verschwinden, ist News From Home ein Film, dem nicht genug Aufmerksamkeit zuteil werden kann."

10. September 2006 | NEWS FROM HOME • Kritik • programmkino.de

Die exzellente Struktur des Films lässt Persönliches und Politisches nahtlos ineinander fließen, schreibt Günter H. Jekubzik. "Bemerkenswert ist dabei der Aspekt der Architektur - Gitai studierte selbst einst dieses Fach, sein Vater, Munio Weinraub Gitai, war Mitglied des Bauhaus. Amos Gitai ist derart "Chronist der menschlichen und ideologischen Architekturen des Israel-Palästina-Konfliktes". Im Film vergleicht er den Spielfilm mit der Architektur, die beide einem Bauplan, dem Drehbuch, folgen. Der Dokumentarfilm hingegen ist wie die Archäologie, die verschiedene Schichten sedimentierter Bedeutung zugänglich macht."

09. September 2006 | NEWS FROM HOME • Kritik • Die Tageszeitung

Bei seinem Graben hat Gitai ein dickes Knäuel an Lebensgeschichten freigelegt - palästinensische und jüdische, meint Kirsten Riesselmann. "Die kleinen Biopics, die er aneinandercollagiert, ergeben ein klares Bild: Kulturelle Unterschiede lassen sich kaum beobachten, wenn überhaupt, dann sind es ökonomische. Viel deutlicher wird das Gemeinsame der palästinensischen und jüdischen Menschen, die mit dem Haus irgendwie verbandelt sind: Sie alle sind auf ihre Art Flüchtlinge, Vertriebene. Da, wo sie jetzt wohnen, haben sie keine Wurzeln. Dieses Moment schält Gitais Film als verbindendes Element heraus, als reine Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen."

09. September 2006 | NEWS FROM HOME • Kritik • Der Spiegel

Das Haus wurde für Gitai eine Metapher für die Lage in Israel, schreibt Bert Rebhandl. "NEWS FROM HOME ist in erster Linie eine Spurensuche. Gitai sucht gar nicht nach einem Fundament, nach einem Moment in der Geschichte, der als Punkt Null erscheinen könnte. Er konfrontiert einfach verschiedene Biografien miteinander. So ähnlich hat er das früher schon in einer Reihe von Dokumentarfilmen über seine Heimatstadt Haifa gemacht, und so arbeitet er auch in seinen Spielfilmen: Wie in einem großen Mosaik fügt Gitai immer neue Details des Lebens in Israel zusammen. Bei seinen Spielfilmen fühlt er sich wie ein Architekt, äußert er an einer Stelle seines Kommentars aus dem Off, bei den Dokumentarfilmen ist er ein Archäologe."

07. September 2006 | NEWS FROM HOME • Kritik • Der Tagesspiegel

Der Regisseur betreibt so etwas wie eine cineastische Archäologe, schreibt Jens Mühling. "Natürlich gerät bei dieser vordergründig historischen Wühlarbeit auch viel Aktuelles in den Blick der Kamera: Sei es das Verhandlungspatt in den palästinensisch-israelischen Beziehungen oder die Tragik erzwungener Lebenswege. ... Natürlich begegnet Gitai bei seinen Grabungen im Steinbruch der israelisch-palästinensischen Geschichte auch dem erwartbaren Versuch, Unrecht gegen Unrecht aufzurechnen – auf beiden Seiten. Es ist der Verdienst des Films, dass er solche Rechnungen nicht aufgehen lässt – für keine Seite."

31. August 2006 | NEWS FROM HOME • Kritik • film-dienst 18/2006

Laut Oliver Rahayel läßt sich der Regisseur auf keine politische Diskussion ein. So macht er "spürbar, dass keine Seite mehr Recht auf Leben, einen Wohnort und Kontakt mit ihren Familien hat als die andere – was im Grunde die Unvereinbarkeit beider Sichtweisen suggeriert. Schon dieses subtil mitschwingende Statement war 1980 fürs israelische Fernsehen Grund genug, den ersten Teil der Haus-Trilogie nicht zu zeigen. Dabei lässt Gitai es sogar zu, dass seine Arbeit in Frage gestellt wird."

05. August 2006 | NEWS FROM HOME • Kritik • Berliner Zeitung

Regisseur Amos Gitai schreibt über die derzeitige Situation im Nahen Osten.

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