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LENZ

LENZ

Regie Thomas Imbach
Kinostart 30.11.2006

Kritiken • LENZ

30. November 2006 | LENZ • Kritik • Berliner Zeitung

Ulrich Seidler findet trotz aller Kritik etwas Positives: "Was diesen Film groß macht, ist nicht die Höhenlage des Drehortes und die umwerfenden Ansichten von Himmel und Bergen, die zunehmend aus dem Gleichgewicht geraten und von Flugzeugkondensstreifen durchnadelt werden. Es ist auch nicht Thomas Imbachs Mut zur Selbstüberschätzung - jener Mut, der seinen Lenz in den Wahnsinn treibt -, sondern seine Fähigkeit, den schöpferischen Prozess mit seinem Team zu teilen. Viele Szenen wurden vor der Kamera improvisiert: Wirklichkeitspartikel lagern sich auf dem Filmstreifen ab."

30. November 2006 | LENZ • Kritik • Die Tageszeitung

Volksbühnenschauspieler Milan Peschel gibt den Protagonisten wahrhaft besessen, meint Claudia Lenssen. "Imbachs Film fußt auf Improvisation, die Montage reiht Szene um Szene verabredeter Unmittelbarkeit mit harten Schnitten aneinander. Unaufhörlich forscht die Kamera in den Gesichtern nach den Spuren der Überraschung, mit der jeder auf die Spielavancen des anderen einzugehen versucht. Ständig zieht einen die Kamera ins intime dokumentarische Familienszenario - statt der "Aura des Geschehens" vermittelt sie die nervtötende Peinlichkeit exzessiver Klammergefühle."

30. November 2006 | LENZ • Kritik • Neues Deutschland

Einen Wanderer zwischen Normalität und Wahnwitz nennt Ralf Schenk die Hauptfigur. "Dieses Psychogramm zwischen himmelhohem Jauchzen und tödlicher Betrübnis wird von Imbach in einer filmischen Landschaft zelebriert, die die freie Natur ebenso erfasst wie das verborgene, zunehmend nach außen gestülpte Psychopathologische. Nebel umwallt das Matterhorn wie den gemarterten Geist des Helden, Schneestürme lassen jedes Andenken an die Sonne versinken. Die Natur als Spiegel der Seele. ... Insgesamt ist LENZ ein Beispiel für modernes, experimentelles Kino: das künstlerisch verdichtete, zwischen Komik und Tragik changierende Abbild einer Lebenskrise."

30. November 2006 | LENZ • Kritik • Die Zeit

Katja Nicodemus sah einen schrägen Heimatfilm vom Matterhorn. "Zwischen Glühweinpartys und Massenabfahrten, Andenkenläden und kitschigen Ferienwohnungen stellt Lenz die leise Frage, ob sich kreative Obsession und Künstlerwahnsinn in einer so natürlich durchgeknallten Umgebung auch einfach erübrigen könnten. Angenehmerweise erhebt sich Imbach nicht einen einzigen Augenblick über den Skizirkus und seine Touristenherden, vielmehr lässt er die Kommerz- und Konsum-Tristesse ganz beiläufig in den Seelenzustand seiner Hauptfigur übergehen."

28. November 2006 | LENZ • Kritik • Der Tagesspiegel

Kai Müller porträtiert den Schauspieler Milan Peschel, der als Lenz ins Kino kommt.

18. Februar 2006 | LENZ • Kritik • Berliner Zeitung

Die schroffe, übermächtige Landschaft ist hier laut Sabrina Ebitsch nicht nur Kulisse. "Sie ist Spiegel von Lenz' innerem Zerwürfnis, den Volksbühne-Ensemblemitglied Milan Peschel hohläugig, mit einer Mimik, zerfurcht wie die umgebende Bergwelt, bewegend verkörpert. Mit verwaschenen, an Dogma erinnernden Videokamerasequenzen - Lars von Trier bleibt auch im Film vom Filmemacher Lenz nicht unerwähnt - bewegt sich Imbach konsequent auf der Ebene des Dokumentarischen und der Improvisation. Die Umwelt wird überblendet mit der Welt im Kopf des Protagonisten, wodurch das verstörende Psychogramm eines heutigen Abbilds von Lenz entsteht. So fragmentarisch wie Film und Erzählvorlage bleibt auch die von ihm erfahrene Wirklichkeit."

14. Februar 2006 | LENZ • Kritik • Die Tageszeitung

Sebastian Frenzel ist dem Berliner Schauspieler Milan Peschel begegnet.

12. Februar 2006 | LENZ • Kritik • Der Tagesspiegel

Ebenso wie sein literarisches Vorbild bleibt der Film Fragment, meint Bodo Mrozek. "Mit der Videokamera improvisiert Thomas Imbach (HAPPINESS IS A WARM GUN) das Psychogramm eines an sich selbst leidenden Künstlers. Motive bleiben dabei nebulös, Improvisation ist dieser flüchtigen, aber eindringlichen Beziehungsskizze wichtiger als das Drehbuch. Wie zufällig werden Passanten in den Film einbezogen, ein paar oberflächliche Film-Insider-Witze (Dogma!) dürfen nicht fehlen. Der Lenz von heute nervt als Egomane, der sich vor Verantwortung drückt. Und so lebt er fort."

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