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CONGO RIVER

CONGO RIVER

Regie Thierry Michel
Kinostart 14.12.2006

Kritiken • CONGO RIVER

16. Dezember 2006 | CONGO RIVER • Kritik • Der Tagesspiegel

Monumental nennt Christina Tilmann den Film, eine außerordentliche Bestandsaufnahme des Landes. "Der Mythos des Flusses, den die Kongolesen 'Die große Schlange' nennen, die belgische Kolonialgeschichte, Reisen von Forschern wie David Livingstone und Henry Morton Stanley, werden nur kurz berührt. Wichtiger ist es Michel, dorthin vorzudringen, wo Joseph Conrad das 'Herz der Finsternis' verortet hat. Denn je weiter kongoaufwärts sich die Reise bewegt, desto mehr gerät Michel ins Kriegsgebiet."

10. Dezember 2006 | CONGO RIVER • Kritik • br-online.de

Laut Thilo Wydra ist der Film "nicht analytisch, sondern dokumentarisch, deskriptiv. Und doch ist Thierry Michels Film berührend, rüttelt das Gezeigte auf, bewegt und ist von großer Nachhaltigkeit. Und wenn er an Land den nicht fertig gebauten Prachtbau des ehemaligen Herrschers Mobutu aufsucht, den sich inzwischen die Natur einverleibt hat, dann steht das wie eine Metapher für ein untergegangenes Regime - in einer Zeit heute, wo es Wahlen im Kongo gibt. CONGO RIVER ist zwei Stunden lang. Aber jede Minute dieses engagierten, politischen, gesellschaftsrelevanten Dokumentarfilmes ist es wert."

07. Dezember 2006 | CONGO RIVER • Kritik • film-dienst 25/2006

Einen facettenreichen Film sah Josef Lederle, "dessen klare Strukturierung von der Mündung bis zu den Quellen es möglich macht, eine Vielzahl widersprüchlicher Aspekte, Motive und Entwicklungen zusammenzubringen, ohne sich in den Details zu verlieren. Die Spannungen in der Wirklichkeit, formal auch durch den Wechsel überwältigender Naturbeobachtungen mit den wenig erfreulichen politischen Umständen akzentuiert, lassen sich nicht wegdiskutieren, sondern allenfalls aushalten."

15. Februar 2006 | CONGO RIVER • Kritik • Berliner Zeitung

Das Fremde und Unverständliche bricht auf dieser Fahrt so ungefiltert über den Regisseur herein, dass er sich nur mit einem pathetischen Erzählkommentar wieder zu sammeln vermag, schreibt Bert Rebhandl. "Ein Vorzug des Films sind die großzügigen Luftaufnahmen, die eine Landschaft erschließen, die von der IMAX-Technologie noch nicht erfasst wurde. Entlang des Flusses findet Michel so viele Monumente des Verfalls, dass sein Gleichmut manchmal schwer verständlich wirkt. ... Den Bedingungen für das Elend der Anrainer des CONGO RIVER geht Michel nicht auf den Grund. Er versucht weder, sich und seine Beobachterrolle zu thematisieren, noch stellt er (sich) Fragen zu den Phänomenen, die er beobachtet. Die Ausschnitte aus historischen Filmen und die Archivbilder bleiben illustrativ."

13. Februar 2006 | CONGO RIVER • Kritik • Der Tagesspiegel

Laut Silvia Hallensleben ist der Film nicht offensichtlich politisch, aber "nicht minder ambitioniert. Denn die atemberaubende Filmreise will den Mythos vom Herz der Finsternis ebenso zeigen wie dekonstruieren. Die - im Kommentar leider zu aufdringlich geratene - Narration folgt den Spuren der Kolonialisten vom Flusslauf hinauf zu den Quellen ... Thierry Michel stellt Krieg und Elend nicht aus, im Gegenteil: Er versucht, einer möglichen Zukunft eine Stimme zu geben, die auch ästhetisch trägt. Auch deswegen ist CONGO RIVER opulent mit High-Definition-Kamera und großem Team gedreht."

10. Februar 2006 | CONGO RIVER • Kritik • Berlinale

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