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MÄDCHEN AM SONNTAG

MÄDCHEN AM SONNTAG

Regie Rolf Peter Kahl
Kinostart 26.01.2006

Kritiken • MÄDCHEN AM SONNTAG

31. Januar 2006 | MÄDCHEN AM SONNTAG • Kritik • Die Tageszeitung

Aljoscha Wescott spricht mit Regisseur Rolf Peter Kahl.

28. Januar 2006 | MÄDCHEN AM SONNTAG • Kritik • Der Spiegel

Liebevolle nennt Peter Luley die Porträtcollage. "Sympathischerweise aber benötigt der in vier Teile gegliederte Interviewfilm bei allem Einfallsreichtum kein cineastisches Weihrauchschwenken, um versteh- und goutierbar zu sein. Die Anspielungen sind mit leichter Hand gestreut, und wer nicht alle als solche erkennt, kann dennoch die Poesie der Bilder genießen. Einzige Voraussetzung dafür ist, das eine oder andere der porträtierten "Mädchen" schon in einer Rolle erlebt zu haben. Denn in der schlüssigen Auswahl der Schauspielerinnen liegt bereits die erste Qualität des Films."

26. Januar 2006 | MÄDCHEN AM SONNTAG • Kritik • Die Tageszeitung

Schnell und dreckig ist der Film für Wilfried Hippen. "Der Regisseur mag seine Darstellerinnen! Das sieht der Zuschauer gleich in den ersten Einstellungen des Films. Aber viel wichtiger ist, dass es auch die vier jungen Schauspielerinnen selber gespürt haben, die RP Kahls in seinem Dokumentarfilm MÄDCHEN AM SONNTAG porträtiert. Darum wirken sie so entspannt, deswegen plaudern sie so natürlich, offen und uneitel in die Kamera hinein, deswegen wirken alle vier Teile des Films wie von einem Freund gedreht. ... Mit geringstem Budget, schnell und dreckig mit einer Digitalkamera gedreht, ist der Film ein schöner Beweis dafür, dass das Kino inzwischen nicht mehr unbedingt die teuerste Kunstform sein muss."

26. Januar 2006 | MÄDCHEN AM SONNTAG • Kritik • Frankfurter Rundschau

Lasse Ole Hempel sah keine Klischees. "Die spielerischen Akzente, die kleinen inszenierten Gags, die die Überleitungen zwischen den Porträts herstellen, wirken improvisiert und der gemeinsamen Intuition entsprungen. Am Ende von Mädchen am Sonntag zeigt Kahl einige der Orte, an denen er die Gespräche gedreht hat, als nun verlassene Szenerien: eine grüne Wiese, eine Lichtung , einen Waldweg mit tief hängenden Zweigen. Als wollte Kahl sie nicht mehr missen, diese jungen Frauen, die der Traumlandschaft Kino und seinem Film ihre Gesichter und Gesten geben. Die Mädchen sind einzigartig, ganz gewiss."

26. Januar 2006 | MÄDCHEN AM SONNTAG • Kritik • Der Tagesspiegel

Christina Tilmann schätzt den Film als Experiment, allerdings ein glänzend besetztes. "Da erzählen sie nun von ihren Wünschen und Träumen: ein bisschen naiv, ein bisschen allürenhaft-selbstbewusst und ziemlich unsicher. Denn die Angst, dass sich der Traum von der Schauspielerei als Seifenblase erweisen würde, taucht in jedem Gespräch auf. ... Vielleicht kuscheln sie sich deshalb so sehr in ihre Schals und Mützen, treten betont burschikos auf, panzern sich mit Coolness und einer gewissen mädchenhaften Mauligkeit, diese jungen Frauen, die die Rolle ihres Lebens noch nicht gefunden haben. Die im Film so verheißungsvoll sind und im Leben so unfertig."

26. Januar 2006 | MÄDCHEN AM SONNTAG • Kritik • Junge Welt

Tina Heldt und Uschi Diesl sind nicht überzeugt. "Diese vier schönen Mädchen, die nette Sachen machen, sind zwar keine Sam-Fuller-Mädchen mit Knarre, aber auch absolut keine Mädchen in Uniform. Und schon weil dieser wunderbare Film über sie komplett ohne Budget gedreht ist, sind alle vier und RP Kahl nie etwas anderes als Superstars gewesen."

26. Januar 2006 | MÄDCHEN AM SONNTAG • Kritik • Berliner Zeitung

Laut Anke Westphal läßt der Regisseur den filmischen Raum in metaphysischem Sinne vollkommen offen. "Interessant ist dieser Film durch die sehr unterschiedlichen Charaktere seiner Protagonistinnen; anrührend wird er durch die unaufdringlich sensible Art, in welcher der Regisseur den jungen Frauen begegnet. Er darf ihnen ja ganz nahe kommen, aber er bildet sich dennoch nicht ein, alles über sie zu erfahren. Kahl wahrt den Abstand der Achtung; das ist möglich nur, weil er die Frauen in ihrem Wesen wahr nimmt. ... Der Regisseur ist nicht zu sehen, aber er zeigt sich indirekt in seiner Art, die Frauen als einzigartige Begabungen und sich selbst als Bewunderer und Cineast zu zeigen. Was haben diese vier Frauen doch für ein Glück gehabt!"

25. Januar 2006 | MÄDCHEN AM SONNTAG • Kritik • fluter.de

Silke Kettelhake ist etwas enttäuscht. "Ach wäre RP doch hauptberuflich Playboy geworden, zurückgebeamt in die himmelfarbenen Zeiten des Gunter Sachs und Konsorten, dann würde er wirklich coole Filme drehen mit wirklich coolen Mädchen. Und einer coolen Handlung. So aber ist ein Interviewfilm mit vier jungen deutschen Schauspielerinnen entstanden und das, was sie zu sagen haben, ist nur ganz manchmal cool. ... Jedenfalls für einen zwiespältigen Film, den man vielleicht irgendwann nochmal auf 3sat oder arte zu sehen bekommt, dann aber beim Bügeln und nicht im Kino. Zum Wegzappen bei allzu viel Selbstverliebtheit."

19. Januar 2006 | MÄDCHEN AM SONNTAG • Kritik • film-dienst 02/2006

Sympathisch sind die vier Frauen für Horst Peter Koll. "RP Kahl verlässt die vier Frauen schließlich so still und unspektakulär, wie er sie den gesamten Film über, ungehört und ungesehen, zum solistischen Sprechen animiert hat. Am Ende wechselt das Wetter, ein Gewitter geht über einem Park nieder, es regnet auf Rasen und Steine. So könnte alles, was zuvor geplaudert wurde, wohl auch einfach weggewischt, als Lappalie oder eitle Selbstgefälligkeit abgetan werden; wen aber die Schauspielerinnen in ihren 'richtigen' Rollen auf der Bühne oder im Kino - etwa Katharina Schüttler in SOPHIIIIE! oder Laura Tonke in PIGS WILL FLY - nachhaltig beeindruckt haben, der wird sich wohl gerne auf diese Sonntagsspaziergänge einlassen."

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