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GOLDENE ZEITEN

GOLDENE ZEITEN

Regie Peter Thorwarth
Kinostart 26.01.2006

Kritiken • GOLDENE ZEITEN

26. Januar 2006 | GOLDENE ZEITEN • Kritik • Frankfurter Rundschau

Sascha Westphal hat die Handschrift des Regisseurs sofort wiedererkannt. "Wie schon die beiden Vorgänger fällt auch der abschließende Teil seiner Unna-Trilogie erst einmal durch eine krude Vermischung unterschiedlichster Ideen und Erzählstile auf. Der Einfluss Quentin Tarantinos ist unübersehbar, ebenso das spezifische Lokalkolorit. Diese Gleichzeitigkeit zwei sehr verschiedener Sensibilitäten verleiht der Trilogie einen ausgesprochen widersprüchlichen, man könnte fast schon sagen schizophrenen Charakter. ... Was sich zu einem satirischen Gesellschaftspanorama zusammen fügen soll, wirkt gerade im letzten Drittel eher wie eine überdrehte Seifenoper, zumal Thorwarth Melanies Geschichte, das Herz seines Films, immer wieder aus den Augen verliert."

26. Januar 2006 | GOLDENE ZEITEN • Kritik • Der Tagesspiegel

Der Regisseur hat laut Martin Schwickert etwas, was nur noch wenige deutsche Filmemacher auszeichnet: Klassenbewusstsein. "Seine Komödien interessieren sich nicht für die Beziehungsprobleme von Berliner Webdesignern, sondern stellen sich stolz an die Seite des Proletariats (oder was davon im Ruhrgebiet noch übrig ist). ... So zappt Thorwarth von einer Witzfigur zur nächsten und zerdehnt das, was man großzügig als Filmhandlung bezeichnen könnte, auf 135 Kinominuten. Die Sympathie, mit der Thorwarth bisher seine proletarischen Antihelden ausstattete, weicht hier einem Billigzynismus. Als halbstündige Vorabend-Sitcom zwischen zwei Werbeblöcken ginge GOLDENE ZEITEN noch eben durch. Aber als Kinofilm? Klarer Fall von Zelluloidverschwendung."

26. Januar 2006 | GOLDENE ZEITEN • Kritik • Berliner Zeitung

Der Film funktioniert für Philipp Bühler nicht. "Thorwarths derbe Witzeleien lieferten zwar kein sachgemäßes Abbild des Ruhrpotts, aber dafür ziemlich genau den Humor, den seine Leute mochten. Was Typen wie Matthies oder Ingo lustig finden, will man indes gar nicht wissen. Denn auch Satire, und eben das versucht Thorwarth hier, braucht ein Mindestmaß an Sympathie. Doch all die zwielichtigen Manager, Provinzfürsten, Playboy-Häschen und ihre willigen Helfer sind nichts weiter als Knallchargen, Possenreißer, Nervensägen - entweder rechtschaffen blöde oder hundsgemein. Alle wollen nur ans große Geld oder ins Fernsehen oder beides. Das ist als böse Zeitkritik so treffend wie wohlfeil."

25. Januar 2006 | GOLDENE ZEITEN • Kritik • fluter.de

Für Nana A.T. Rebhan sitzen die Witze "hier leider nicht mehr sicher und das Timing ist schlecht getunt. Thorwarth nutzt alle Klischees des Milieus, die ihm einfallen. Leider spielt er dabei nur sehr selten mit ihnen."

19. Januar 2006 | GOLDENE ZEITEN • Kritik • film-dienst 02/2006

Laut Michael Kohler wimmelt es nur so vor Schaumschlägern, Windbeuteln und Hochstaplern. "Thorwarth mischte ohne Berührungsängste Lokalkolorit mit taratinoesker Erzählkunst und blieb dabei stets mit beiden Beinen auf dem Boden seines im Regionalen wurzelnden Talents. Das brachte ihm selbst bei denjenigen Sympathiewerte ein, die seinen derben Humor nicht gleich zum Kult erklären wollten. Auch GOLDENE ZEITEN profitiert von Thorwarths Neigung, dem einfachen Volk aufs Maul zu schauen und das Abgelauschte nahezu ungefiltert auf die Leinwand zu übertragen. Nur will er diesmal zu viel."

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