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EXIL

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Regie Tony Gatlif
Kinostart 26.01.2006

Kritiken • EXIL

19. Februar 2006 | EXIL • Kritik • film-dienst 02/2006

Laut Alexandra Wach weißt der Regisseur, wovon er erzählt. "Gerade weil Gatlif diese gegensätzlichen Fluchtbewegungen ins Ungewisse eines vermeintlichen Paradieses und zurück zu den Wurzeln unsentimental und sachlich registriert, stimmt die verzweifelt gelebte Sinnlichkeit des verliebten Pärchens umso melancholischer ... Trotz solcher romantischen Verklärung eines ungebundenen Lebens ist EXIL, 2004 in Cannes mit dem Regiepreis ausgezeichnet, ein schlichter, dokumentarisch angelegter Film, aber von so ungeheurer Intensität, wie man sie in diesen Tagen selten im Kino erlebt."

28. Januar 2006 | EXIL • Kritik • Berliner Zeitung

Bert Rebhandl sah ein ekstatisches Roadmovie. "Der Regisseur Tony Gatlif (GADJO DILO, VENGO) folgt auch in EXIL nur widerwillig den Gesetzen des Erzählkinos, denen zufolge ein Film nicht einfach aus hundert Minuten Ekstase bestehen kann. Er setzt so beharrlich auf unmittelbare Intensitäten, dass Film hier manchmal als das falsche Medium erscheint - als Ersatzbefriedigung und Trost dafür, dass die meisten sich heute schon wieder im Bad gewaschen und nicht einfach den nächsten Zug von Berlin-Zoo nach Sevilla bestiegen haben."

26. Januar 2006 | EXIL • Kritik • Frankfurter Rundschau

"Musik ist Teil dieser Reise. EXIL enthält den "mitreißendsten Soundtrack seit Jahren", fand das Fachblatt "Variety". Den sinnlichen Kern des Films bilden aber Zano und Naïma, die an jedem Schauplatz ihre Liebe feiern."

25. Januar 2006 | EXIL • Kritik • fluter.de

Silke Kettelhake hat der Film überhaupt nicht gefallen. "Umsonst der Versuch, Zano wie den jungen Belmondo in AUßER ATEM (1960) in Szene zu setzen, da mag er noch so viel an die Krempe klopfen, an die Coolness kommt er einfach nicht heran. Naïma hat Temperament und das wird der nicht geneigten, weil eventuell nicht männlich-voyeuristischen Zuschauerin in fast jeder Szene unter die Nase gerieben: Ob Naïma nun in einem öffentlichen Brunnen badet oder auf einem Fußballplatz zu Walkmanklängen Ausdruckstanz übt – es ist und bleibt peinlich, geheuchelt und aufgesetzt."

25. Januar 2006 | EXIL • Kritik • br-online.de

Der große Schwachpunkt des Films ist für Margret Köhler die Verwischung der Grenzen zwischen Folklore und Tradition. "Eine diffuse Sehnsucht nach Identität ist die Triebfeder des durch die Lande ziehenden Duos, das immer mittendrin ist im Leben, Sinnlichkeit bis zur Neige auskostet. Der Regisseur, der in den 60er Jahren mit seiner Familie nach Frankreich auswanderte, erzählt nicht nur die Geschichte von Zano und Naima, sondern auch seine eigene. Immer wieder konfrontiert er mit Heimatlosen, Entwurzelten und Auswanderern, die gen Europa strömen, während die beiden Verliebten, die sich auch streiten und betrügen, die entgegengesetzte Richtung einschlagen."

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