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SLUMMING

SLUMMING

Regie Michael Glawogger
Kinostart 19.04.2007

Kritiken • SLUMMING

19. April 2007 | SLUMMING • Kritik • Berliner Zeitung

Ein tolles Gespür für surreale Situationen bescheinigt Bert Rebhandl dem Regisseur. "Aus der Zufallsmetaphysik, die im österreichischen Kino so zentral ist, holt SLUMMING auf verschwurbelten Umwegen ein Optimum heraus: zwei großartige Figuren in Gestalt von Kallman und Pia und einen deutschen Anstifter, der am Ende ins Exotische entsorgt wird."

19. April 2007 | SLUMMING • Kritik • Frankfurter Rundschau

SLUMMING ist der Film eines bekennenden, aber durchaus gewissenhaften Voyeurs über Menschen, denen genau dieses Gewissen fehlt, schreibt Daniel Kothenschulte. Dem Regisseur gelingen "einige erstaunliche Bilder für diese sonderbare Sehnsucht nach Unsicherheit. Am stärksten ist der Anfang, der den Stadtstreicher Kallmann bei einem schier endlosen Suff-Monolog begleitet. Jeder Großstadtbewohner sah sich schon einmal als Objekt von Beschimpfungen, wie sie von Zeitgenossen wie Kallmann gern in U-Bahnhöfen hinausposaunt werden. Thomas Bernhard konnte aus dem irrsinnigen Kreisen derart gestörter Gemüter die schönsten Monologe dichten."

19. April 2007 | SLUMMING • Kritik • Junge Welt

Peer Schmitt sagt es eindeutig: Er mag den Film nicht. "SLUMMING könnte nicht eben unzufällig auch die Arbeitsweise des Dokumantaristen Glawogger bezeichnen: Einen 'fremden' Ort auswählen, der eine Ruine des Echten darstellen soll; ein verkommenes Restnatürliches, an dem das Traurige und Mutlose sich eben darin beweisen soll, daß es diesen Ort eben nur in Relation zu einer außerst zynischen Inszenierung noch geben kann. Daher rührt auch das so­zial Beziehungslose in Glawoggers Filmen. Die Inszenierung hat ihren Anlaß längst vergessen, muß ihn vergessen haben."

12. April 2007 | SLUMMING • Kritik • film-dienst 08/2007

Ulrich Kriest nennt den Film ein komplexes und widersprüchliches Traktat. "Ist SLUMMING mit seiner pointierten Boshaftigkeit eigentlich eine schwarze Komödie? Oder doch eher eine mit spielfreudigen Darstellern wie August Diehl und Paulus Manker hochkarätig besetzte Docu-Fiction? Oder handelt es sich um einen Meta-Film über die unterschiedlichen Formen des Dokumentarischen im Gewand einer Fiktion? Es ist höchst interessant zu beobachten, wie spielerisch es Michael Glawogger mit SLUMMING gelingt, den bösen Blick von Ulrich Seidl mit der schwerelosen Chaostheorie-Dramaturgie Barbara Alberts zu kombinieren."

15. Februar 2006 | SLUMMING • Kritik • Neues Deutschland

Gut gedacht, zu gut gedacht und damit konstruiert wirkend st SLUMMING für Gunnar Decker. "Obwohl für mich dieser österreichische Beitrag immerhin soviel Substanz hat, dass einem die Konstellation – die man durchaus eine Versuchsanordnung nennen kann – lange nicht aus dem Kopf ging."

12. Februar 2006 | SLUMMING • Kritik • Der Spiegel

Mindestens 15 Jahre zu spät kommt der Film für Daniel Haas. Bei aller inszenatorischen Härte bleibt er "jedoch ein kosmetisches Projekt. Schön geschminkt wird hier noch einmal die Leiche des Kulturpessimismus: Das bürgerliche Subjekt, vorgestellt in Sebastian (August Diehl), einem reichen Schnösel, ist unrettbar verloren. Triebhaft und latent gewalttätig hinter seiner kultivierten Fassade, betreibt es seinen moralischen Untergang."

11. Februar 2006 | SLUMMING • Kritik • Berliner Zeitung

Michael Glawogger sieht mit Röntgenaugen, aber er will auch mit dem Herzen gut sehen, meint Anke Westpahl. "In Tschechien sind die Leute freundlich und sanft; Wien hingegen ist hart und schnell, aber es lebt hier auch eine hippe Volksschullehrerin, die den jungen Zynikern ins Gewissen redet und sich aufmacht, Kallmann zu retten. Ecce homo. Michael Glawogger hat unschlagbare Röntgenaugen. Sein Herz wählt wohl SPÖ."

11. Februar 2006 | SLUMMING • Kritik • Die Tageszeitung

Eine kühle Bildsprache, interessante Orte und pulsierende Technofilmmusik hat Detlef Kuhlbrodt wahrgenommen. "SLUMMING ist schon prima, stilistisch schön, in seinen Gestalten auch halbwegs glaubwürdig, aber manchmal hat man auch das Gefühl eines gewissen Gegensatzes zwischen den authentisch wirkenden Charakteren und dem Schauspiel, sodass manches plötzlich etwas theaterhaft wirkt. Es ist so ein Film, nach dem man nicht so recht weiß, wie man ihn finden soll."

12. Januar 2006 | SLUMMING • Kritik • Der Tagesspiegel

Laut Christian Schröder arbeitet der Regisseur an der Grenze zwischen dokumentarischem und fiktionalem Kino. Hier "konzentriert er sich ganz auf seine beiden Hauptfiguren, die einander ähnlicher sind, als es zunächst scheint. Der Plot mag ein paar Wendungen zu viel haben, aber die Schauspieler sind großartig. Paulus Manker spielt den Quartalssäufer Kallmann als barocken Untergeher in der Tradition von Nestroy und Bernhard. August Diehl lässt hinter der Coolness des Schnösel-Arschlochs Sebastian die Leere und Verzweiflung eines Sinnsuchers spüren."

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