Gunnar Decker fallen keine Worte für den Film ein. "Mehr Ereigniswert besitzt der Versuch nicht, das Soap-Sujet in aufklärerischer Absicht zu verhässlichen und damit etwas von dem ans Fernsehen verloren gegangenen Realismus mittels Filmkunst zurückzugewinnen."
Kurt Scheel bietet eine Nacherzählung des Film. "Klingt abscheulich? Das ist ja nur so eine Zusammenfassung der Story, und ihre filmische Auflösung in Kapitel und voice over und blühende Pflaumenbäume und Großaufnahmen nach einem bestimmten Prinzip - das genuin Filmische eben - kommt in meiner Nacherzählung naturgemäß zu kurz. Doch der Film ist gar nicht schlecht, ehrlich, und das sage ich nicht nur deshalb, weil ich auf der Berlinale meine sowieso schon problematischen Qualitätsstandards hier noch einmal, der Festtagsstimmung wegen, abgesenkt habe. Sogar echte Filmkritiker waren von diesem in der Nacherzählung horrenden Unfug angetan und könnten Ihnen das auch filmästhetisch begründen."
Der Film erzählt laut Daniel Haas mit dokumentarischer Präzision. "Es ist ein Kammerstück, das sich zwischen zwei Wohnungen abspielt, und doch spiegelt sich in diesem Binnenraum viel von der Rigidität gesellschaftlicher Normen; wie sie den Einzelnen mit bestimmten Identitätsgeboten gängeln und selbst intimste Regungen zurichten."
Der Film bleibt dicht dran an seinen Protagonistinnen, schreibt Daniela Sannwald. "Buchstäblich auf den Leib rückt die Kamera den beiden: Es geht um Körper, und wie man sich in ihnen fühlt. Deshalb interessiert kein Draußen. Und so hat die Spielfilmdebütantin Pernille Fischer Christensen die Form des Kammerspiels gewählt ... EINE SOAP ist ein berührender, bedrückender Film, der vor allem durch den Charme seiner Hauptdarstellerin Trine Dyrholm besticht. Ihr immer wieder plötzlich hervorbrechendes Lachen verweist darauf, dass sie am Ende von ihrer vermeintlichen zu einer tatsächlichen Freiheit aufbrechen wird."