Anfangs dachte Gunnar Decker, der Film sein Mainstream - hat sich aber getäuscht. "Aber hier wird in sehr ernster Absicht mit einem Sujet gespielt. Während in V WIE VENDETTA eine Orwellsche Inszenierung comicartig abläuft – ein faschistisches Großbritannien der Zukunft! – blickt »Romanzo criminale« auf die italienische Nachkriegs-Geschichte bis 1990 zurück. Der Befund beider Filmer ist vernichtend: Europa ist am Ende, es gibt keine eine demokratische Ordnung erhaltenden Kräfte mehr."
Hoffnung auf einen Action-Schub hat sich Andreas Boscholte gemacht. "Dass man solche Milieu-Studien, die sich gerne über mehrere Jahrzehnte erstrecken, mit epischem Atem angehen muss, weiß der Kinozuschauer spätestens seit GOOD FELLAS oder ES WAR EINMAL IN AMERIKA. Die hinreichende Länge (146 Minuten) hielt Placido ein, ansonsten ließ seine Banden-Saga jedoch viel zu wünschen übrig, unter anderem eine nachvollziehbare Handlung, eine dem Sujet angemessene Ästhetik und differenzierte Charaktere. Die schlimmen Jungs tragen zwar griffige Namen wie "Dandy", "Ice" oder "Libanese", wirklich kennen lernt man sie deshalb aber leider noch lange nicht. Statt seine Figuren glaubwürdig zu gestalten, versetzt Placido seinen Film lieber mit dokumentarischen Szenen."
Die Zusammenhänge bleiben für Katja Lüthge unbefriedigend vage. Vor allem dienen die Spekulationen über eine Allianz aus Ultra-Rechten, linken Terroristen, Staatsbediensteten und der Mafia dem Regisseur "als untaugliche Folie für gruppendynamische Verwerfungen und Liebesdramen. Dabei wären schon die seit Jahren kursierenden Verschwörungstheorien über die Umstände des Mords selbst für lange 146 Minuten viel Stoff, den der Regisseur dann auch nicht in den Griff kriegt."