Inhalt • ROMANZO CRIMINALE
Rom 1960. Der Libanese, der Eiskalte und der Dandy sind drei junge Kriminelle. Mit Hilfe einer Bande von anderen Halbstarken entführen sie einen reichen Firmenbesitzer und bringen ihn um. Das Lösegeld, das sie kassieren, investieren sie ins Heroingeschäft. Aus ihrer Anlage erwächst eine skrupellose Organisation. Gleichzeitig reiben sich die Behörden im Kampf gegen den Terrorismus auf. Der Einzige, der die Gefahr erkennt, die von der neuen Gangster-Generation ausgeht, ist der Commissario Scialoja. Er will ihnen das Handwerk legen ...
Kritik • ROMANZO CRIMINALE • 16. Februar 2006 • Der Spiegel
Hoffnung auf einen Action-Schub hat sich Andreas Boscholte gemacht. "Dass man solche Milieu-Studien, die sich gerne über mehrere Jahrzehnte erstrecken, mit epischem Atem angehen muss, weiß der Kinozuschauer spätestens seit GOOD FELLAS oder ES WAR EINMAL IN AMERIKA. Die hinreichende Länge (146 Minuten) hielt Placido ein, ansonsten ließ seine Banden-Saga jedoch viel zu wünschen übrig, unter anderem eine nachvollziehbare Handlung, eine dem Sujet angemessene Ästhetik und differenzierte Charaktere. Die schlimmen Jungs tragen zwar griffige Namen wie "Dandy", "Ice" oder "Libanese", wirklich kennen lernt man sie deshalb aber leider noch lange nicht. Statt seine Figuren glaubwürdig zu gestalten, versetzt Placido seinen Film lieber mit dokumentarischen Szenen."