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V WIE VENDETTA

V WIE VENDETTA

Regie James McTeigue
Kinostart 16.03.2006

Kritiken • V WIE VENDETTA

18. März 2006 | V WIE VENDETTA • Kritik • Die Tageszeitung

Immer wieder mußte sich Philipp Bühler daran erinnern, daß dies nur eine Comicverfilmung ist. "Das glücklich vermurkste Ethos dieses Films ist zwiegespalten. Die unauflösbare Diskrepanz zwischen ewigen Werten und deren faktischer Wertlosigkeit - das ist der gegenwärtige Schmerz, den V WIE VENDETTA mit verblüffender Intelligenz benennt. Im allgemeinen Wertechaos propagiert der Film weniger den Terrorismus als "Anarchy in the UK!". Mehr Subversion ist im heutigen Mainstream nicht zu haben. Und tatsächlich ist es nur die glatte, dem programmatischen Individualismus zuwiderlaufende Ästhetik einer Hollywood-Comicverfilmung, die den Film auf gute Unterhaltung reduziert. Ihn wirklich zu lieben, gleicht Natalie Portmans Versuch, eine Maske zu küssen."

17. März 2006 | V WIE VENDETTA • Kritik • Der Tagesspiegel

Im Grunde haben die Wachowski-Brüdern den richtigen Weg eingeschlagen, schreibt Sebastian Handke. "Ihr Drehbuch versucht, die ästhetisch strenge Vorlage in den Rhythmus einer grellen Farce à la Kubricks CLOCKWERK ORANGE zu bringen. Das Ergebnis aber sieht aus wie ein Anfängerwerk. Frei von Atmosphäre und Dringlichkeit; in fernsehkonformer Ausleuchtung; unterbrochen von bleiernen Dialogen und unnötigen Rückblenden. Dazu die verblüffende Unfähigkeit, das London von 2020 zum Leben zu erwecken. Diese Rache sieht richtig billig aus. Die Wachowskis leisten sich Freiheiten gegenüber der Vorlage, Mut zeigen sie keinen."

17. März 2006 | V WIE VENDETTA • Kritik • Der Spiegel

Daniel Haas wirft den Wachowski-Brüdern verquaste Systemkritik und jede Menge Plattitüden vor. "Das System und wie man es loswird, das ist ein Leib- und Magenthema der Wachowski-Brüder, und dass sie die schwere Kost der Gesellschaftskritik, die sie in ihre Filme einspeisen, nicht einmal annähernd verdaut haben, beweist nach der Matrix-Trilogie auch ihr neuer, von James McTeigue inszenierter Film "V wie Vendetta". Weaving wird hier ebenfalls mit sich selber multipliziert bei gleichzeitiger Auslöschung: Als Action-Held V tritt er maskiert gegen ein Terrorregime an; zum Schluss wird das von ihm befreite Volk eben jene Maske tragen zum Zeichen, das in uns allen ein Nonkonformist versteckt ist."

16. März 2006 | V WIE VENDETTA • Kritik • Frankfurter Rundschau

Einen prächtigen Zukunftsfilm sah Daniel Kothenschulte. "Dabei ist die Gegenwart äußerst präsent, wenn auch in einer verspielten Weise, die an die Frechheiten des englischen Pop-Art-Kinos erinnert. Für wenige Augenblicke sieht ein Internierungslager aus wie Abu Ghraib, das Modewort der Vogelgrippe schmückt die Tonspur, lakonisch werden die letzten Kriege aufgezählt, eine Reihe die mit dem Irak beginnt, bei Syrien endet und von manchem Pessimisten der Gegenwart formuliert sein könnte. ... Ganz ohne menschliches Gesicht kommt V wie Vendetta allerdings auch nicht aus. Über Natalie Portmanns Rehaugen als von V gerettete Rebellentochter Vandetta, vermittelt sich ein Großteil der Bewunderung, die dem modernen Robin Hood zuteil werden soll."

16. März 2006 | V WIE VENDETTA • Kritik • Der Tagesspiegel

Sabine Schicketanz und Lars von Törne berichten von den Dreharbeiten in Potsdam-Babelsberg.

16. März 2006 | V WIE VENDETTA • Kritik • Die Zeit

Natalie Portman träumt in der Zeit.

15. März 2006 | V WIE VENDETTA • Kritik • br-online.de

Eine Mischung aus Action, Thriller und Comicverfilmung sah Margret Köhler. "Was sich Regisseur James McTeigue nach einem Buch der Wachowski-Brüder ausgedacht hat, hat nichts mehr mit der Matrix-Trilogie zu tun, ist nicht gerade feinsinnig, sondern grob gestrickt. Pyromane Einlagen wie die Sprengung öffentlicher Gebäude unter Tschaikovsky-Klängen beeindrucken optisch, können aber die Schwächen der Handlung nicht überdecken. Da ist alles vertreten von Terrorismus als Widerstand gegen Staatsterror, totalitären Systemen und Bürgerkriegen bis hin zu bösen Krankheiten, die die Menschheit ausrotten können. Keine schöne Welt in der Zukunft."

15. März 2006 | V WIE VENDETTA • Kritik • fluter.de

Martin Maaß ist begeistert. "Das Drehbuch zu V WIE VENDETTA stammt von den Wachowski-Brüdern (MATRIX-Trilogie). Und dieser Film hat absolut das Kaliber des ersten MATRIX-Streifens, an dem auch Regisseur James McTeigue als Assistent mitgearbeitet hat. "V wie Vendetta" ist ein fulminanter Film, kompromisslos, erschreckend, politisch, mutig, frech, blutig, anrührend, visionär, spannend, witzig – vor allem im Original."

13. März 2006 | V WIE VENDETTA • Kritik • film-dienst 06/2006

In bewährter B-Movie-Manier wird die an Deutlichkeit kaum zu übertreffende politische Botschaft in buntes Bonbonpapier gewickelt, schreibt Michael Kohler. "Allzu subtil gehen die Wachowskis ihre Rechtfertigung des terroristischen Freiheitskampfs nicht gerade an. Das beginnt schon beim konfusen Plot, der im kriminalistischen Katz-und-Maus-Spiel jede erzählerische Struktur vermissen lässt, setzt sich mit der Beförderung ihres einstigen Assistenten James McTeigue zum Regisseur fort und endet in der nicht sonderlich durchdachten Berufung des katholischen Gegenreformators Guy Fawkes zum Gewährsmann demokratischer Grundwerte. Doch auch wenn es manches Mal im dramaturgischen Getriebe knirscht, teilen die Wachowskis mit ihrem Helden das Gespür für effektsichere Inszenierungen."

12. März 2006 | V WIE VENDETTA • Kritik • Der Tagesspiegel

Für Rüdiger Suchsland spielt Natalie Portman auch in ihrem neuen Film V WIE VENDETTA immer auch sich selbst. "In V WIE VENDETTA, den man nicht voreilig als billiges Actionkino abtun sollte, wird sie gefangen, ihr wird eine Glatze geschoren und dann wird sie allen möglichen „verschärften Befragungen“ und Psychofoltern unterworfen, wie sie wohl in Guantanamo Alltag sind. Man darf darin auch die Auseinandersetzung einer ungewöhnlich ernsthaften und klugen Schauspielerin mit ihrer Herkunft sehen."

15. Februar 2006 | V WIE VENDETTA • Kritik • Frankfurter Rundschau

Hemmungsloses Pop-Art-Kino sah Daniel Kothenschulte. "Dem Terror des ominösen V gehören die Sympathien des Spektakels, das im Takt des Punk für wenige Sekunden Abu-Ghraib-Fotos nachstellt für die Opfer eines Systems, das jeden Besitzer des Koran mit Folterhaft bedroht. Am Ende, der von John Hurt herrlich überzeichnete Diktator ist längst liquidiert, gibt es eigentlich keinen Grund, auch noch Big Ben in die Luft zu jagen, aber dann lockt doch der gewaltige Schalthebel."

14. Februar 2006 | V WIE VENDETTA • Kritik • Berliner Zeitung

Im England der Zukunft ist der Orwell ausgebrochen, schreibt Jenz Balzer. "Die Wachowski-Brüder und ihr Regisseur James McTeigue haben aus dem Comic eine wunderbar düsterbunte Anarcho-Fantasie gemacht, an der Malcolm McLaren seine Freude haben wird. Auch wenn über Orwelliaden wie diese die Zeit hinweggegangen ist: in seiner Detailtreue und dialektischen Klugheit ist V WIE VENDETTA die beste Comic-Verfilmung seit langem."

14. Februar 2006 | V WIE VENDETTA • Kritik • Der Tagesspiegel

Laut Christiane Peitz versammelt das Drehbuch "in einer kruder Mischung alles, was im Kino Angst machen soll: Atomkrieg, tödliche Viren, Folter, finstere Gemäuer, ein eiskalter Tyrann, korrupte Vasallen. Echter Kino-Trash mit billigen Spezialeffekten und ein paar passablen Schauspielern ... Warum um Himmels willen zeigt die Berlinale so was? Na klar, wegen Natalie Portman. Die Zukunft ist hässlich, Natalie Portman ist schön. Ob sie eine gute Schauspielerin ist? James McTeigues Film lässt ihr keine Chance, das zu beweisen. Sie läuft nur als blondgelockte Unschuld namens Evey durch die düstere Szenerie, gibt den Engel in der Hölle."

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