Film-Zeit auf  Film-Zeit bei Facebook   Film-Zeit auf Twitter

ROBERT ALTMAN´S LAST RADIO SHOW

ROBERT ALTMAN´S LAST RADIO SHOW

Regie Robert Altman
Kinostart 12.04.2007

Kritiken • ROBERT ALTMAN´S LAST RADIO SHOW

12. April 2007 | ROBERT ALTMAN´S LAST RADIO SHOW • Kritik • Der Spiegel

Rührend, aber unsentimental erzählt der Film laut Birgit Glombitza vom langsamen Sterben. "ROBERT ALTMAN'S LAST RADIO SHOW, das ist der melancholisch, amüsierte Abgesang auf das eigene Zerstreuungsgewerbe. Auf seinen billigen Glitzer, sein zu grelles Make-up und seine Kunst, sich immer wieder aufs Neue ernst zu nehmen. Mit routiniert leichter Hand und ungebrochener Lust an Experimenten und Improvisation choreographierte der 81-Jährige erneut ein Großensemble. Dieses Mal dirigierte Altman einen besonders wuseligen Mikrokosmos."

12. April 2007 | ROBERT ALTMAN´S LAST RADIO SHOW • Kritik • Die Tageszeitung

ROBERT ALTMAN'S LAST RADIO SHOW ist für Wilfried Hippen noch einmal ein grandioser Ensemblefilm. "Altman war immer ein Regisseur, der versuchte, das Durcheinander des Lebens, das Überraschende, die Missgeschicke und unverhofften Glücksmomente in seinen Filmen einzufangen, und so war diese live aufgeführte Radioshow für ihn eine wunderbare Spielwiese, auf der er sich noch einmal austoben konnte. Wie in seinen großen Ensemblefilmen NASHVILLE, PRET-À-PORTER oder SHORT CUTS wechselt er wieder ständig zwischen den Filmfiguren, Geschichten und Stimmungen hin und her."

12. April 2007 | ROBERT ALTMAN´S LAST RADIO SHOW • Kritik • Der Tagesspiegel

Kerstin Decker sah das Vermächtnis des Kinozauberers. "Robert Altman hat sich an der Wirklichkeit noch nie gestört. Im Gegenteil, je wirklicher etwas ist, desto besser fürs Kino, scheinen viele seine Filme zu sagen. Er war vielleicht der einzige, der das Reale so überzeugend in Fiktion verwandelte. ... Dass zu einer Radio-Show so unübersichtlich viele Menschen gehören, zahlreiche Haupt- und Nebenfiguren, wird Robert Altman gefreut haben. Er war schon immer der Auffassung, dass eine Hauptrolle etwas ist, was man teilen sollte, weshalb seine Filme nicht selten Starparaden gleichen – was die Botschaft: Es gibt keine Stars! durchaus einschloss."

12. April 2007 | ROBERT ALTMAN´S LAST RADIO SHOW • Kritik • Frankfurter Rundschau

Daniel Kothenschulte bezeichnet den Film als das schönste Finale eines Lebenswerks. "Robert Altmans Film verlässt sich vollkommen auf Keillors herrliches Drehbuch, das mit seinem kritisch-nostalgischen Ton und der liebevollen Ironie genau das nicht ist, als das man ihn vielleicht verkauft: Ein neues NASHVILLE, eine böse Amerikaschelte eingebunden in die konservativen Werte seines volkstümlichen Herzens. Der große Maverick des US-Kinos verabschiedet sich also nicht mit einem finster-monumentalen Panorama der Bush-Ära von der Leinwand, sondern mit einer Hommage an die amerikanische Folklore."

12. April 2007 | ROBERT ALTMAN´S LAST RADIO SHOW • Kritik • Neues Deutschland

Gunnar Decker entdeckt den "Punkt, den Altman dezent, wie es seine Art ist, berührt: Wenn wie hier selbst uramerikanische Folklore, die Musik und die Geschichten einer Region keinen Platz mehr in der Öffentlichkeit dieses Landes haben, wie muss es dann um ein solches Land stehen? Altman, geschult am europäischen Film, verweigert sich jeder platten Botschaft. Er komponiert seine Filme und blickt in vielen Schnitten auf viele Einzelne, deren Skurrilität (darin Fellini verwandt) er jedes mal neu zu lieben versucht. In diesem ganz unspektakulär daherkommenden Beharren auf Vielfalt und Unterschied besteht dann auch das, was man seine Utopie für Amerika nennen kann..."

11. April 2007 | ROBERT ALTMAN´S LAST RADIO SHOW • Kritik • Berliner Zeitung

ROBERT ALTMAN'S LAST RADIO SHOW LAST RADIO SHOW ist ein ungemein kurzweiliger Abschied, lobt Anke Westphal. "Noch beim Abschied blieb sich Robert Altman treu. In den Nachrufen zu seinem Tod im November 2006 wurde der Regisseur als großer Erneuerer und Meister des Ensemblefilms gewürdigt. Auch in der LAST RADIO SHOW hat er gesellschaftliche Strukturen und Verwerfungen unvergleichlich impressionistisch gespiegelt: Wie ein Schmetterling schwebt die Kamera durch die Räume, lässt sich kurz bei einer Figur nieder, um gleich darauf zu einer anderen zu gleiten und am Ende vielleicht wieder zur ersten zurückzukehren. Auf diesem Flug werden wie nebenbei Gesprächsfetzen und kleine Szenen eines eingeübten Miteinanders aufgeschnappt."

11. April 2007 | ROBERT ALTMAN´S LAST RADIO SHOW • Kritik • Die Tageszeitung

Einen versöhnten, in vielerlei Hinsicht rühmlichen Abschied sah Andreas Busche: Der Film ist "kulturpessimistisch wie eh und je, aber mit einem bittersüßen Beiklang; versöhnlich, ohne den falschen Leuten Zugeständnisse zu machen; konservativ in seiner Kenntnis der bedeutenden Dinge im Leben, für die es sich morgens aufzustehen lohnt. ... Der Tod ist im Film allgegenwärtig: als Abschied von der Geschichte und von alten Freunden, im Aussterben einer überlieferten Kultur, im Ende familiärer Enklaven und in der Figur eines blonden Todesengels, der durch den Film geistert. Die traurige Schlusspointe, könnte man sagen, hat Altman schließlich selbst gesetzt."

11. April 2007 | ROBERT ALTMAN´S LAST RADIO SHOW • Kritik • Jungle World

Traurig und schön wie ein Abschiedssong ist der Film für Doris Akrap. Es "wuseln unaufhörlich irgendwelche Leute durchs Bild, von denen man nicht genau weiß, ob sie Statisten, Schauspieler, Musiker oder vom Filmteam sind. Obwohl es nicht viele Darsteller gibt, hat man das Gefühl, per­manent wichtige Geschichten zu verpassen, die womöglich gerade irgendwo auf oder hinter der Bühne, vom Bühnentechniker, der Maskenbildnerin oder der Frau, die die Stullen schmiert, erzählt werden. Hier hat Altman noch einmal gezeigt, wie großartig er darin war, die Spontaneität der Schauspieler in Szene zu setzen und jedes noch so kleine Detail so zu erzählen, als sei es die 'Great American Novel'."

04. April 2007 | ROBERT ALTMAN´S LAST RADIO SHOW • Kritik • Die Zeit

Hier versöhnt sich der elegante Spötter mit dem Tod, meint Konrad Heidkamp. "Es ist ein großer melancholischer Film geworden, den man in seiner Altersweisheit mit Charles Chaplins DIE GRÄFIN VON HONGKONG vergleichen darf, einer, der die Ironie Robert Altmans von seiner lächelnden Seite zeigt. 'Du kannst eine Satire nur über dich selbst drehen. Sonst misslingt sie', hatte er einmal erklärt, und selten ist sein Fatalismus menschenfreundlicher ins Bild gekommen."

17. Februar 2006 | ROBERT ALTMAN´S LAST RADIO SHOW • Kritik • Frankfurter Rundschau

Robert Altmans Film verlässt sich vollkommen auf Keillors herrliches Manuskript, das mit seinem kritisch-nostalgischen Ton und der liebevollen Ironie genau das nicht ist, als was man ihn verkauft, schreibt Daniel Kothenschulte. "So sehr man sich diesen Film vielleicht im Augenblick herbeisehnt - es gibt ja noch das zeitlose Original. Keillors Kultradio, in dem noch jeder Werbspot live über die Rampe gebracht wird, ist viel zu sehr retro, um sich ernst zu nehmen. Weit eher ist es ein Beleg für die amerikanische Tradition der Selbstpersiflage, die eigentlich nur in Deutschland überraschen kann, wo der Musikantenstadl noch wirklich heilig ist."

13. Februar 2006 | ROBERT ALTMAN´S LAST RADIO SHOW • Kritik • Berliner Zeitung

Anke Westphal sah den bisher schönsten Film der Berlinale. "Natürlich geht es in diesem Film darum, was soziale und kulturelle Identität, Vergangenheit und Zukunft, Leben und Kunst miteinander zu tun haben. Wie alle Filme von Robert Altman ist auch dieser hier ein Ensemblefilm, aber er ist auch viel mehr als die erstaunliche Summe herausragender Darstellerleistungen in einer heiter und mit leichter Hand zusammengefügten Verlustgeschichte. A PRAIRIE HOME COMPANION ist eine schamlos nostalgische Liebeserklärung an die amerikanische Populärkulturgeschichte und zugleich eine ganz undidaktisch vorgetragene Bitte um Nachsicht und Freundlichkeit."

13. Februar 2006 | ROBERT ALTMAN´S LAST RADIO SHOW • Kritik • Die Tageszeitung

Laut Harald Fricke mag der Regisseur "leicht hermetische Miniuniversen, an denen er seine Milieustudien betreiben kann. Dabei kommt ihm das Kleindarsteller- und Musikergewerbe offenbar besonders entgegen: Schon in NASHVILLE, KANSAS CITY oder zuletzt in THE COMPANY war bei ihm nicht der Einzelne, sondern das Ensemble der Star. In dieser Hinsicht fügt sich A PRAIRIE HOME COMPANION gut in Altmans ganz eigenes great American songbook - als Parabel auf jene fast versunkene Kultur der Unterhaltung, in der die Gesten, der Jux und die Dollerei noch handgemacht werden. Industrielle Massenproduktion sieht anders aus."

13. Februar 2006 | ROBERT ALTMAN´S LAST RADIO SHOW • Kritik • Der Tagesspiegel

Einen schönen, warmen, witziger Film sah Harald Martenstein. "A PRAIRIE HOME COMPANION ist so liebenswert, so widerstandslos dahingleitend, dass ich mich hin und wieder nach Unnostalgischem gesehnt habe, nach einem anderen Ziel als dem, noch ein paar Jahre weitermachen zu dürfen mit dem, was man gut kann und immer getan hat. Robert Altmans 37. Werk hat etwas von der heiteren Resignation alter Männer, die auf Parkbänken sitzen und Butterbrot essen."

13. Februar 2006 | ROBERT ALTMAN´S LAST RADIO SHOW • Kritik • Der Spiegel

Eine wunderbare Hommage an das Radio sah Daniel Haas, denn A PRAIRIE HOME COMPANION ist eine Reflexion über das Radio mit den Mitteln des Theaters im Film. "Virtuos blendet Altman zwischen Bühnengeschehen und backstage hin und her, collagiert ein humorig-melancholisches Potpourri aus kleinen Dramen und Krisen, Leidenschaften und Enthüllungen. ... Wenn sich Streep und Tomlin als singendes Country-Schwesternpaar an die alten Zeiten erinnern, dann ist dies auch ein Kommentar zur Rollenpolitik, wie sie das aktuelle Filmgeschäft praktiziert. Erfahrene Darstellerinnen jenseits der 40 erleben wie die Heldinnen immer öfter ihre Abschiedsvorstellung; ein junges, an Action und Schauwerten orientiertes Kino hat für sie kaum mehr Verwendung."

Weitere Filme, die euch interessieren könnten

Aktueller Stand der Datenbank:
18738 Filme,
72604 Personen,
6594 Trailer,
873 Biographien,
54 Themen & Listen
all: 0,34362