Inhalt • DER FREIE WILLE
Theo, ein Vergewaltiger, kommt nach neun Jahren aus dem Maßregelvollzug. Seine Angst vor Frauen und die damit verbundene unerfüllte Sehnsucht machen sein Leben in der Normalität zu einem Martyrium. Nettie schafft es mit 27 Jahren endlich, sich von ihrem Vater zu lösen, der sie ihr ganzes Leben lang psychisch missbraucht hat. Theo und Nettie begegnen sich. Als sie anfangen, sich zu lieben, beginnt ihre gemeinsame Reise an die Grenzen des freien Willens.
Kritik • DER FREIE WILLE • 24. August 2006 • Der Spiegel
Bestürzend nennt Christian Buß das Kinoerlebnis. "Matthias Glasners Vergewaltigerdrama DER FREIE WILLE ist eine Zumutung - die dreistündige Vivisektion einer kranken Seele. Und weder gibt es Läuterung noch Erläuterung, weder Heilsbotschaft noch Sympathiebekundung für Filmfigur und Zuschauer. ... Hier ist nichts mehr Klischee, die Darstellung des Pathologischen ist stimmig bis ins kleinste und schmerzlichste Detail. Sicher, der über viele Jahre entwickelte, im Team diskutierte und im Schneideraum vielfach ummontierte Film hat formale und dramaturgische Schwächen."